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Marktüberblick: Dollar steigt nach Yellen-Vortrag
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Marktüberblick Dollar steigt nach Yellen-Vortrag

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
15.02.2017, 08:30  |  393   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt verdaute am Dienstag die deutlichen Vortagesgewinne. Der DAX endete 0,02 Prozent tiefer bei 11.772 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich hingegen um 0,15 beziehungsweise 0,14 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 62 Gewinner und 48 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 57 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 72,7 Millionen Aktien im Wert von 2,52 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,36). Der mit Abstand stärkste Sektor waren Banken. Hier stützten falkenhafte Aussagen von Fed-Chefin Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats, die die Anleiherenditen nach oben beförderten. Yellen meinte, dass ein zu langes Warten mit weiteren Zinserhöhungen “unklug” wäre. Ebenfalls gesucht waren Rohstoffwerte und Immobilienwerte. Abwärts ging es vor allem mit Bauwerten, Pharma- und Gesundheitswerten und Telekomwerten. Den Spitzenplatz im DAX belegte die Commerzbank-Aktie mit einem Anstieg um 1,99 Prozent. Deutsche Bank und Volkswagen gewannen dahinter 1,59 beziehungsweise 1,10 Prozent. Das Schlusslicht bildete HeidelbergCement mit negativ aufgenommenen Quartalszahlen. ThyssenKrupp und Merck büßten 0,99 respektive 0,74 Prozent ein.

An der Wall Street markierten die großen Indizes neue Rekordhochs. Der Dow Jones Industrial rückte um 0,45 Prozent auf 20.504 Punkte vor. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,27 Prozent nach oben auf 5.271 Zähler. 50 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen betrug 64 Prozent. 202 neuen 52-Wochen-Hochs standen lediglich neun neue Tiefs gegenüber. Die größten Gewinner unter den Sektoren waren Finanzwerte, die von steigenden Zinsen profitieren, und Gesundheitswerte. Am deutlichsten abwärts ging es mit Versorgern und Immobilienwerten. JP Morgan gewann an der Dow-Spitze 1,59 Prozent. Verizon verlor am anderen Ende 0,57 Prozent.

Am Devisenmarkt bekam der US-Dollar Auftrieb von den falkenhaften Äußerungen von Fed-Chefin Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats. Die Weltleitwährung wertete gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des Austral-Dollars auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,22 Prozent höher auf einem 4-Wochen-Hoch bei 101,24 Punkten. EUR/USD fiel um 0,23 Prozent auf ein 5-Wochen-Tief bei 1,0573 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen präsentierten sich der Austral-Dollar am stärksten und das Pfund Sterling am schwächsten. Daneben zeigte der Yen auffällige Schwäche.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg trotz des festen Dollars um 0,33 Prozent auf 405,10 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,61 Prozent auf 55,93 USD. Nach dem Settlement kamen die Ölpreise mit den API-Lagerbestandsdaten jedoch unter Druck, die einen wesentlich stärkeren Anstieg der Vorräte als von Analysten erwartet anzeigten. US-Erdgas gab um 0,34 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 2,93 USD nach. Comex-Kupfer fiel nach Gewinnmitnahmen um 1,49 Prozent auf 2,74 USD. Gold legte um 0,30 Prozent auf 1.230 USD (1.162 EUR) zu. Silber, Platin und Palladium stiegen zwischen 0,29 und 0,82 Prozent.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,08 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte mit den falkenhaften Äußerungen von Fed-Chefin Yellen am Nachmittag um vier Basispunkte auf 0,37 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future verlor 0,26 Prozent auf 163,50 Punkte. Mit der Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes ging es um vier Basispunkte nach oben auf ein 2-Wochen-Hoch bei 2,47 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend aufwärts. Der MSCI Asia Pacific Index verbesserte sich um 0,97 Prozent auf 144,75 Punkte. Besonders deutliche Aufschläge waren beim Hang Seng Index und dem Nikkei 225 zu beobachten.

Von der Makroseite stehen heute vor allem die US-Daten zum Einzelhandelsumsatz, den Verbraucherpreisen und der Industrieproduktion im Fokus. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Geschäftszahlen von der Deutschen Börse, ABN Amro Holding, Norma Group, Danone, Gerresheimer, Air Liquide, Pepsico und Cisco Systems (nachbörslich).

Produktidee: Classic Turbo-Zertifikat
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE6722 Bull EUR/USD Hebel: 19,1
CE4K1C Bear EUR/USD Hebel: 18,2

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