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Rohstoffe - Goldreserven: Bundesbank-Gold lagerte über Jahre im Kongo
Foto: Typomaniac - Fotolia

Rohstoffe - Goldreserven Bundesbank-Gold lagerte über Jahre im Kongo

21.12.2012, 16:12  |  1323 Aufrufe  |   | 
Die Goldreserven der Deutschen Bundesbank erregten in diesem Jahr eine hitzige Debatte – nicht allein unter Verschwörungstheoretikern. Mit gut 3396 Tonnen besitzt die Bundesbank die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Ein Großteil lagert seit Jahrzehnten im Ausland, vor allem bei der US-Notenbank Fed, aber auch in Frankreich und England. Vor diesem Hintergrund wurde erneut die Frage der Sicherheit deutscher Goldreserven im Ausland ins Spiel gebracht. Warum wird das Bundesbank-Gold nicht in Deutschland gelagert? Wie steht es um die Sicherheit des Goldschatzes im Ausland? 
 
Wie sich jetzt herausstellte, lagerte ein kleiner Teil des deutschen Goldes in früheren Jahren sogar mal in Afrika - genauer im Kongo, berichtet das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel.“ Bis zum Jahr 1998 hortete zudem die Bank of Canada 1,3 Millionen Unzen für die Deutschen. Die Bundesbank könne den Verbleib der Goldreserven seit 1951 lückenlos belegen, betont Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Doch die Sache mit dem Kongo könne er spontan auch nicht erklären.
 
In diesem Jahr übte der Bundesrechnungshof Kritik an der seit Jahren geübten Praxis der Bundesbank, sich nur auf eine schriftliche Bestätigung zu den Goldbarren durch die ausländischen Notenbanken zu verlassen. Er forderte eine regelmäßige quantitative und qualitative Überprüfung der Goldreserven im Ausland. „Ich war persönlich in diesem Jahr in Frankreich, England und den USA und habe Barren in Augenschein genommen. Die Türen standen für mich überall weit offen“, hält Thiele im „Spiegel“ dagegen. 
 
Die Gründe für die Lagerund im Ausland seien recht einfach, so der Bundesbank-Vorstand weiter. Zum einen sollten die heimischen Schatztümer vor dem Fall der Mauer so weit wie möglich vom Ostblock entfernt sein. Zum anderen seien die Goldbarren eine Notreserve: Wenn der Euro jemals zerfallen sollte, müsste das Gold schnell in handelbare Fremdwährung eingetauscht werden. Besser, wenn man dann keine großen Transporte organisieren müsse. 

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