DAX+0,33 % EUR/USD+0,02 % Gold+0,46 % Öl (Brent)+1,29 %
Marktkommentar: Veritas Investment - Ve-RI Equities Europe: Aktien-Investment mit System
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar Veritas Investment - Ve-RI Equities Europe: Aktien-Investment mit System

Nachrichtenquelle: Asset Standard
12.05.2016, 10:38  |  534   |   |   

Die Senior Fund Manager Marcus Russ (links) und Christian Riemann im Büro von Veritas Investment in Frankfurt

Der Ve-RI Equities Europe von Veritas Investment legt das Geld der Anleger in europäischen Aktien an. Die Auswahl erfolgt auf Basis eines systematischen Investmentprozesses - und mit einer speziellen Methode der Risikobegrenzung.

Drei, vier Bildschirme auf dem Schreibtisch. Kursgrafiken, Zahlenkolonnen, Börsennews. Das Telefon gibt keine Ruhe. New York, Tokio, London. 24 Stunden. Kaufen, verkaufen? Jede Nachricht kann wichtig sein. Jede Sekunde zählt. Enormer Druck, ständige Hektik. So oder ähnlich werden sich nicht wenige die Arbeit als Manager eines Aktienfonds vorstellen. Die Realität indes ist eine andere, jedenfalls im Fondsmanagement von Veritas Investment in Frankfurt. Monitore mit Grafiken und Zahlen gibt es natürlich auch dort zur Genüge, doch die Arbeit sieht ganz anders aus. Für die Anlage des Geldes des Fonds Ve-RI Equities Europe lassen sich die Manager nicht von kurzfristigen Trends oder Prognosen leiten. Vielmehr vertrauen sie einem systematischen Investmentprozess und passen ihre Aktienauswahl grundsätzlich nur alle drei Monate an.

Das "Investment der ruhigen Hand" hat bislang Erfolg. Seit einer Strategieanpassung ab März 2013 zählt der Ve-RI Equities Europe nach Berechnung des DFI auf Basis von Zahlen des Datenanbieters Morningstar zu den besten 25 Prozent und damit zu den Top-Fonds seiner Vergleichsgruppe. Berücksichtigt wurden bei der Berechnung die Rendite und die Volatilität, also die üblicherweise zur Risikomessung herangezogene Schwankungsintensität, über einen Zeitraum von einem und drei Jahren. So verzeichnete die für den Publikumsvertrieb vorgesehene Anlageklasse R des Fonds in den drei Jahren von 1. März 2013 bis 29. Februar 2016 - trotz der spürbaren Korrekturen an den weltweiten Aktienmärkten im Januar 2016 - einen Wertzuwachs von insgesamt 32,95 Prozent, wobei Rückflüsse aus Dividenden wieder angelegt (thesauriert) wurden.

Fast 50 Prozent besser

Nach den Morningstar-Daten erreichte der Fonds in dem Drei-Jahres-Zeitraum eine annualisierte Rendite von 9,96 Prozent jährlich. Der Ve-RI Equities Europe lag damit mehr als drei Prozentpunkte oder fast 50 Prozent über dem Durchschnitt seiner Kategorie (6,75 Prozent p.a.). Hinsichtlich der Volatilität (Standardabweichung) belegte er unter den 495 Vergleichsfonds dabei einen Platz unter den besten zehn Prozent. Der Fonds hat das sehr gute Ergebnis also mit einem weit unterdurchschnittlichen Risiko erreicht.

Bis Februar 2013 hatte er nur in deutschen Aktien angelegt und zudem eine andere Auswahlstrategie für die einzelnen Titel verfolgt. Die früheren Ergebnisse für Zeiträume von fünf und zehn Jahren sind insofern nicht vergleichbar und wurden vom DFI bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Seit der Strategieanpassung investiert der Fonds europaweit. Basis für die Auswahl der Aktien sind rund 600 Titel mit einem bestimmten täglichen Mindest-Handelsvolumen. Das stellt sicher, dass die Papiere stets problemlos ge- und verkauft werden können. 30 davon wählt das Fondsmanagement nach einem festen System aus (siehe Interview). Neben den Kriterien "Quality" und "Value" sowie Merkmalen der Unternehmensführung hat dabei insbesondere eine spezielle Größe Gewicht: Der "extrem Value at Risk" (eVaR). Damit ist der maximale Wertverlust gemeint, der auch bei dem Eintritt eines Extremereignisses - also eines starken allgemeinen Kurseinbruches - mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit von zum Beispiel 99,5 Prozent nicht überschritten wird.

Hintergrund ist, dass einzelne Aktien bei generellen Markteinbrüchen sehr unterschiedlich reagieren. Manche Titel sind vergleichsweise stabil, andere verhalten sich überdurchschnittlich sensibel. Je niedriger der eVaR ist, desto geringer sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die Verluste bei Extremereignissen. Die Berechnung ist anspruchsvoll. Veritas ermittelt im ersten Schritt die historischen Verluste aller relevanten Aktien über Zeiträume von jeweils zehn Tagen. Aus den Daten und den allgemeinen Marktbewegungen der Vergangenheit lassen sich mit mathematischen Modellen Verlustwahrscheinlichkeiten für die Zukunft errechnen.

Üblicherweise erfolgen solche Berechnungen auf Basis einer angenommenen Normalverteilung der Extremwerte, also der klassischen "Glockenkurve", bei der sich die Einzelwerte in einer bestimmten Funktion symmetrisch um den Mittelwert verteilen und umso seltener vorkommen, je weiter sie von diesem entfernt sind. Doch die Realität der Börsen sieht anders aus. Die Kursverläufe sind höchst unregelmäßig und ändern sich nicht selten abrupt.

Veritas bedient sich daher eines Modells, das auch Erkenntnisse aus einer völlig anderen Disziplin berücksichtigt, in der Extremereignisse ebenfalls eine zentrale Rolle spielen: Naturkatastrophenforschung. Elemente daraus wurden von der RC Bankengruppe nach eigener Darstellung für die Finanzmärkte adaptiert und die Methode von ihr zum Patent angemeldet. Veritas darf sie nutzen.

Nun handelt es sich um ein mathematisches Modell. Dass die Realität sich immer daran hält, ist nicht sicher. Doch in der Vergangenheit hat die Auswahlstrategie gut funktioniert. Das belegen nicht nur die tatsächlichen Ergebnisse des Ve-RI Equities Europe seit März 2013, sondern auch ein Backtest, den Veritas mit allen seinen Auswahlkriterien von Februar 2004 bis April 2013 durchgeführt hat. Demnach hätte ein nach diesen Kriterien ausgewähltes Aktienportfolio in dem Zeitraum insgesamt deutlich besser abgeschnitten als der Index Stoxx Europe 600 (NR) EUR: Plus 149,5 Prozent gegenüber plus 62,7 Prozent.

Das ist zwar keine Garantie für die Zukunft. Aber die Zahlen der Rückschau belegen zweierlei. Erstens: Eine mathematische Risikobegrenzung bedeutet nicht automatisch den Verzicht auf Gewinnchancen. Zweitens: Es kann tatsächlich von Vorteil sein, sich nicht von der täglichen Hysterie der Finanzmärkte leiten zu lassen.

© Deutsches Finanzdienstleistungs-Institut GmbH (DFI), April 2016. Foto: Oliver Roesler oro photography / DFI Top-Fonds Deutsches Finanzdienstleistungs-Institut

Der Spar-Tarif für Ihr comdirect Depot!

Sparen Sie sich teure Ausgabeaufschläge und Gebühren: Eröffnen Sie Ihr Depot über FondsDiscount.de und Sie profitieren von dem günstigen Tarifmodell. Sie haben bereits ein Depot bei der comdirect? Kein Problem. Ein einfacher Vermittlerwechsel genügt und der Spar-Tarif wird automatisch hinterlegt.

Themen: Aktien, Invest, Fonds


Verpassen Sie keine Nachrichten von Asset Standard

AssetStandard ist das führende Portal für Vermögensverwaltende Produkte in Deutschland. Auf www.assetstandard.com werden alle Daten, Dokumente und Informationen zu diesem wachsenden Marktsegment gebündelt. Einheitliche Standards ermöglichen einzigartige Vergleiche zu den Anlageprodukten. Das Portal beinhaltet umfassende Recherche-, Analyse- und Informationsmöglichkeiten bis hin zum Asset Manager eines einzelnen Produkts.

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Jetzt Fonds ohne Ausgabeaufschlag handeln und dauerhaft Depotgebühren bei comdirect sparen!

  • über 13.000 Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag
  • kostenlose Depotführung
  • über 450 Fonds für Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag
  • Sonderkonditionen für Transaktionen


Sie haben bereits ein Depot bei comdirect?

Kein Problem. Ein einfacher kostenloser Vermittlerwechsel genügt und Sie können auch von den günstigen Konditionen profitieren.

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel