Newsletter

Jetzt noch besser informiert!

Abonnieren auch Sie unseren kostenlosen Nachrichten-Newsletter und verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!

  • Das Wichtigste für Sie zusammengefasst
  • Ausgewählte Artikel unserer Gastautoren
  • Eilmeldungen zu wichtigen Marktgeschehnissen

Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!

Jetzt abonnieren
Später
Push-Kurse an | Registrieren | Login
DAX-0,81 % EUR/USD+0,15 % Gold-0,15 % Öl (Brent)+1,06 %

Staatsbankrott Ist der Euro-Rettungsschirm nun doch verfassungswidrig?

Gastautor: Heiko Schrang
16.05.2011, 18:07  |  7114   |   |   

 

Die manipulative Schönrederei der Parteienvertreter hinsichtlich des Euro-Rettungsschirmes bekommt einen herben Dämpfer vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, der in einem vertraulichen Gutachten zu dem Schluss kommt, dass der Euro- Rettungsschirm verfassungswidrig sein könnte.

Das Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes sieht große Risiken beim geplanten Euro-Rettungsschirm (ESM), da Deutschland im Rahmen des ESM so weit reichende Garantien in Form von Bürgschaften übernimmt, dass diese „bei maximaler Inanspruchnahme einen dreistelligen Milliardenbetrag erreichen können“. Ferner sieht die Expertise die Gefahr von „Nachschusspflichten“, sollten einige Mitgliedsstaaten ihren Zahlungspflichten nicht nachkommen. Außerdem sehen die Experten des wissenschaftlichen Dienstes in der jetzigen Ausgestaltung des Rettungsmechanismus die Gefahr, dass gegen die Schuldenbremse des Grundgesetzes verstoßen würde und wäre somit verfassungswidrig. Das 10-seitige Gutachten macht deutlich, dass die Bürgschaften von heute schnell zu den Schulden von morgen werden könnten. Das Gespenst des Staatsbankrottes nähert sich uns unaufhaltsam, auch wenn diese unschöne Entwicklung  von den Politikern unter dem Oberbegriff Umschuldung nach außen verschönt dargestellt wird. Man hat momentan schon den Eindruck, dass das Politikergeschwätz denen von redegewandten Versicherungsvertretern ähnelt:

„Wir knüpfen Sicherungsnetze“

„Wir spannen Schutzschirme“

„Wir sichern ein solidarisches Europa“

Diese Rhetorik soll nur verschleiern, dass die große Staatsschuldenblase bald platzen könnte und Deutschland einen hohen Preis zahlen müsste. Was uns die Politik als „Stabilitätspakt“ verkauft, ist in Wahrheit nichts anderes als ein Enteignungsprogramm für Nordeuropa, nämlich ein Versailles nur ohne Krieg, in dem Deutschland zahlt.

Erstaunlich ist es schon, dass von der Euro-Konferenz, bei der diese Themen u.a.  durch Prof. Hankel, Prof. Otte und Prof. Schachtschneider erörtert wurden (s. unseren Newsletter vom 30.09.2010) keine Erwähnung in den Medien fand und jetzt erst das Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes auftaucht, in dem die schon lange bekannten Bedenken wiedergegeben wurden. Beispielsweise sprach Prof. Hankel bereits im letzten Jahr davon, dass von den 16 Ländern, die den Euro eingeführt haben, 12 unmittelbar vor dem Staatsbankrott stehen sowie darüber, dass Deutschland der Hauptzahler für die Defizitländer der Euro-Zone ist. Außerdem hat er mit seinen Professoren-Kollegen Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen das Rettungspaket eingereicht. Die Professoren-Kollegen waren sich bei der Euro-Konferenz dahingehend einig, dass der Euro so lange Bestand haben wird, so lange Deutschland zahlungsfähig ist.

Die aktuelle Situation ähnelt doch sehr dem Römischen Reich in seiner Endphase, wo Brot und Spiele an der Tagesordnung waren. Ähnlich ist es jetzt in Deutschland, wo die Fußballstadien so voll sind wie nie zuvor und in der Saison 2010/11 ein Zuschauerrekord von 13 Mio. Zuschauern aufgestellt wurde.

Napoleon Bonaparte wusste damals schon, das deutsche Volk richtig einzuschätzen, in dem er sagte: „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch keine leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nur zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinen, damit ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volks auf der Erde. Keine Lüge kann groß genug ersonnen sein, die Deutschen glauben sie.“

 

Beste Grüße

Heiko Schrang


Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch die Gastautoren, die nicht der Redaktion von wallstreet:online angehören. Ihre Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinungen und Auffassungen von wallstreet:online und deren Mitarbeiter wider.


Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Staatsbankrott Ist der Euro-Rettungsschirm nun doch verfassungswidrig?

Die manipulative Schönrederei der Parteienvertreter hinsichtlich des Euro-Rettungsschirmes bekommt einen herben Dämpfer vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, der in einem vertraulichen Gutachten zu dem Schluss kommt, dass der Euro- Rettungsschirm verfassungswidrig sein könnte.

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Abbrechen
Autor abonnieren

Heiko Schrang jetzt abonnieren

Fügen Sie den Autor Ihren Alerts hinzu und seien Sie immer informiert. Sie können Ihre Alerts bequem in der Alert-Verwaltung bearbeiten. Ebenso können Sie Alerts verknüpfen und individuelle Benachrichtigungen planen.

mehr über Alerts erfahren