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Risiken überwiegen Brent C.O. mit schwacher Vorstellung

17.03.2017, 11:35  |  1849   |   |   

Am Ölmarkt hat sich die Lage zwar wieder etwas beruhigt, der Markt ist aber noch fernab von Normalität. Nachdem der OPEC-Bericht für Februar jede Menge Fragen aufwarf und Staub aufwirbelte, scheint sich eben dieser nun etwas zu legen. 

Die Hintergründe und die Auswirkungen dieses OPEC-Berichtes haben wir in unserem Kommentar vom 14.03. mit dem Titel "Brent C.O. - Setzt sich der Ausverkauf fort?" ausführlich dargelegt, sodass wir uns an dieser Stelle auf das aktuelle Geschehen konzentrieren. 

Zwischenzeitlich gab es mit dem Zinsentscheid durch die US-Notenbank ein - auch für den Ölmarkt - wichtiges Ereignis. Der US-Dollar tendiert trotz Zinsanhebung nun schwächer und das stützt wiederum die Ölpreise. Von den aktuellen Daten zur Entwicklung der US-Rohöllagerbestände gab es auch keine Störfeuer. Man hätte sogar aufgrund der Daten einen stärkeres Aufbäumen der Ölpreise erwarten können. Heute wird noch die aktuelle Zahl der aktiven Bohrtürme in den USA veröffentlicht. Das Ölfeldservice-Unternehmen Baker Hughes ermittelt diese. Diese Daten sind ein wichtiges Indiz für die Aktivitäten der US-Rohölindustrie. 

Aus charttechnischer Sicht konnte Brent C.O. die eminent wichtige Marke von 50 US-Dollar zunächst verteidigen und somit einen weiteren Abverkauf in Richtung 45 US-Dollar verhindern. Mehr als leichte und vorsichtige Stabilisierungstendenzen sind allerdings nicht festzustellen und das bereitet etwas Sorge. Der Tanz auf der 50er Marke ist mit dem sprichwörtlichen Ritt auf der Rasierklinge gleichzusetzen. Erst die erfolgreiche Rückeroberung der Zone 52,5 / 53,5 US-Dollar würde Druck vom Ölpreis nehmen. Allerdings scheiterte im Wochenverlauf bereits ein erster Versuch, in diese Zone einzudringen. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass Brent C.O. angeschlagen ist. 

Aus unserer Sicht überwiegen nach wie vor die Risiken. Vor allem die offenkundig nur mäßig ausgeprägte Förderdisziplin innerhalb der OPEC und auch von Nicht-OPEC-Staaten, die sich ja im November den OPEC-Maßnahmen medienwirksam anschlossen, ist ein großer Belastungsfaktor. Das Vertrauen der Investoren ist spätestens mit dem aktuellen OPEC-Bericht für Februar erschüttert. Aus charttechnischer Sicht gilt es, die beiden genannten Bereiche (um 50 US-Dollar und um 52,5/53,5 US-Dollar) im Auge zu behalten.


 

Wertpapier: Öl (Brent)

Themen: Dollar, Öl, OPEC


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