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    Prognosen mit Haken und Ösen

    Gastautor: Jochen Steffens
     |  18.12.2012, 10:20  |  1238 Aufrufe  |   | 

    Es wird immer offensichtlicher: Die Rally wird bei 7.600 Punkten ausgebremst. Wie gesagt, es gibt ein begründetes Interesse, den DAX bis zum großen Verfallstagbei am Freitag bei dieser Marke zu halten. Sofern keine gewichtigen Nachrichten störenden Einfluss nehmen, könnte das auch funktionieren. Sollte es gelingen, können wir sogar Prognosen über den weiteren Verlauf anstellen: Um den DAX in einem Aufwärtstrend auszubremsen, muss man entweder Aktien verkaufen oder Short-Positionen eingehen. Wenn das Ziel am Freitag erreicht wurde, wird die Bremse wieder gelöst – kurz, wir könnten bis zum Jahresende wieder stärker steigende Kurse sehen. Und zwar auch deshalb, weil natürlich die institutionellen Anleger grundsätzlich ein Interesse an möglichst hohen Kursen zum Jahresende haben. Schließlich geht es um die Performance für das Gesamtjahr. Eine aus marketingtechnischer Sicht extrem wichtige Kennzahl.

    Schade nur, dass es im DAX lediglich noch zwei Handelstage nach dem Verfallstag gibt, Donnerstag, den 27.  und Freitag den 28.12.2012.

    Es könnte alles so schön sein

    Die oben beschriebene Prognose hat aber noch einen weiteren kleinen Haken. In diesem Jahr kommt noch der Umstand hinzu, dass in den USA die Fiskalklippe mit dem Jahreswechsel eintritt. Und hierdurch kann es zu erheblichen Verzerrungen kommen. Kommt es vor dem Jahreswechsel zu einer Einigung, sollten die Kurse erheblich beflügelt werden.

    Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn eine Einigung noch in dieser Woche vor dem Verfallstag zustandekommen sollte.

    Ob sich die Kurse in den USA zwischen Weihnachten und Neujahr, sofern es noch keine Einigung bis dahin gibt, angesichts der steigenden Gefahr, dass diese nicht zustande kommt, belastet zeigen, ist wiederum schwer vorhersehbar. Schließlich könnte es rein theoretisch noch am Silvester-Abend um 23.59 Uhr eine Einigung geben. Auch sind weitere Szenarien denkbar - wie zum Beispiel eine Verschiebung der Fiskalklippe.

    Jahresendrally im DAX

    Was wir bereits jetzt festhalten können ist, dass die hier aufgestellte Prognose einer Jahresendrally zumindest im DAX eingetroffen ist. Selbst wenn die Kurse von nun an nur noch seitwärts laufen würden.

    Wie dann die weitere Entwicklung für das Gesamtjahr 2013 aussehen wird, werden wir in unserer Jahresprognose klären. Zur Erstellung dieser nutzen wir gewöhnlicherweise die Zeit zwischen den Jahren und die Woche nach dem Jahreswechsel. In dieser Zeit werden Sie also keinen Steffens Daily erhalten - auch die Börsenwoche macht Pause.

    Bei den kostenpflichtigen Börsendiensten wird logischerweise immer weitergearbeitet, zumindest was die Überwachung der Trades anbetrifft. Börse schläft halt nicht, nur weil Weihnachten ist. Und auch die immer wieder aufkommende Behauptung, dass bei den institutionellen Anlegern ab einem gewissen Zeitpunkt die Bücher geschlossen werden und deswegen nichts mehr geschieht, können Sie getrost in den Bereich der Fabeln einordnen. Das mag vielleicht früher mal so gewesen sein. Heutzutage könnte sich das keiner mehr erlauben.

    Aufwärtstrendkanal im DAX

    Kommen wir damit zum DAX:

    Obwohl der DAX bereits seit dem 11.12.2012 in einer sehr engen Seitwärtsbewegung um die 7.600er Marke gefangen ist (siehe grünes Rechteck), ist der übergeordnete Aufwärtstrend noch intakt. An der unteren Begrenzungslinie wird es spannend. Bricht er aus diesem aus oder wird er genau dort wieder die alte Aufwärtsdynamik fortsetzen? Allerdings würde ich einem Trendbruch angesichts der nahenden Feiertage und dem Jahresende keine allzugroße Bedeutung beimessen. Kurz, selbst dies wäre dann eine Prognose mit Haken…

    Viele Grüße

    Jochen Steffens

    (Quelle: www.stockstreet.de)

    Wertpapier: DAX


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