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DAX-Chartanalyse DAX vor Brexit in dieser Range gefangen

Gastautor: Andreas Mueller
19.06.2016, 12:27  |  5816   |   |   

Gezeigte Unterstützung 1 aus Vorwoche generierte Ziel 2 und wurde nach Plan erreicht. Charttechnik und Marktteilnehmer waren sich hier einig, was vor dem Brexit erneut zur Debatte stehen sollte. Folgende Marken ergeben sich für das Trading.

Anleger und Trader wurden in dieser Handelswoche ordentlich durchgeschüttelt. Mit einer Bandbreite von fast 400 Punkten konnte der Deutsche Aktienindex erneut mehr Volatilität als der punktemäßig viel höher notierende Dow Jones erzeugen. Sicherlich ist das auch einer der Gründe, warum viele Trader den DAX handeln möchten. Hier muss man jedoch auch immer auf die zwei Seiten von Volatilität hinweisen. Denn nicht nur Gewinne winken bei einer starken Bewegung, sondern im Falle einer gegenläufigen Positionierung auch entsprechend schnelle Verlustrisiken.

 

Um diese zu minimieren, schaue ich immer wieder gerne auf die größeren Zeiteinheiten. Diesen Überblick verschafft sich ebenfalls das große Kapital am Markt und handelt entsprechend, so dass ich größere Bewegungen im Fahrwasser dieser Kapitalbewegungen ein wenig mitrudern kann.

 

Chartanalyse im Fazit

 

In der Vorwoche hatte ich nach dem schnellen Ausverkauf unter 10.000 Punkten auf zwei markante Unterstützungen hingewiesen. Bei 9.800 und danach erst wieder um 9.500 etwa. Zitat als Rückblick zur Vorwochenanalyse (nachzulesen unter: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/8676914-dax-chartanalyse-dax ...)

In Abhängigkeit der Kaufbereitschaft am Montag und der Höhe einer Gegenbewegung, kann man dann entweder Entwarnung geben oder von weiteren Abgaben ausgehen und sich etwas preiswerter short positionieren. Denn wenn diese Zone verlassen wird auf der Unterseite, haben wir im Chart erst wieder bei 9.500 die nächste große Unterstützung. Beide Zonen habe ich im Tageschart eingezeichnet:

 

Eine Kaufbereitschaft gab es zum Wochenstart wohl kaum zu beobachten. Bereits vom Start weg kam weiterer Abgabedruck in den Markt und ließ so die erste gedachte Unterstützung um 9.800 sofort durchbrechen. Das nächste Ziel, die Unterstützung 2, wurde damit im Tageschart aktiviert. Bereits am Dienstag mit 9.507 sogar fast erreicht, was ich zeitnah in den Tages-Trading-Chancen (Sprungmarke zum Beitrag ->) und auf Facebook mitteilte. Ein erster Abprall an diesem Bereich brachte rund 150 dynamische Punkte, doch richtig getestet sollte er erst am Donnerstag noch einmal werden.

 

Dazwischen lag die mit Spannung erwartete US-Notenbanksitzung FED am Mittwoch. Hier kam es jedoch zu weniger Spannung als im Vorfeld angenommen, so dass die Märkte erst nach einer Nachtruhe darauf zu reagieren schienen. Ist die Zinswende nun abgesagt? Dazu hatte Jochen Stanzl ein spannendes Video hier veröffentlicht: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/8598369-geldpolitik-zinswend ...

Doch zurück zum Chartbild, welches dann am Donnerstag die Tiefs aus April sehr genau testete. Bereits vorbörslich sackte der DAX auf 9.43x Punkte und damit auf das Tief vom 07.04.2016 - mit XETRA-Eröffnung trat bereits die Erholung ein und führte bis Freitagabend hinfort. Nach aktueller Taxierung stehen wir somit bei rund 9.700 Punkten und sind von der Unterstützung 2 somit ordentlich abgeprallt.

 

Der aktualisierte Tageschart sieht wie folgt aus:

 

Den wichtigen Chartausschnitt vergrößere ich an dieser Stelle, damit man genauer die beiden Unterstützungszonen sehen kann:

 

Entwarnung nach dem Ausverkauf?

 

Eine Entwarnung des Ausverkaufs kann man an dieser Stelle nicht geben. Denn auf der Oberseite dominiert noch immer der Abwärtstrend (bzw. die Abwärtstendenz in rot), auch wenn diese weit entfernt ist. Für das bullische Szenario muss der DAX erst wieder über 9.800 Punkten notieren, die Vorwochenverluste somit neutralisieren, und kann erst dann in Richtung 10.000 steigen. Ich habe dieses Szenario mit einem grünen Pfeil versehen und würde es wie geschrieben erst über 9.800 in Betracht ziehen.

 

Sollte die Unterstützung 2 noch einmal angelaufen und unterboten werden, ist mit weiteren Panikverkäufen zu rechnen. Unter 9.400 ist damit die Fahrt frei in Richtung 9.200 und die nächste runde Tausendermarke - das Brexit-Szenario.

 

 

Apropos Brexit: Die Abstimmung der Engländer findet am Donnerstag statt. Bis dahin gibt es vermutlich eine Menge Positionierungne und Auflösungen von Positionen. Kleinste Meldungen und Umfragen aus England können hier schnelle Bewegungen auslösen. Mein Fazit bleibt daher objektiv und nüchtern: Trades an den gezeigten Zonen bzw. in deren Richtung eingehen und eng absichern. So kommen Sie auch durch diese hektischen Börsenzeiten mit guten Wahrscheinlichkeiten auf ein paar kleine Gewinne ;-)

 

Zum Nachdenken und Diskutieren

 

Experten sind sich fast schon zu einig, dass ein Brexit verhindert wird, aber im Falle des Falles starke Abgaben drohen werden. Das macht mich sehr skeptisch. Auf einen Ausgang "wetten" werde ich im Vorfeld dennoch nicht, aber auf die Bewegungen reagieren.

Dies wird sich dann jedoch erst in kleineren Zeiteinheiten zeigen. Analysiert und besprochen werden diese wie gewohnt in den Tages-Trading-Chancen (Direktlink zur aktuellen Diskussion ->). Meine Chartanalyse gibt es umfassend jedoch nur hier im Nachrichtenbereich. Um immer zeitnah informiert zu werden, abonniert mich oder entsprechend auch andere Autoren. Ihr findet den Button oben rechts...

Viel Erfolg dabei wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

Wertpapier: DAX, Dow Jones


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Hinter Bernecker1977 steht der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

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