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Ölpreis Öl-Crash setzt Russland unter Druck - Jetzt muss Moskau sogar an sein Tafelsilber

18.01.2016, 10:07  |  7237   |   |   

Der Iran ist zurück auf der internationalen Bühne und prompt purzeln die Ölpreise. Ein Barrel der Marke Brent ist mittlerweile so billig wie seit 2003 nicht mehr. Unterdessen zwingt der dramatische Preisverfall Russland zu einer unliebsamen Entscheidung.

Am Freitagabend hob die internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien grünes Licht für die Aussetzung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran. Es ist das Ende einer mehr als zehn Jahre dauernden Isolation Teherans. Unter den Unternehmen herrscht nun so etwas wie Goldgräberstimmung, auch deutsche Firmen wittern das große Geschäft (Mehr dazu hier).

Gute Nachrichten also für die Wirtschaft, doch auf dem Ölmarkt sorgte die Aufhebung der Handelssanktionen für weiteren Abwärtsdruck. Mit dem Iran kehrt ein wichtiger Ölexporteur zurück. Für den Ölmarkt hat die Rückkehr große Relevanz, weil Teheran bereits angekündigt hat, seine Rohölausfuhren um etwa 500 000 Barrel pro Tag hochzufahren (siehe hierzu auch: Der Erzrivale kehrt zurück - Geht der Ölpreis-Krieg jetzt erst richtig los?). Damit dürfte das ohnehin hohe Weltangebot - Hauptgrund für den Ölpreisverfall - noch größer werden. Entsprechend haben die Ölpreise am Montag ihren Sinkflug fortgesetzt. Ein Barrel der europäischen Sorte Brent kostete im Tief 27,70 US-Dollar und damit so wenig wie seit November 2003 nicht mehr. Amerikanisches WTI-Öl fiel bis auf 28,36 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2003.

Der dramatische Preisverfall zwingt die Ölstaaten zum Umdenken. Auch Russland will nun gegensteuern – mit einem altbekannten Rezept.

Ölpreis (Brent) im Zehn-Jahreschart

Ölkonzern soll teilweise verkauft werden

Als Reaktion auf den Öl-Crash erwägt Moskau eine Teilprivatisierung des Rohstoffkonzerns Rosneft. Es gehe um ein Paket von 19,5 Prozent, sagte Finanzminister Anton Siluanow laut dpa-AFX am Samstag im Staatsfernsehen. Diese Anteile seien bereits vor einigen Jahren dafür im Gespräch gewesen. Derzeit hält die Regierung Rosneft zufolge rund 70 Prozent an dem Ölgiganten.

Der stetige Ölpreisverfall in den vergangenen anderthalb Jahren setzt den russischen Staatshaushalt immer stärker unter Druck. Laut Experten hängt der Etat der Rohstoffmacht etwa zur Hälfte von den Einnahmen aus dem Handel mit Öl und Gas ab. Der Haushalt für 2016 basiert auf einem angenommenen Ölpreis von 50 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Inzwischen kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent jedoch weniger als 30 Dollar.

Privatisierungen als Krisenmaßnahmen sind in Russland nichts Neues. Die russische Regierung hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Privatisierungen angekündigt, um sich bei Engpässen Geld zu beschaffen - so auch in der schweren Finanzkrise 2009. Laut Finanzminister Siluanow könnten auch Anteile anderer Staatsunternehmen, etwa der Banken, künftig verkauft werden, um Haushaltslücken zu stopfen.



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Ölpreis Öl-Crash setzt Russland unter Druck - Jetzt muss Moskau sogar an sein Tafelsilber

Der Iran ist zurück auf der internationalen Bühne und prompt purzeln die Ölpreise. Ein Barrel der Marke Brent ist mittlerweile so billig wie seit 2003 nicht mehr. Unterdessen zwingt der dramatische Preisverfall Russland zu einer unliebsamen Entscheidung.

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