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Crash an der Wallstreet - Vorbote oder Handelsfehler?

 |  06.05.2010, 23:40  |  8229 Aufrufe  |   0  | 
Das Trading-Gezwitscher nach dem Schock am heutigen Abend.

Nach Handelsschluss in Europa bewegte sich der Dow Jones nahazu im freien Fall auf die Marke von 10.000 Punkten zu. Anleger und Trader zitterten. Eine solche Bewegung von 800 Punkten innerhalb weniger Minuten hat es seit 1987 nicht gegeben. Was ist passiert? Wie tief geht der Fall?

Parallel dazu fiel der EUR/USD unter 1,26 und hinterlässt damit nach den Verlusttagen dieser Woche eine Tagesrange von über 300 Ticks, Anleihen und Gold stiegen massiv. Eine weltweite Panik scheint sich anzukündigen.

Erklärungsversuche

Auslöser dafür sollten nach ersten Angaben vom US-Sender CNBC einige Bilder von Krawallen aus Griechenland gewesen sein, welche die US-Händler verunsicherten und zum Verkauf am Aktienmarkt animierten. Dazu gesellte sich das allgemeine Argument der "Charttechnik" unterhalb der 10.600 Punkte im Dow Jones.

Chart Dow Jones



Die Marke von 10.000 Punkten bot mentale Unterstützung und lies eine Erholung von etwa 600 Punkten folgen. War dies jedoch der Grund?

Ein näherer Blick auf die Einzelwerte läßt jedoch bei Procter&Gamble verharren. Diese Aktie verlor bis zu 40 Prozent binnen kurzer Zeit und erholte sich zum Handelsschluss auf ein kleines Minus von 2 Prozent.

Chart Procter&Gamble



Was war hier der Hintergrund? Gerüchten zufolge soll ein Händler die durch 3 Nullen zu unterscheidende Zahl 1 Million mit 1 Milliarde verwechselt haben und somit diesen massiven Kursrutsch bei Procter&Gamble ausgelöst haben. Durch die Korrelationen zwischen den Indizes, Rohstoffen und Devisen ergab dies eine Kettenreaktion in erlebtem Umfang. Bestätigt wurde dies bisher nicht.

Status Quo

Aktuell beruhigte sich die Situation wieder, so dass nun die Frage zurück bleibt, ob dies ein Handelsfehler oder der Vorbote eines Crashs war. Wir dürfen gespannt sein, vor allem vor dem Wochenende und den weiterhin akuten negativen Rahmendaten einiger europäischer Länder. Die DAX-Indikationen schwanken aktuell um 5.800 Punkte.

Auch wenn die Volatilität eine Grundvoraussetzung für den Handel ist, wünsche ich doch ein wenig sparsamer damit umzugehen denn starke Kursschwankungen bergen nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Welche Trading-Chancen sich ergeben können, ist beispielsweise bei den Daytradern nachzulesen.



Euer Bernecker1977
(Andreas Mueller)
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Autor

Bernecker1977 ist Andreas Mueller. Als Daytrader handelt er Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures und CFDs. Sein Trading basiert auf der Charttechnik. Dort aufgebautes Wissen und Erfahrungen aus 14 Jahren Handel vermittelt der studierte Diplom-Kaufmann Andreas Mueller als Referent im Seminar, Webinar und im individuellen Coaching. Ebenso ist Bernecker1977 als Autor der Kolumne Trading-Gezwitscher bekannt. Auf wallstreet:online moderiert er zudem seit 2005 die Tages-Trading-Chancen für Daytrader und ist Ansprechpartner für alle börsenrelevante Fragen.