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Barrick Gold bis BP – wo geht die Reise hin?

Gastautor: Daniel Saurenz
13.02.2017, 06:00  |  1133   |   |   

o%cc%88l_rohstoffe2Spannende Entwicklungen im Rohstoffsektor – steigende US-Förderung dämpften zuletzt das Interesse der Investoren. Die Ölpreise sind auf hohem Niveau nur wenig verändert in die neue Woche gestartet, nachdem sie Anfang Februar zulegen konnten. Gold wird wieder als Portfolio-Versicherung gefragt. Wir blicken auf die Einschätzung der Rohstoff-Experten.

Der Goldpreis war nach der US-Präsidentenwahl am 9. November 2016 zunächst von 1.276 US-Dollar je Unze bis zum 15. Dezember 2016 auf 1.128 US-Dollar gefallen. Seither hat er jedoch wieder deutlich auf etwa 1.225 US-Dollar je Unze erholt.

Als preisstützend für Öl erweisen sich die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran. Die US-Regierung hat am Freitag Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt. Zuvor hatte das OPEC-Land einen Raketentest durchgeführt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen 25 an dem Raketentest beteiligte Personen bzw. Institutionen.

Wie gewohnt werden wir Gold und Öl auch in unseren Webinaren thematisieren – unsere Termine:

Dienstag, 14.02, 19 Uhr: Volatilität, Sentiment, Saisonalität – wichtige Taktgeber für Anleger– Hier gehts zur Anmeldung…

Mittwoch, 15.02, 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde- Hier gehts zur Anmeldung…

Brent in US-Dollar auf ein Jahr

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Das von US-Präsident Donald Trump heftig kritisierte Atomabkommen ist davon aber nicht betroffen. Nach Ansicht der Rohstoffexperten der Commerzbank könnte sich dies bei einem weiteren Hochschaukeln der Ereignisse aber ändern. So habe der Iran auf die Sanktionen mit einem Militärmanöver und weiteren Raketentests reagiert. „Sollten die USA das Atomabkommen tatsächlich kündigen, hätte dies zunächst noch keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Ölmarkt, da die USA ohnehin kein Öl aus dem Iran importieren. Allerdings könnten dann Investitionen westlicher Ölkonzerne im Iran erschwert werden, welche für die künftige iranische Ölproduktion unerlässlich sind”, heißt es in einer Analyse der Commerzbank.

Produktideen:

Wer bei Barrick Gold auf steigende Kurse setzen möchte, greift zum Turbo-Bull mit der WKN VN3RCX. Wer bei Barrick auf fallende Kurse spekulieren möchte, greift zur DL69A9. Unsere Auwahl auf Öl: Der Inliner mit der WKN SE58D5. Etwas mehr Puffer bietet die WKN SE7WTS. Hier läuft der Schein jedoch bis Jahresende.

Lesen Sie auch: Trump und Barrick-Gold – “Great! Great Gold!”

Die jüngsten Daten zu Ölbohrungen in den USA sind hingegen preisbelastend. Steigende Förderaktivitäten in den USA schmälerten das Interesse der Investoren, hieß es von Händlern. Die Anzahl der in den USA aktiven Ölförderanlagen steigt seit längerer Zeit stetig an. Laut Baker Hughes hat die Bohraktivität in den USA auch in der letzten Woche weiter zugenommen und mit 583 aktiven Ölbohrungen das höchste Niveau seit Oktober 2015 erreicht.

Gold wieder als Portfolio-Versicherung gefragt

Rohstoffe_goldbarren13Der Goldpreis war nach der US-Präsidentenwahl am 9. November 2016 zunächst von 1.276 US-Dollar je Unze bis zum 15. Dezember 2016 auf 1.128 US-Dollar gefallen. Seither hat er jedoch wieder deutlich auf etwa 1.225 US-Dollar je Unze erholt. Die seit einigen Wochen zu beobachtende Aufwärtsbewegung des Goldpreises kann mehrere Ursachen haben. Vermutlich verbirgt sich hinter dem Goldpreisanstieg eine wieder zunehmende Sorge der Investoren: Dass nämlich die anstehenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen vor allem in den USA mit erhöhter Unsicherheit verbunden sein werden. Damit ist Gold wieder verstärkt als „Krisenwährung”, zur Portfolio-Absicherung gefragt.

Wie der Handel mit Rohstoffen funktioniert können Sie sich in der Kompass-Rubrik bei Goldman Sachs ansehen…

Gold in US-Dollar auf ein Jahr

Gold in US-Dollar auf ein Jahr

Daneben dürfte der Anstieg auch auf ein großes spekulatives Kaufinteresse zurückzuführen sein: Seit Anfang Januar wurden die Netto-Long-Positionen von Gold gemäß CFTC-Statistik ununterbrochen und insgesamt um 91 Prozent auf 69.800 Kontrakte aufgebaut. „Absolut betrachtet liegen sie aktuell noch auf einem niedrigen Niveau, so dass von dieser Seite her noch Luft nach oben besteht”, schreiben Rohstoffexperten der Commerzbank in einer aktuellen Analyse.

US-Konjunkturdaten brachten den Goldpreis gegen Ende der vergangenen Woche zunächst unter Druck, gaben aber kurze Zeit später bereits wieder Unterstützung. So wurde der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Januar veröffentlicht, der zwar auf den ersten Blick die Erwartungen übertraf. Beim zweiten Blick stellte sich aber heraus, dass die Stundenlöhne kaum gestiegen sind, womit immer noch eine erhebliche Lücke zwischen der Entwicklung der Arbeitslosenrate und der Lohnentwicklung klafft. Die US-Notenbank Fed dürfte daher mit der nächsten Zinserhöhung noch etwas warten, urteilte die Commerzbank.

Quelle: Vontobel Research

Wertpapier: Öl (WTI) Inline 30-60 bis 2017/06 (SG), Barrick Gold Endlos Turbo Short 21,6556 Open-End (DB), Öl (WTI) Inline 30-65 bis 2017/12 (SG)


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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