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3 wichtige Erkenntnisse aus den Ergebnissen des 4. Quartals von Goldcorp

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
10.03.2017, 12:00  |  391   |   |   

Goldcorp (WKN:890493) veröffentlichte vor Kurzem die Gewinne des 4. Quartals. Das Unternehmen ist im Bereich Goldminen führend und meldete Nettogewinne in Höhe von 101 Millionen US-Dollar. Das ist eine deutliche Verbesserung verglichen mit den 4,3 Milliarden US-Dollar Nettoverlust aus dem Vorjahreszeitraum. In diesem Bericht gab es aber deutlich mehr zu entdecken, daher schnappen wir uns jetzt die Schaufeln und suchen in diesem Bericht nach ein bisschen Gold.

Kosten senken

Goldcorp handelt mit einem Rohstoff, daher kann das Unternehmen die Preise nicht einfach erhöhen, wie es ihm gefällt. Wenn der Gewinn wachsen soll, ist es also besonders wichtig, die Kosten im Zaum zu halten. Im 4. Quartal hat das Unternehmen hier alles richtig gemacht. Goldcorp meldete nachhaltige Gesamtkosten von 747 US-Dollar pro Unze und erreichte eine Reduzierung um 24 % verglichen mit den 977 US-Dollar aus dem Vorjahre. Laut Angaben des Managements haben die niedrigeren Produktionskosten und der, verglichen mit ausländischen Währungen, starke US-Dollar maßgeblich zur Verbesserung beitragen.

Die Ergebnisse hätten noch besser sein können, doch sie wurden von den Ergebnissen der Minen Cerro Negro, Los Filos und Eleonore nach unten gezogen. Die Verbesserungen im Q4 reichten jedoch aus, um die nachhaltigen Gesamtkosten von 894 US-Dollar pro Goldunze aus dem Steuerjahr 2015 auf 856 US-Dollar im Steuerjahr 2016 zu senken.

Goldcorp meldete damit Kosten am unteren Ende des Ausblicks. Dieser hatte 850-925 US-Dollar pro Unze betragen. Das Unternehmen erwartet eine Fortsetzung dieser Verbesserung auch im Steuerjahr 2017. Das Management erwartet nachhaltige Gesamtkosten in einem Bereich von 808-883 US-Dollar pro Unze.

Die Produktion

Das 4. Quartal begann nicht besonders gut. Der Betrieb in der Penasquito-Mine wurde aufgrund einer illegalen Blockade aufgehalten. Das wirkte sich aber nur minimal auf die Goldproduktion aus, denn das Unternehmen konnte zu Anfang des Quartals den Betrieb wieder aufnehmen. Im 4. Quartal war die Goldproduktion sogar um 8 % höher als im Vorjahreszeitraum, da Erze mit höherem Goldanteil geschürft werden konnten.

Goldcorp produzierte in Q4 insgesamt 761.000 Unzen Gold. Damit hat das Unternehmen der Ausblick für das Steuerjahr 2016 erreicht. Die Produktion insgesamt betrug 2,87 Millionen Unzen und bewegt sich damit am unteren Ende des Ausblicks, der 2,8-3,1 Millionen Unzen betrug.

Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass sich Goldcorp in die falsche Richtung bewegt, da die Produktion im Steuerjahr 2016 um 17 % niedriger war als 2015. Das wäre jedoch kurzsichtig. Das Unternehmen kündete vor Kurzem einen Fünf-Jahres-Plan an, wonach man die Produktion jährlich um 20 % erhöhen möchte. Diese soll bis zum Steuerjahr 2021 mehr als 3 Millionen Unzen betragen, wobei die nachhaltigen Gesamtkosten um 20 % gesenkt werden sollen.

Die Bilanz

Das Unternehmen arbeitet daran, seine finanzielle Position verbessern. Daher hat Goldcorp allein in Q4 169 Millionen US-Dollar an Schulden zurückgezahlt. Das ist ein Großteil der 180 Millionen US-Dollar, die das Unternehmen im Steuerjahr 2016 zurückzahlen konnte. Damit beendete Goldcorp das Jahr mit etwa 11 % weniger langfristigen Schulden als das Steuerjahr 2015.

Bevor Unternehmen aber dafür gelobt werden darf, dass die Bilanz jetzt besser dasteht, sollte man anmerken, dass diese Reduktion nur die langfristigen Schulden betrifft. Goldcorp beendete das Steuerjahr 2016 allerdings mit weniger liquiden Mitteln. In diesem Fall waren es nur 200 Millionen US-Dollar, verglichen mit den 383 Millionen US-Dollar am Ende des vorhergehenden Steuerjahres. Darüber hinaus hatte Goldcorp am Ende von 2016 sogar mehr Nettoschulden, nämlich 2,31 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 2,305 Milliarden US-Dollar am Ende des Steuerjahres 2015.

Da Goldcorp im letzten Jahr mehrere Darlehen zurückzahlen konnte, werden die nächsten Schulden erst im März 2018 fällig. Dann muss das Unternehmen 500 Millionen US-Dollar seinen Besitzer zurückgeben.

Foolishes Fazit

Die Reduzierung der nachhaltigen Gesamtkosten und der erreichte Produktionsausblick sind zwei Gründe, warum man das letzte Jahr von Goldcorp als erfolgreich bezeichnen könnte. In Zukunft könnten die Investoren die Fortschritte bei der Umsetzung des Fünf-Jahres-Plans beachten, der eine Erhöhung der Goldproduktion von 20 %, eine Verminderung der nachhaltigen Gesamtkosten von 20 % und eine Erhöhung der Reserven von 20 % beinhaltet.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Scott Levine auf Englisch verfasst und wurde am 08.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Goldcorp

Themen: Dollar, Gold, Goldcorp


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