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Morning News 22.01.13 Ausgemerkelt

Gastautor: Sven Furrer
 |  22.01.2013, 08:13  |  1456 Aufrufe  |   | 

Guten Morgen,

während der Autor dieser Morning Mail von einem Mageninfekt ausgemergelt wurde, könnte es sich für unsere Kanzlerin nach der Landtagswahl in Niedersachsen schneller ausgemerkelt haben als es sich so mancher und sie selbst wahrscheinlich vorstellen kann. Noch sieht die regierungstreue Propagandapresse Angela Merkels CDU klar in Führung bei den Bundestagswahlen. Doch mit der Niederlage in Niedersachsen verliert die Regierungskoalition das dritte von vier großen Bundesländern und damit auch die Mehrheit im Bundesrat. Somit dürften bis zum Wahltermin am 22. September keine zustimmungspflichtigen Gesetze mehr gegen den Widerstand aus Rot-Grün durchsetzbar sein. Überhaupt ist damit der politische Entscheidungsprozeß wahrscheinlich bis auf weiteres auf Eis gelegt und alle Parteien werden sich ausschließlich dem Wahlkampf mit leeren Versprechungen widmen. Was das Wahlschicksal der CDU im Spätsommer anbelangt, so sollte nicht der große Geist des "Mitläufertums" in Deutschland außer Acht gelassen werden. In Deutschland läuft man lange und gerne mit vermeintlichen Siegern mit. Das kennen wir aus unserer jüngeren Geschichte und von der großen Anhängerschaft des FC Bayern München.. Der Deutsche schwimmt nun mal nicht gerne gegen den Strom, sondern sonnt sich lieber selbst im Schatten vermeintlicher Sieger (im Falle des FC Bayerns natürlich nicht nur vermeintlicher Sieger - sonst bekomme ich hier gleich wieder auf die Mütze). Und derzeit trifft den Ruf des Siegers eher Rot-Grün als Schwarz-Gelb. Bleiben wir also auf den tatsächlichen Ausgang der Bundestagswahlen gespannt.

Während Deutschland also die nächsten Monate innenpolitisch gelähmt sein dürfte, denkt man auf europäischer Ebene über eine Gleichschaltung der Medien nach. Offiziell sieht die EU-Kommission bzw. deren Berater die Pressefreiheit insbesondere durch die vielfältigen Formen digitaler Medien in Gefahr. Inoffiziell heißt es aber in dem für die für "digitale Fragen" zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes erstellten Empfehlungen jedoch, daß eine zentrale EU-Stelle die Medien kontrollieren soll. Die zentrale Steuerung soll sogar soweit gehen, daß diese Stelle entscheidet, wer welche finanziellen Mittel für welche Berichte erhält und wer für falsche Berichterstattungen Strafen zu zahlen hat. Na, dämmert Ihnen etwas. Die Definition von Pressefreiheit in meinen Ohren klingt anders. Ein besonderer Dorn im Auge der Berater um die frühere lettische Präsidentin Varia Vike-Freiberga ist die Tatsache, daß dank der neuen Medien nahezu jeder seine Meinung verbreiten könne. Nun ja, die lettische Definition von Pressefreiheit mag eine andere als meine sein.

Nach so viel Politik noch ein Blick auf die Märkte, die ein wenig zu alter Stärke zurückgefunden haben, ihre Höchststände und den Widerstand bei 8.000 Punkten jedoch noch immer nicht überwinden konnten. Auch wenn Jens Weidmann anscheinend von seinem Aufseher Draghi eingenordet wurde und so auf dem Neujahrsempfang der Deutschen Börse AG sanft wie ein Lamm bekundet, dass sich die großen Notenbanken seiner Meinung nach wohl doch nicht in einem Abwertungswettlauf zur Monetarisierung der Schulden ihrer Heimatländer begeben haben, so sind es doch gerade wieder die Gelddruckbestrebungen der BOJ, die für den jüngsten Anstieg der Märkte gesorgt haben. Dort will man weiterhin Schrott gegen Cash ankaufen und somit Inflation generieren. Zwar befindet sich Japan seit Jahrzehnten angeblich in einer Deflation, doch versuchen Sie einmal sich in Tokio eine Wohnung zu kaufen. Solange also dieser nicht existente Abwertungswettlauf anhält (Paradoxon), so lange dürften die Aktienmärkte auch nur eine Richtung kennen.

Tendenz Vorbörse: "(ZU) RUHIG"

In diesem Sinne "Happy Trading!!!"



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Gastautor

Diplom-Kaufmann Sven Furrer ist geschäftsführender Gesellschafter der momentum Trading & Fund Advisory GmbH. Er berät institutionelle Kunden hinsichtlich Tradingstrategien, Volatilitätsresearch und Risikomanagement. Sein Expertenwissen in Bezug auf Volatilitätsstrategien und technische Handelssysteme erwarb er seit 1996 bei diversen internationalen Investmenthäusern. Hierbei spezialisierte er sich insbesondere im Bereich Handel von Aktienderivaten. Die von der momentum Trading & Fund Advisory GmbH entwickelten Trendfolgesysteme werden mittlerweile erfolgreich im Rahmen von Investmentfonds umgesetzt. Nähere Infos finden Sie unter: www.momentumadvisory.de

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