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Deutsche Bank – unbeeindruckt vom Carry-Trade

Gastautor: Daniel Saurenz
12.02.2017, 09:00  |  818   |   |   

Frankfurt_BörseSeit Mitte Dezember erholt sich der Yen kräftig, obwohl Japan quasi eine uneingeschränkte lockere Geldpolitik beschlossen hat. Ein starker Yen ist allerdings häufig negativ für die Aktienmärkte und bedeutet gleichzeitig eine höhere Volatilität an den Börsen. Und was bedeutet diese Entwicklung für die Aktienmärkte?

Bei einem Währungspaar spielt immer die Geld- und Zinspolitik des anderen Landes eine große Rolle. Beim Dollar-Yen sind es die US-Renditen und die sind seit Dezember deutlich gesunken, was wiederum den Dollar geschwächt hat und institutionelle Anleger veranlasst hat, ihre sogenannten Carry Trades aufzulösen.

Unsere Webinare in der Aufzeichnung:

FinanzmarktrundeEuer Egmond  -  Charts am Dienstag

Bei diesem unter Profis gern eingesetzten Geschäft wird Kapital in Yen aufgenommen, um andere Assets wie etwa US-Staatsanleihen mit einer höheren Rendite zu kaufen. Das Ziel ist dabei, die Zinsdifferenz zu verdienen. Sinken die US-Zinsen wird das Geschäft unattraktiver und Investoren verkaufen ihre Kauf-Positionen in Dollar-Anleihen und lösen ihre Yen-Kredite auf. Bei dieser Auflösung wird gleichzeitig der Yen gekauft und sorgt somit für einen Anstieg der japanischen Währung. Die Folge ist, dass trotz der ultra-lockeren japanischen Geldpolitik der Yen dennoch zulegen kann, weil die zu verdienende Zinsdifferenz geringer und damit für Anleger unattraktiver geworden ist..

asien_emergingmarketsDa der Yen praktisch keine Zinsen abwirft, wird er häufig in unsicheren Marktphasen als „sicherer Hafen“ angesteuert. Daher geht ein Anstieg des Yen häufig mit einer erhöhten Unsicherheit einher, was wiederum die Aktienmärkte belastet. Aktuell ist genau diese Entwicklung nicht zu beobachten. Im Gegenteil, die Sorglosigkeit der Anleger ist hoch wie eine aktuell niedrige Volatilität signalisiert. Der US-Volatilitätsindex VIX etwa ist ist in der vergangenen Woche sogar unter die Marke von zehn Punkten gefallen.

Was Volatilität bedeutet, und wie Sie diese Kennzahl nutzen können, wird in der Goldman Sachs Akademie erklärt.

Zuletzt war dies Ende 2006 beziehungsweise Anfang 2007 der Fall. Nun muss sich die Historie nicht wiederholen und schon gar nicht die Finanzkrise aus jenen Tagen, aber eines wird immer wahrscheinlicher, die Volatilität an den Börsen dürfte künftig höher als 2016 ausfallen.

Unsere Webinare in der kommenden Woche:

Dienstag, 14.02, 19 Uhr: Volatilität, Sentiment, Saisonalität – wichtige Taktgeber für Anleger– Hier gehts zur Anmeldung…

Mittwoch, 15.02, 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde- Hier gehts zur Anmeldung…

Einige Beiträge im Rückblick:

Philadelphia Gold and Silver Index beginnt starke Phase

Öl – etwas zum Nachdenken für die Bullen

Trump und Barrick-Gold – “Great! Great Gold!”

Deutsche Bank – 7,5 Prozent Rendite für Zinssparer

Investieren in chinesische Aktien im Jahr des Hahns

Clever investieren – statt renditelos sparen

Telekom – was macht eigentlich die Volksaktie?

 

 

 

 

 

 



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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