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    Markttechnik Resultat im Dienstplan eines Traders

    Gastautor: Michael Voigt
     |  14.12.2012, 13:52  |  5185 Aufrufe  |   | 

    Dem Trader hingegen, der frei verfügbare Zeit hat, kann und MUSS man vorwerfen, dass er zu der Zeit, wenn die Teller auf dem Laufband des Running-Sushi aufgebaut werden, nicht schon gleich als Erster daneben steht und mit vollen Händen – egal, wie lange es dauert – alles abräumt.

    Im vorherigen Artikel Wer bestimmt den Dienstplan eines Traders? ging ich auf die Zeiteinheiten und die Großwetterlage ein. Darauf aufbauend fragt sich der Trader und Leser natürlich: was ist das Resultat?

    Dazu auch noch einmal die Grafik:

     

    Das bedeutet, das, wenn ein Trader pro Tag – einfach mal überschlägig so angenommen – nur ein, zwei Stunden lang die Möglichkeit hat, sich einem Markt zu widmen, sich die Großwetterlage  (roten Graph), viel zu langsam dreht, um dem Trader, selbst bei geduldigstem Warten, innerhalb seines Zeitrahmens ein optimales Fünf-Sterne-Setup zu präsentieren. Beziehungsweise, aus der anderen Sichtweise könnte man auch so argumentieren, dass es –wenn man schon nur so wenig Zeit hat –klüger ist, sich, statt der >kleinen< oder >kleinsten<, der >mittleren Trendgröße< zu widmen, da deren übergeordnete Großwetterlage sich so langsam »dreht«, dass die Zeichen möglicherweise sogar über mehrere Tage hinweg auf Grün stehen und  man auf dieser Trendgröße zum einen für einen Handel nur relativ wenig Zeit investieren muss, nämlich eigentlich nur für etwaige Stoppversetzungen, und man zum anderen in dem Universum von Märkten Fünf-Sterne-Setups so gut wie immer nicht nur suchen, sondern auch zur Genüge finden wird! Der Grundfehler vieler, vornehmlich des Tradinganfängers, ist es demnach, dass sie nicht alles aus den ihnen vorliegenden Großwetterlagen rausholen, was sie bei richtiger Anwendung eigentlich könnten!

    Man könnte dies – auf den ersten Blick vielleicht etwas eigentümlich – auch mit dem Besuch eines >Running Sushi<-Lokals, dessen elektrisches Laufband die Gäste mit allerlei Köstlichkeiten versorgt, vergleichen: Man nimmt sich einen der vorbeilaufenden bunten Tellerchen und wundert sich, wenn einem das Gericht geschmeckt hat und man gerne noch etwas mehr davon haben möchte, warum die anderen Tellerchen mit dieser Speise bereits am anderen Ende des Restaurants herumfahren und man selbst auf dem Laufband nur noch Sachen vor sich sieht, die man nicht mag! Übertragen auf >wenig Zeit, daher kleine Zeiteinheit!< bedeutet das man »nascht« nur mal an den Marktphasen herum und man unterlässt die lebensnotwendigen Folgetrades!

     

     

    … und genau hier liegt der – besser die - Knackpunkte:

    Mal ganz abgesehen davon, dass für einen fortgeschrittenen Trader das Unterlassenhaben von Trades innerhalb einer stimmigen Großwetterlage der größte Vorwurf ist und bleibt, ergeben sich zum anderen daraus zwei Lächerlichkeiten! Zum einen, dass man erst >stundenlang< heldenhaft die Märkte analysiert hat, um dann, wenn die Lage des – um es in der vorherigen Analogie auszudrücken – >Sushi-Laufbandes< klar ist, nun nur ein kleines Tellerchen einer der angebotenen Köstlichkeiten zu naschen, anstatt mit beiden Händen alle passenden Teller des Begehrten vom Band zu nehmen und sich den Magen damit vollzuschlagen! Zum zweiten, dass, sollte jedoch der Inhalt dieses ersten Tellerchens doch nicht munden, oftmals nur eines scheinbar übrig blieb – mit gesenktem Kopf und weiter hungrig das Lokal zu verlassen. Aber nun muss man Folgendes bedenken und trennen:

    Dem privaten Trader, der einen vom beruflichen Alltag vorgeschriebenen Zeitrahmen für den Börsenhandel hat, kann man daher immer vorwerfen, warum er nicht einen Trend höher oder aber tiefer wechselt, also auf ein schnelleres oder aber langsameres Sushi-Laufband umschwenkt, um sich so einen permanenten Zugriff auf ein vollgestelltes Laufband sicherzustellen!

    Dem Trader hingegen, der frei verfügbare Zeit hat, kann und MUSS man vorwerfen, dass er zu der Zeit, wenn die Teller auf dem Laufband des Running-Sushi aufgebaut werden, nicht schon gleich als Erster daneben steht und mit vollen Händen – egal, wie lange es dauert – alles abräumt; genauso, wie man über ihn nur maßlos den Kopf schütteln kann, wenn er, obwohl das Laufband bereits leer vor sich hin fährt, immer noch Zeit dort neben diesem verbringt! –

    Kurzum: Es wäre falsch, in der Wahl der Trendgrößen nichts als die >erlaubte< individuelle Abweichung von der Eintönigkeit zu sehen, die das Leben als Trader sonst aufweist; und doch wird dieser folgenschwere Irrtum beinahe ebenso oft begangen, wie von dem Satz >Mein Bauchgefühl sagt mir, dass dieser Markt …!< Gebrauch gemacht wird, ohne den der Tagesablauf so mancher Trader gar nicht zu denken wäre.

     

    Es bleibt die Frage, wie man überhaupt feststellen kann, welcher Trend der richtige für mich ist?

     

    Eine Antwort darauf gebe ich Ihnen im dritten Teil dieser Abhandlung.

     

    Ich darf an dieser Stelle auch auf meine Buchreihe "Der Händler" verweisen:

     

     

     

    Weiter Infos:

    Bücher: www.der-haendler.com

    Webinare: www.webinarguide.com

    Fachseminare: www.trainingswochen.de

    Software:www.agenatrader-software.com

    Cover-Art: www.campello-art.com (ab Jan 2013)


    Nächster Workshop »Aktiver Börsenhandel« mit Michael Voigt

    01. -08. Juni 2013 in Heringsdorf/ Usedom.



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    Disclaimer

    Gastautor

    Michael Voigt ist Berufshändler und Autor mehrerer Trading-Bestseller. Die Buchserie DER HÄNDLER verbindet fachliches Wissen, viele praktische Hinweise und psychologische Aspekte in genialer Weise. Laut Traders' Magazin sind sie "ein wundervolles Auffanglager für tradingfaszinierte Seelen!".

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