DAX+0,45 % EUR/USD-0,13 % Gold-0,08 % Öl (Brent)0,00 %
DAX-Chartanalyse: DAX nach der Konsolidierungswoche

DAX-Chartanalyse DAX nach der Konsolidierungswoche

Gastautor: Andreas Mueller
10.07.2016, 12:39  |  6607   |   |   

Rückblick Vorwoche und Ausblick kommende Woche für den DAX im Rahmen der Charttechnik als Chartanalyse von Andreas Mueller.

Die Widerstände und offenen GAP's im Deutschen Aktienindex waren doch stärker, als es die Bullen noch vor einer Woche annahmen. Ein direkter weiterer Durchmarsch zur 10.000er-Marke blieb somit aus. Auf die vor einer Woche anstehende Entscheidungsmarke bei 9.800 Punkten hatte ich in der letzten Analyse mit folgenden Worten hingewiesen.

 

Rückblick Vorwochen-Analyse

 

Vor einer Woche schrieb ich unter Chancen erkennen und...->

Variante long:

Durchbrechen wir die 9.800 Punkte, ist die Schließung des Insel-GAP's als erstes Ziel anzusehen, welches gleich Potenzial bis 9.900 und bei Dynamik auch die 10.000 schnell auf den Kurszettel zurückrufen könnte.

Variante short:

Durchbrechen wir allerdings den eingezeichneten Aufwärtstrend, nimmt der Druck auf Deutsche Aktien erneut zu und dürfte sich unter 9.700 zuspitzen. Denn dort liegen dann die Stopps der kurzfristig eingestiegenen Schnäppchenjäger.

Rückblick im Chart:

 

Verlauf in aktueller Woche

 

Das Hoch war zum Wochenstart Montags auf gleicher Höhe wie das Hoch am Freitagabend zuvor. Somit bleibt das eingezeichnete "Offene GAP zur Insel" im Chartbild vorhanden, weil es sich zum Widerstand etabliert hat.

Im weiteren Verlauf durchbrach der DAX dann die eingezeichnete Aufwärtstrendlinie und fiel wie erwartet, durch Auslösung diverser Stopp-Orders, merklich tiefer. Bis rund 9.300 Punkte hinab waren dies in Summe ein Abverkauf von 500 Punkten. Doch damit hatte sich letztlich kein neuer Trend etabliert. Erneut gab es Kaufinteresse, diesmal vermutlich jedoch aus dem Ausland.

Ich zeichne an dieser Stelle den erfolgten Short-Trigger in das weitergeführte Chartbild der Vorwoche ein.

Der DAX drehte erneut nach oben und markierte mit 9.300 Punkten am Mittwoch und 9.400 Punkten am Freitag zwei etwas höher als die Brexit-basierten Tiefpunkte. Daraus lässt sich im Chartbild eine neue Aufwärtstendenz konstruieren, die ich im gleichen Chartbild nun grün einzeichne und die das Wort aus der Überschrift "Konsolidierungwoche" mit Inhalt füllt.

Solche lokalen Verlaufstiefs (ebenso wie Verlaufshochs) sind wichtige Trigger für zumindest kurzfristige Ausbrüche. Einen davon stellte ich bspw. am Freitag in den Tages-Trading-Chancen gegen Mittag bei 9.500 Punkten vor. Auch dieses Bild möchte ich an dieser Stelle nicht vorenthalten.

(Nachzulesen in der Daytrader-Diskussion unter diesem Link ->)

 

Korrelation mit dem Dow Jones

 

Es gab einen versöhnlichen Wochenausklang, der letztlich von den US-Arbeitsmarktdaten angeheizt wurde. Diese lagen über den Erwartungen und zeigen eine robuste Konjunkturlage auf. wallstreet-online berichtete darüber unter ->

Direkte Auswirkungen hatte dies natürlich auf den Dow Jones. Er notiert jetzt nur wenige Punkte, genau genommen rund 1 Prozent, unter seinem Allzeithoch! Ein direkter Blick auf den Tageschart mit Zeitraum November 2014 bis jetzt zeigt dies deutlich.

 

Und was bedeutet dies für den DAX?

 

Auf den ersten Blick könnte man denken, er hat eine Menge aufzuholen bis zu seinem Allzeithoch. Doch gibt es nicht ohne Grund mehrere Börsen auf der Welt. Eine direkte Korrelation ist nicht immer herstellbar, gerade wenn die wirtschaftlichen Entwicklungen sich unterscheiden. Und wir sind hier den USA etwas hinterher, was sicherlich nun auch dem Brexit und damit verbundenen offenen Fragen geschuldet ist. Eine Aufzählung der politischen und wirtschaftlichen Themen macht an dieser Stelle keinen Sinn und würde den Rahmen sprengen. Von daher schaue ich direkt ohne Emotionen wieder auf den Stundenchart und orientiere mich bei der kommenden Bewegung an den eingezeichnenen Linien.

Diese sind auf der Oberseite das Vorwochenhoch (noch immer also!) und damit das offene GAP bei 9.800 Punkten. 

Auf der Unterseite ist Platz bis zur eingezeichneten Aufwärtstendenz und erst darunter eine gewisse Panik zu spüren. Auf dem Weg dahin bietet dies 9.500 allerdings noch Unterstützung (siehe Einschub der Trading-Idee am Freitag).

 

Mein Favorit ist das grüne Szenario, wobei ich hier bei 9.800-Annäherung die Position direkt verkaufen würde und das Verhalten an diesem Widerstand zuerst beobachte. Parallel schaue ich hierbei auf den Dow Jones, ob er den Angriff auf das Allzeithoch tätigt oder sich abwendet. Schaffen die Bullen eine kleine Rallye und der DAX die 9.800 Punkte, treten im weiteren Verlauf die Ziele aus der Vorwochenanalyse in Kraft. Es lohnt also immer mitzulesen hier und den Klick auf abonnieren zu setzen :-)

Ein breites Spektrum an weiteren Meinungen und Analysen findet Ihr wie gewohnt in den Tages-Trading-Chancen (Direktlink zur aktuellen Diskussion ->). Meine Chartanalyse gibt es umfassend jedoch nur hier im Nachrichtenbereich. Um immer zeitnah informiert zu werden, abonniert mich oder entsprechend auch andere Autoren. Ihr findet den Button oben rechts...

Viel Erfolg dabei wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

Wertpapier: DAX, Dow Jones


Verpassen Sie keine Nachrichten von Andreas Mueller

Hinter Bernecker1977 steht der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer