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10 US-Dollar pro Barrel Obama plant Öl-Steuer - Experte geschockt: "Das wäre das Ende der US-Ölindustrie!"

05.02.2016, 14:09  |  11976   |   |   

Barack Obama will sich mit einem Paukenschlag aus dem mächtigsten Amt der Welt verabschieden. Seine politischen Gegner sind empört. Ein bekannter Investor prophezeit gar das Ende der US-Ölindustrie.

US-Präsident Barack Obama sorgt sich um den niedrigen Ölpreis. Genauer gesagt darum, was er mit den Verbrauchern machen wird. Diese nämlich könnten durch die niedrigen Preise für Rohöl erst recht dazu animiert werden, Energie zu verbrauchen. Ohnehin sind die Amerikaner nicht gerade für ihre Energiesparsamkeit oder ein allzu großes Umweltbewusstsein bekannt. Um die Bevölkerung zu einem „sparsameren Umgang mit Öl“ zu erziehen, plant Obama jetzt eine Erziehungsmaßnahme, die die Industrie auf die Barrikaden treibt: Er will eine Öl-Steuer einführen.

Geht es nach dem US-Präsidenten, sollten Mineralölfirmen künftig zehn US-Dollar pro Barrel an den Staat abführen. Diese könnten die Mehrausgaben, die diese Sondersteuer verursacht, dann von ihren Kunden einfordern, teilte das Weiße Haus laut „Süddeutsche Zeitung“ mit. Die Öl-Steuer ist Teil des Haushaltsplans für 2017, den Obama dem US-Kongress vorlegen wird.

Ölindustrie reagiert empört

Es sei nicht besonders sinnvoll, in einer solchen Situation der Branche zusätzliche Kosten aufzubürden, so ein Sprecher der Independent Petroleum Association of America (IPAA). Gerade erst verkündete US-Ölriese Exxon Mobil den niedrigsten Gewinn seit 2002. Auch andere Ölunternehmen erlitten durch den niedrigen Ölpreis herbe Gewinneinbrüche. Für nicht wenige Firmen geht es um die Existenz. BlackRock-Chef Larry Fink warnte zuletzt, bis zu 400 Unternehmen würden den niedrigen Ölpreis nicht überleben (Mehr dazu hier).

Der bekannte Öl-Investor T. Boone Pickens äußerte seinen Unmut über Obamas Vorstoß auf Twitter. „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, schimpft er. „Die dümmste Idee aller Zeiten?“ Eine solche Sondersteuer würde die Öl- und Gasindustrie in den Ruin treiben, so Boone Pickens.

So groß die Empörung, so gering die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich zu der Öl-Steuer kommt. Denn der US-Kongress, der den Haushaltsplan letztlich billigt, wird derzeit von den Republikanern dominiert. Angesichts ihrer Reaktionen, vor allem aber angesichts der Tatsache, dass sich das Land mitten im Wahlkampf befindet, darf wohl zu Recht bezweifelt werden, dass sie Obamas Öl-Steuer durchwinken werden. Das weiß nicht zuletzt auch Obama selbst. Aber er ist auch Profi genug zu wissen, wie wertvoll so ein Medienhype sein kann.



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