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Metro-Aktie Das große „Aber“ - mehr Pro als Kontra!

Gastautor: Frank Fischer
23.06.2015, 07:29  |  21027   |   |   

An der Metro-Aktie scheiden sich momentan die Geister. Die einen senken nach dem Verkauf von Kaufhof an die kanadische Hudson's Bay Company das Kursziel und stellen die Aktie auf „Sell“. So die französische Großbank Societe Generale. Sie kappte die Gewinnprognosen je Aktie für die kommenden drei Jahre um durchschnittlich 20 Prozent. Mit dem Verkauf verschlechtere sich das Risikoprofil des Handelskonzerns. Sorgen würde vor allem Russland bereiten. Auch die angepeilte Margen-Erholung bei der Unterhaltungselektronik-Tochter Media Saturn bleibe unsicher. Andere bemängeln, dass Metro nach dem Verkauf keine Sonderdividende an die Aktionäre ausschüttet. Das kann man so sehen.

Wir sind da ganz anderer Meinung. Für uns greifen die oben genannten Gründe viel zu kurz. Klar, der Verkauf von Kaufhof schlägt sich auch steuerlich durch, so dass die Verrechnung der Verlustvorträge in den Real- und den Cash & Carry-Märkten nicht mehr in der Organschaft mit Kaufhof möglich ist. Damit muss eine etwas höhere Steuerquote ausgewiesen werden muss, welche die Nachsteuergewinne kurzfristig belasten. Schon wieder ein Argument „Kontra Metro“.

Das große „Aber“!

Aber – und jetzt kommt das große Aber:  Ursprünglich sollten mal 2 Milliarden Euro beim Verkauf erlöst werden. Das war für Vorstandschef Olaf Koch zu wenig. Jetzt hat er es richtig gemacht und über 2,8 Milliarden Euro erzielt. Aus unserer Sicht ist das eine sehr gute Managemententscheidung. Wie es als Fondsmanager manchmal auch besser ist, erst einmal nichts zu machen! Wir denken, dass der Mann einen Top-Job macht. Der Markt überreagiert nach Bekanntwerden des Deals, wegen der fehlenden Sonderausschüttung. Aber das ist typisches Angelsachsen-Denken: Jetzt schnell die Kohle einfahren, ohne an die Zukunft des Unternehmens zu denken. Das ist nicht unser Ansatz, wir sehen das mittelfristige Potential.

Aus dem Verkauf erwartet Metro einen Mittelzufluss von rund 1,6 Milliarden Euro und eine Verringerung der Rating-relevanten Nettoverschuldung um rund 2,7 Milliarden Euro. Da ist ein Cash Inflow von 1,6 Mrd. Euro, niedrigere Pensionsverpflichtungen von 400 Mio. Euro, geringere Bankverbindlichkeiten und einiges mehr. Überdies ist ein positiver Sondereffekt für das operative Ergebnis von rund 700 Millionen Euro eingeplant. Statt die besagte Extradividende auszuzahlen will das Management verstärkt in den Ausbau und das Wachstum der Metro-Kerngeschäfte investieren, nämlich den Großhandel von Metro Cash & Carry, die Unterhaltungselektroniksparte Media-Saturn und eben die SB-Warenhäuser von Real.

Spielraum für Um- und Ausbau

Koch hat durch den Verkauf nun einen viel größeren Spielraum für den Um- und Ausbau des Konzerns. Zum einen kann er jetzt fast 2 Milliarden Euro neu investieren. Dabei dürfte der Fokus auf Wachstumsländern wie China, Indien, der Türkei und auch Russland liegen. Vielleicht kommt sogar noch ein neuer Auslandsmarkt hinzu. Dann geht es darum, Real nachhaltig profitabel zu machen. Ein erster Schritt (der allerdings nichts mit dem Verkauf von Kaufhof zu tun hat) wurde bereits eingeleitet. So wird die Metro-Tochter aus der Tarifbindung aussteigen. Das schmeckt den Gewerkschaften natürlich nicht, ist aber dringend notwendig, da die Gehälter der Real-Mitarbeiter um rund 20 Prozent höher liegen, als die der Konkurrenz. Ein Haustarifvertrag soll es jetzt richten. Wenn der in trockenen Tüchern ist, kann sich Real an die dringend notwendige Modernisierung seiner Märkte machen, um langfristig wieder gutes Geld zu verdienen. Die finanziellen Mittel zur Modernisierung sind jetzt vorhanden.

Fazit: CEO Koch hat mit der Veräußerung von Kaufhof einen sehr guten Preis erzielt und damit finanziellen Spielraum, um die Metro-Gruppe langfristig profitabel zu machen. Da ist die Fokussierung auf die Kernmarken und Länder, sowie die Modernisierungsmaßnahmen, um wieder wachsen zu können. Man sollte Olaf Koch Zeit geben. Wir begleiten ihn gerne dabei, denn die Aktie hat unserer Meinung nach mittelfristig großes Potential. Und über die Dividende bekommen wir eine ordentliche Rendite von rund 3 Prozent – auch ohne Sonderausschüttung.

 

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Themen: Metro, Euro, Real


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Frank Fischer, Chief Investment Officer der Shareholder Value Management AG und in dieser Funktion verantwortlich für den „Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen“, schreibt regelmäßig über die internationalen Aktienmärkte. Als überzeugter Value-Investor hat Fischer langjährige Expertise in allen Fragen rund um Fonds, Börse, aber auch das Stiftungswesen. In seinen regelmäßigen Marktkommentaren legt er besonderes Augenmerk auf Behavioral Finance, sowie Investments in Small- und Midcap-Werte.

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