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Deutsche Bank Weniger Geld in der Kasse

07.03.2017, 13:54  |  455   |   |   

Bei dem Gehalt kann man auch mal am Sonntag arbeiten: Der Vorstand der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) beschloss am 5. März (= Sonntag) unter Zustimmung des Aufsichtsrates eine Reihe von strategischen Maßnahmen.

So teilte die Deutsche Bank mit, dass die Postbank nicht verkauft, sondern mit dem Privat- und Firmenkunden-Geschäft der Deutschen Bank verschmolzen werden soll. Von diesem Geschäftsbereich (Asset Management) soll dann ein Minderheitsanteil an die Börse gebracht werden. Statt einen Teil verkaufen und einen Teil zu 100% behalten könnte die Deutsche Bank so einen größeren Teil haben – den aber dann nicht zu 100%. Ob das besser oder schlechter ist, wer weiß das schon vorab.

Deutsche-Bank-Chart: finanztreff.de

Deutsche Bank: Bis zu 687,5 Mio. neue Aktien

Wenn die Postbank nicht verkauft wird, kommt aber erstmal weniger Geld in die Kasse. Und um die harte Kernkapitalquote auf einem vorzeigbaren Niveau (angestrebt sind 14,1%) zu haben, wird Eigenkapital benötigt. Entsprechend folgerichtig ist die Ankündigung einer Kapitalerhöhung. Konkret teilt die Deutsche Bank mit, dass via Bezugsrechte-Emission bis zu 687,5 Millionen neue Aktien emittiert werden sollen. Der Vorstand will damit etwa 8. Mrd. Euro erhalten.

Begleitet werden soll die Emission von einer ganzen Reihe von Banken, die sich wahrscheinlich alle über hohe Provisionen freuen können („Credit Suisse, Barclays, Goldman Sachs, BNP Paribas, Commerzbank, HSBC, Morgan Stanley und UniCredit“). Noch im März (21.3.) soll die Zeichnungsfrist beginnen.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

 „Wir lernen aus Erfahrung, dass die Menschen nichts aus Erfahrung lernen.“ – George Bernhard Shaw

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / dieboersenblogger.de

Wertpapier: Deutsche Bank, Commerzbank


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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Kommentare

Deine Zeilen :
Geht man von der Einmaligkeit der bekannten Sondereffekte sowie einer erfolgreichen Umsetzung der angekündigten Maßnahmen und dem Ausblick auf steigende Zinsen aus, so kann man bei einer jetzigen Stanortbestimmung durchaus zuversichtlich und positiv gestimmt in die Zukunft blicken.

Das sind exakt die gleichen Zeilen die ich im Januar 2011 gelesen habe, der Unterschied ist nur das dort der Kurs noch besser was.

Es gibt soviele Aktien wo man Geld verdienen kann, da braucht kein Mensch den Herren von der DB das Geld als Bonus hinterherschmeissen.
Zitat von Ines431,38 Milliarden Aktien existieren im Moment schon.
Dann kommen noch noch 687,5 Millionen dazu, macht
2,0675 Milliarden Aktien.

Künftig muss die DBk 4,12 Milliarden Euro netto verdienen,
damit auf jede Aktie 2,00 E Gewinn fällt.

Bei einem KGV von 10 liegt der Kurs dann bei
20,00 E.
Das sind erreichbare aber ambitionierte Ziele.

Die Frage ist, wann werden diese 4,12 Milliarden
Euro Gewinn erreicht, damit der Kurs nach der KE
auf 20 E steigen kann ohne das KGV
10 zu überschreiten?



Die vorstehenden Ausführungen halte ich für zutreffend.

Hinsichtlich des künftigen Ergebnisses kann jedoch angemerkt werden, dass sich auch für das Jahr 2016 soweit bisher ersichtlich ohne die Sondereffekte mit einem Aufwand von 5,4 Mrd - wohl hauptsächlich einmalig aufgrund der US-Strafe - auch ein Gewinn von rund 4 Mrd ergeben hätte, ob wohl der Provisionsüberschuss und das Zinsergebnis jeweils um rund 1 Mrd niedriger wie in 2015 ausgefallen sind. Fraglich bleibt natürlich, inwieweit noch weitere Leichen im Keller liegen du bisher nicht genannte Risiken bestehen.

Geht man von der Einmaligkeit der bekannten Sondereffekte sowie einer erfolgreichen Umsetzung der angekündigten Maßnahmen und dem Ausblick auf steigende Zinsen aus, so kann man bei einer jetzigen Stanortbestimmung durchaus zuversichtlich und positiv gestimmt in die Zukunft blicken.
Begleitet werden soll die Emission von einer ganzen Reihe von Banken, die sich wahrscheinlich alle über hohe Provisionen freuen können („Credit Suisse, Barclays, Goldman Sachs, BNP Paribas, Commerzbank, HSBC, Morgan Stanley und UniCredit“). Noch im März (21.3.) soll die Zeichnungsfrist beginne :keks: die frage wann hat die deutsche bank sie beauftragt ?m.m.n, die ganoven haben schon lange die ke geplant.:cry:
1,38 Milliarden Aktien existieren im Moment schon.
Dann kommen noch noch 687,5 Millionen dazu, macht
2,0675 Milliarden Aktien.

Künftig muss die DBk 4,12 Milliarden Euro netto verdienen,
damit auf jede Aktie 2,00 E Gewinn fällt.

Bei einem KGV von 10 liegt der Kurs dann bei
20,00 E.
Das sind erreichbare aber ambitionierte Ziele.

Die Frage ist, wann werden diese 4,12 Milliarden
Euro Gewinn erreicht, damit der Kurs nach der KE
auf 20 E steigen kann ohne das KGV
10 zu überschreiten?

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