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Nur Alphabet und Facebook sind mächtig? Diese 3 Unternehmen grinsen gerade insgeheim

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.02.2017, 09:36  |  469   |   |   

Viel habe ich bei meinen Recherchen über mächtige Aktien gelesen. Meist sind die ersten Namen, die man liest Alphabet (WKN: A14Y6H) und Facebook (WKN: A1JWVX). Wieso? Die Gründe hierfür würden ausreichen, um einen eigenen Artikel zu füllen (gar keine schlechte Idee, eigentlich!), belassen wir es aber für die hiesigen Zwecke dabei, dass diese Unternehmen ihre Macht darin begründen, dass Sie in der neuen, schnelllebigen Internet- und Informationswelt eine beeindruckende Position eingenommen haben, wodurch sie über viele sensible, persönliche und daher bedeutende Daten verfügen.

Wenn wir die Welt der Daten und des Internets allerdings verlassen, haben Alphabet und Facebook nicht mehr allzu viel zu melden, schließlich handelt es sich bei den beiden Kandidaten um Unternehmen, die quasi keine Produkte verkaufen. In diesem handfesteren Segment des Handels, gibt es ganz andere, unbekanntere Größen, die über große Macht verfügen. Und diesen Unternehmen wollen wir uns im Folgenden widmen.

1) Nestlé

Wie du vielleicht schon mal bei deinen Analysen aufgeschnappt hast, verfügt der Schweizer Lebensmittelgigant über eine wahnsinnig große Produktpalette. Maggi, Bübchen, Buitoni, KitKat, Nesquik, Cini Minis, Nescafé, Smarties, Herta und Thomy sind hierbei nur wenige der insgesamt über 6.000 Marken, die in Supermärkten und Discountern reihenweise die Regale füllen.

Wenn du dich nun selbst hinterfragst und deine Küchenschränke durchwühlst, wirst auch du mit Sicherheit viele Produkte aus dem Hause Nestlé (WKN: A0Q4DC) finden, die du für unverzichtbar hältst und die aus deinem Leben nicht mehr wegzudenken sind.

Nestlés Supermacht besteht angesichts dieser Markenauswahl und Markenmacht darin, dass es dem Unternehmen möglich ist, den abnehmenden Supermärkten seine Preise zu diktieren und somit die Preisverhandlungen einseitig zu gestalten. Und ganz ehrlich: Angesichts dieser Produktpalette sind sowohl wir Verbraucher, als auch die Märkte und Discounter diesem Diktat absolut ausgeliefert. Denn ein Supermarkt ohne die reihenweise regalfüllende Produktpalette von Nestlé wäre gleichermaßen aufgeschmissen, wie wir als Hobbyköche ohne die Fixprodukte aus dem Hause Maggi, um nur ein Beispiel zu nennen.

2) Procter & Gamble

Das zweite Unternehmen auf unserer Liste der mächtigen Unternehmen ist ein alteingesessenes Urgestein im Dividendenadel. Denn bekanntlich zahlt Procter & Gamble (WKN: 852062) bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts seine Dividende und ist auch im erlesenen Club der Dividendenaristokraten ein mittlerweile langjähriges Mitglied.

Doch macht nicht diese beeindruckende Dividendenhistorie das Unternehmen zu einem der mächtigeren Kandidaten, sondern begründet auch hier eine nicht wegzudenkende Produktpalette die Dominanzstellung des Unternehmens.

Mit Marken wie Braun, Meister Propper, Head & Shoulders,  Gillette, Pampers, Always, Ariel, Lenor und Oral B – um nur einige zu nennen – beeinflusst Procter & Gamble maßgeblich die Hygiene- und Reinigungsmittelabteilung in Super- und Drogeriemärkten. Auch hier hätte ein Fehlen dieser Produkte verheerende Auswirkungen auf den Erfolg des entsprechenden Ladens, daher kann auch Procter & Gamble ganz einseitig entscheiden, zu welchen Konditionen es seine Produkte anbieten möchte. Die Verhandlungspartner müssen das in der Regel einfach schlucken.

3) Amazon

Ok, zugegeben. Ganz ohne Internet geht eigentlich nichts mehr. Daher ist es wenig verwunderlich, dass auch Amazon (WKN: 906866) in meiner Auswahl auftaucht. Dennoch passt auch das Unternehmen thematisch in meine Liste, da es seine Produkte zwar online anbietet, aber dann physisch ausliefert.

Erst kürzlich habe ich in diesem Artikel beschrieben, in welchem Geschäftsverhalten ich Amazons beeindruckendsten Wettbewerbsvorteil sehe. Die Fixierung auf Kundenbelange war hierbei der entscheidende Faktor.

Die Möglichkeit, diesen Vorteil auszuspielen und dabei noch ein Anbieter im Niedrigpreissegment zu sein, erlangt Amazon jedoch, indem das Unternehmen knallhart seinen abhängigen Verkäufern die Preise diktiert und diesen damit das Leben schwer macht. Ich habe letztens sogar sinngemäß so etwas gelesen wie, dass der Handel über Amazon Cyberkrieg sei, bei dem nur die Großen überleben würden. Vermutlich kannst du dir angesichts dieser Äußerung denken, was hinter den Kulissen bei Amazon abgeht.

Dennoch können es sich die Amazon-Verkäufer nicht leisten, auf das Netzwerk Amazon zu verzichten, da inzwischen ein riesengroßer Anteil des Internethandels über eben diese Versandplattform abläuft. Besser also ein schlechtes Geschäft, als gar kein Geschäft, scheint hier für viele die Devise.

Fazit

Wie du siehst verfügen alle drei der oben genannten Unternehmen über erheblich viel Macht und können aufgrund ihrer Marktstellung, Produktpalette oder Produktmacht durchsetzen, was auch immer sie wollen.

Diese Macht ist vielleicht für die Verhandlungspartner eine unangenehme Angelegenheit, für Investoren kann das aber ein Faktor sein, der für überaus große Sicherheit und defensive Klasse sprechen könnte.

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Vincent besitzt keine der genannten Aktien. Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Facebook und Alphabet (A und C).

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Amazon.com, Procter & Gamble, Nestle, Facebook (A), Alphabet (C)


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