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Riyal-Dollar-Kopplung Schwarzer Schwan auf den Ölmeeren - Sinkt der Ölpreis auf 25 US-Dollar pro Fass?

24.05.2016, 14:01  |  9110   |   |   

Locken die vermeintlich positiven Entwicklungen auf dem Ölmarkt den "Schwarzen Schwan" hervor? Das befürchten Experten, wenn es zu einer Abkopplung des saudischen Riyal vom Dollar kommen würde. Die Folge wäre ein heftiger Preissturz auf bis zu 25 Dollar pro Fass.

Eigentlich machen die derzeitigen Entwicklungen am Ölmarkt einen recht vielversprechenden Eindruck. Der solide Preisanstieg bei Brent und WTI, eine höhere Nachfrage, verringerte Fördermengen aufseiten der Nicht-OPEC-Mitglieder sowie eine stabilere Wirtschaftslage in China dürften jedem Anleger nunmehr eine längere Atempause von der jüngsten Krise am Ölmarkt verschafft haben. Es könnte alles so schön sein…

Wäre da nicht die leise Warnung einiger Rohstoff-Experten, die angesichts der unberechenbaren Haltung Saudi-Arabiens nur zwiespältig in die Zukunft blicken. Bei der Prognose unterschiedlicher Szenarien geistert derzeit ein Begriff durch die Finanzwelt, der so viel Unheil verkündet, wie es nur das „Dunkle Mal“ in der Zaubererwelt von Harry Potter vermag. Die Rede ist vom „Schwarzen Schwan“ – er steht für das befürchtete Ereignis, wenn die Saudis auf die Idee kämen, den Riyal vom Dollar abzukoppeln.

Die Wahrscheinlichkeit hierfür steigt mit zunehmender Stärke des Dollars - ein Problem für Saudi Arabien, hat das Land doch keine Möglichkeit, seine Währung in Folge der massiven Verluste aus dem Ölgeschäft vorerst abzuwerten, um damit wettbewerbsfähig zu bleiben. Natürlich gibt es da immer noch die Option, die hauseigenen Fördermengen zu reduzieren und somit für einen weiteren Preisanstieg zu sorgen. Mit Blick auf die Konkurrenz aus dem Nachbarland Iran hatte der saudische Vize-Kronprinz Mohammed bin Salman jedoch im April seine Haltung zu diesem Thema mehr als deutlich klargemacht ("Uns sind die Ölpreise egal! Ob 30 oder 70 Dollar – das ist alles dasselbe für uns.")

Sollte es also tatsächlich eines Tages zu einer Entkopplung des Riyal vom Dollar kommen, so würde sich dies mehr als verheerend auf den Ölpreis auswirken. Wie der „Business Insider“ berichtet, sprechen Experten hier von einem Preissturz auf bis zu 25 US-Dollar pro Fass. Damit wären sämtliche Zugewinne der letzten drei Monate auf einen Schlag zunichte gemacht.

Andere versuchen indes zu beruhigen: Bevor Saudi Arabien seine Währung abwertet, würde das Königreich eher noch weitere Ausgabenkürzungen vornehmen, weswegen die Kopplung bestehen bleiben wird, so die Meinung des Wirtschaftswissenschaftler Jason Tuvey vom Forschungsinstituts Capital Economics.

Demgegenüber ließ der Geschäftsführer von PointState Capital, Zach Schreiber, jüngst verlauten, dass er bereits gegen den saudischen Riyal wette. Er glaube fest daran, dass die verhältnismäßig immer noch niedrigen Ölpreise sowie steigende Kosten zu einer baldigen Abkopplung führen werden. Vor zwei Jahren hatte Schreiber schon mal einen Volltreffer gelandet. Mit einer Wette gegen den Ölpreis  gewann er eine Milliarde US-Dollar.

Wertpapier: Öl (Brent), Öl (WTI)


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Zitat von NachrichtenLocken die vermeintlich positiven Entwicklungen auf dem Ölmarkt den "Schwarzen Schwan" hervor? Das befürchten Experten, wenn es zu einer Abkopplung des saudischen Riyal vom Dollar kommen würde. Die Folge wäre ein Preissturz auf bis zu 25 Dollar pro Fass.<br /><br />Lesen Sie den ganzen Artikel: <a href="/nachricht/8628949-riyal-dollar-kopplung-schwarzer-schwan-oelmeeren-sinkt-oelpreis-25-us-dollar-fass" title="" >Riyal-Dollar-Kopplung: Schwarzer Schwan auf den Ölmeeren - Sinkt der Ölpreis auf 25 US-Dollar pro Fass?</a>


Im Jahre 2007 schrieb der Hedge Fund Manager Nassim Nicholas Taleb das Buch der schwarze Schwan und sagte darin die Subprime-Crisis im Weiteren die Finanzkrise voraus.
Zitat von ichbinesHans Werner Sinn sagt zu Grichenland:„Athen sollte Sprung in eigene Währung wagen“

Nur der USA würde es nicht passen. Saudi Arabien

Siehe Irak;)
Hans Werner Sinn sagt zu Grichenland:„Athen sollte Sprung in eigene Währung wagen“

Nur der USA würde es nicht passen.

Siehe Irak;)

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