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Schuleinführung Gute Renditen Dank Cost-Average-Effekt

Gastautor: Stephan Witt
09.08.2016, 11:58  |  1005   |   |   

Bald ist es wieder so weit: in vielen Bundesländern steht die Einschulung kurz bevor. Vor allem für die Kinder ist das ein großer Schritt in ihrem Leben, können doch schon früh wichtige Grundsteine für das ganze Leben gelegt werden. Doch auch für die Eltern bedeutet dies eine große Veränderung und einen guten Zeitpunkt, um über die Zukunft des eigenen Nachwuchses nachzudenken.

 

Schließlich kommen in einigen Jahren größere Ausgaben auf die Familie zu, sei es der Führerschein, ein Studium oder größere Anschaffungen wie ein Auto oder die Einrichtung für die erste Wohnung. Darauf sollten Eltern rechtzeitig Vorkehrungen treffen. Durch regelmäßiges Sparen kann man schon mit kleinen Beiträgen über die Zeit gesehen ein beachtliches Sümmchen ansammeln.

Wichtig ist dabei nur zu wissen, wie das Geld denn am besten angelegt werden sollte. Sofort schießt einem da sicherlich das nach wie vor sehr beliebte Sparbuch in den Kopf. Die Vorteile dabei sind das regelmäßige Einzahlen in Verbindung mit der sehr hohen Sicherheit, bei einer dreimonatigen Kündigungsfrist, sollte ein größerer Betrag benötigt werden.

Doch angesichts des aktuellen Marktumfelds ist davon eher abzuraten, da bei dem derzeitigen Zinstief kaum nennenswerte Rendite erwirtschaftet werden kann. Werden bspw. jeden Monat 100 Euro angelegt (bei einem unterstellten Zins von 0,1 Prozent im Jahr), wenn das Kind mit sechs eingeschult wird, so erwarten das Kind mit 18 Jahren gerade einmal 14.486,10 Euro bei 14.400 Euro eingezahltem Kapital; das entspricht einer Gesamtrendite von gerade einmal 0,6 Prozent! Eine lohnende Anlage sieht da anders aus.

Viel interessanter gestalten sich da offene Investmentfonds, bei denen der Sparer ebenfalls regelmäßig selbstgewählte Beiträge einzahlt oder auch jederzeit Sonderzahlungen leisten kann. Zwar bieten diese auch immer ein Kursrisiko, aber dafür auch eine deutlich höhere erwartete Rendite.

Zusätzlich partizipiert der Anleger vom Cost-Average-Effekt. Dabei wird jeden Monat eine feste Summe in den Fonds investiert und durch die Kursschwankungen kauft man bei günstigen Kursen mehr Anteile und bei höheren Kursen entsprechend weniger. Dadurch hält man mehr Anteile, als hätte man regelmäßig gleiche Anteile zu unterschiedlichen Preisen gekauft. So beträgt die zu erwartende Rendite bei offenen Fonds im Schnitt etwa sechs Prozent, was deutlich über dem liegt, was Sparbücher und Co. anbieten können und das meist bei besserer Liquidität, da sehr viele Fonds jeden Tag über die Börse verkauft werden können.

Wählen können Anleger bei Fonds aus einer riesigen Palette, seien es Immobilien, Aktien, Rentenpapiere oder Mischfonds; für jede Anlagestrategie lässt sich ein passendes Produkt finden. So wird aus kleinen monatlichen Beträgen durch Zinsansammlung und Zeit ein ordentlicher Betrag, mit dem Eltern späteren Belastungen unbeschwerter entgegen blicken können.



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Stephan Witt ist Kapitalmarktstratege FiNUM.Private Finance AG mit Sitz in Berlin. Der gelernte Bankkaufmann versteht sich als Banker vom ersten Tag der Ausbildung an und verfügt über zehn Jahre Kapitalmarkterfahrung. Bei der FiNUM ist der Hamburger mit für das Wertpapiergeschäft zuständig sowie ständiges Mitglied im Anlageausschuss der Gesellschaft. Weitere Informationen unter www.finum.de.

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