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Barrick Gold mit technischem Signal

Gastautor: Daniel Saurenz
12.04.2017, 06:30  |  700   |   |   

goldbarren12Der Goldpreis ist in der Handelswoche vor Ostern auf ein neues Fünfmonatshoch gestiegen. Zunächst hatte das Krisenmetall in der Nacht zu Freitag mit einem Preissprung auf den US-Militärschlag gegen Syrien reagiert. In der Spitze kletterte der Goldpreis bis auf 1.278 Dollar je Feinunze und erreichte damit das höchste Niveau seit November 2016. Das Edelmetall profitierte damit von seinem Ruf als „sicherer Hafen” und hat nun ein technisches Signal ausgelöst. Auf Barrick Gold haben wir derzeit einen Capped-Bonus (CY14UR) und einen Discount-Call (PB543M) in der Auswahl.

Zu Beginn der neuen Handelswoche konnten die  geopolitischen Krisen sowie die Sorge um eine schwächelnde US-Wirtschaft dem Goldpreis merklich Auftrieb verleihen. Nachdem das Edelmetall am Montag zeitweise unter die Marke von 1.250 Dollar gehandelt wurde, zog der Preis zuletzt deztlich an.

In den kommenden Wochen könnten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen den Takt für das Edelmetall vorgeben. US-Zinserhöhungen sind dabei offensichtlich nicht so schädlich für das gelbe Metall wie mitunter prophezeit. Auch fehlt es an dem befürchteten Gegenwind durch den starken US-Dollar, wie Helaba-Analyst Heinrich Peters im aktuellen „Rohstoffreport” schreibt. Letztlich könnten die geopolitischen Sorgen zusammen mit der sprunghaften US-Regierungspolitik das Edelmetall wieder nach oben befördern.

Widerstandsbereich passe?

„Die institutionellen Anleger scheinen vor diesem Hintergrund langsam wieder Fährte aufzunehmen, die Netto-Long-Positionen nichtkommerzieller Marktteilnehmer anzuziehen. Sobald der hartnäckige Widerstandsbereich bei 1.260 US-Dollar genommen ist, dürften auch große Finanzinvestoren vermehrt bei Gold einsteigen”, schrieb Peters. Der weitere Verlauf bleibt dennoch abzuwarten.

Beachten Sie auch die Positionierung in unserem Favoriten- sowie unserem Defensivdepot.

Die Ölpreise haben in der vergangenen Woche mit einem Anstieg auf die Nachricht eines US-Luftangriffs auf einen Militärflughafen in Syrien reagiert. Der Preis der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze bis auf 56,08 Dollar, womit der höchste Stand seit dem 7. März erreicht wurde. Syrien selbst ist kein wichtiges Förderland, eine Eskalation des Syrien-Krieges könnte aber im Ernstfall auch wichtige Öl-Förderländer betreffen, hieß es am Markt zur Begründung. „Mit den wieder in den Vordergrund rückenden geopolitischen Spannungen ist eine Komponente hinzugekommen, welche den Ölpreis in nächster Zeit unterstützen dürfte”, kommentierte die Commerzbank.

Öl_rohstoffeDer Syrien-Konflikt könnte aktuell nicht der einzige Treiber für weiter steigende Notierungen sein. Außerplanmäßige Produktionsausfälle in Kanada sowie in Libyen beflügelten zuletzt ebenfalls den Preis des schwarzen Goldes. In Kanada legte ein Feuer eine wichtige Produktionsanlage lahm, in Libyen wurde offenbar laut Bloomberg die Förderung im größten Ölfeld des Landes durch eine blockierte Pipeline unterbrochen.

Mehr Infos rund um das Thema Rohstoffe finden Sie auch im Wissensbereich der Citi.

Auch die politische Krise in Venezuela sorgte zuletzt für Sorgen über mögliche Förderengpässe. Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Schwerölreserven der Welt (301 Mrd. Barrel). Gegenwärtig produziert Venezuela aber lediglich 2 Mio. Barrel/Tag. „Venezuela liegt im Vergleich zu Ländern mit ähnlich hohen Reserven abgeschlagen zurück, da mit der Verwässerung der sog. “Apertura Petrolera”-Reformen von 1995, die dem Ölsektor nachhaltig Auftrieb verliehen hätten, im Jahr 2001 ein steter Rückgang der Investitionen zu beobachten war”, erklären Experten der HSH Nordbank.

Quelle: Vontobel

 

 

Wertpapier: Barrick Gold Corporation Discount Call 16-18 bis 2017/12 (BNP)


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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