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DAX-Chartanalyse: Euphorie in letzter Minute

DAX-Chartanalyse Euphorie in letzter Minute

Gastautor: Andreas Mueller
04.09.2016, 12:38  |  5785   |   |   

Abwarten auf die US-Daten bei parallel schlechten EU-Daten sorgen nicht für eine Entscheidung im großen Chartbild. Doch es lohnt ein Blick auf die Details, die dann doch eine Menge Spannung erzeugten.

Das Attribut „richtungslos“ konnte man beim übergeordneten Blick auf den DAX in dieser Handelswoche immer wieder verwenden. Denn einen Trend über mehrere Tage gab es nicht zu bestaunen. Zu groß war die Angst vor einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht, der erst am Freitag vermeldet wurde. Während sich jedoch die Anleger in Zurückhaltung übten, konnten die Trader hier ganz gut profitieren. Vor allem an einer Marke, auf die ich hier im Detail eingehen möchte.

 

DAX-Wochenrückblick

 

Mit rund 10.500 Punkten am Montag eröffneten wir erneut an der gezeigten Unterstützungszone und notierten auch noch einmal in Richtung der Vorwochentiefs, die ein Pullback an der Abwärtstrendlinie darstellten. Zur Erinnerung das Chartbild aus der Vorwoche (ausführlich unter ->)

 

 

Die Tiefs wurden erneut gekauft und so durchlief der DAX schon am Dienstag die Wochenrange bis zum Widerstand von 10.65x Punkten. An dieser Marke sahen wir den Index nicht das erste Mal. Und sie beschäftigte uns auch noch mehrfach im weiteren Wochenverlauf. Als „Entscheidungslinie“ im Forum Daytrader benannt (zum Beitrag ->zog sie die Marktteilnehmer immer wieder magnetisch an. Ein Ausbruch darüber war jeweils nur von kurzer Dauer und ein Unterschreiten danach mit recht schnellen Abgaben verbunden. Für Trader eine spannende Situation, konnte man doch seine Stopps entsprechend eng setzen und somit von dieser Entscheidungslinie profitieren.

 

Wenig Unterstützung fand der Markt von den Rahmendaten. Der Geschäftserwartungsindex und auch der Ifo-Geschäftsklimaindex lagen unter den Erwartungen. Auch der Blick zu unseren Nachbarn entfachte keine Euphorie. In Frankreich zeigten die Konsumausgaben bereits den vierten Monat in Folge einen Rücklauf an. Zum Glück konnte aber die USA zumindest etwas positiv aufwarten.

 

Auch am wichtigsten Tag der Woche, dem Freitag mit den US-Arbeitsmarktdaten, wurde die Kaufzone im DAX erneut getestet. Nach einer schwachen Eröffnung knapp über 10.500 Punkten gab es einen leichten aber stetigen Aufwärtstrend, der mit den US-Daten in eine Erleichterungsrallye überging. Ziemlich genau zur Eröffnung der Wall Street 15.30 Uhr stand die 10.65x auf unserer Kurstafel. Und zeigte noch einmal ihre Widerstandskraft. Erst gegen Handelsende konnte sie gebrochen werden und in einer Schlussrallye das Tagesminus ganz knapp in ein Tagesplus gewandelt werden.

 

Beim Blick auf den Stundenchart sehen wir daher noch einmal eingezeichnet diesen starken Bereich und auch das immer wieder aufkeimende Kaufinteresse unter 10.500 Punkten:
 

 

 

Wie waren die US-Daten nun?

Recht robust muss man sagen. Mit 4,9% Arbeitslosenquote und einer Beschäftigungsquote von 62,8% war kein Einbruch zu beobachten, auch wenn die erste Zahl der Beschäftigten um 14.30 Uhr einen geringeren Zuwachs als erwartet zeigte (151.000 anstatt 180.000). Damit sank die Wahrscheinlichkeit einer nahenden Zinsanhebung der US-Notenbank wieder.

 

Ableitungen für den weiteren DAX-Verlauf

 

Der DAX hat sich zwar zum Wochenschluss auf XETRA über der 10.650 festgesetzt und nachbörslich die 10.700 sogar erobert, doch muss er dieses Niveau erst einmal verteidigen. Lege ich das gezeigte Chartbild noch einmal zugrunde, ist ein Ausbruch über 10.700 erst vollzogen und macht den Weg bis 10.750 und dann 10.800 als bisheriges Jahreshoch frei. Ich habe den Pfeil somit hier mit Ziel abgetragen:

 

 

 

Notieren wir erneut unter 10.650 Punkten wird die Range der letzten Handelstage (bzw. schon fast Handelswochen) erneut aktiviert und Abgaben bis 10.500 sind hieraus abzuleiten.

 

Im großen Chartbild ist dies alles nicht wichtig oder anders ausgedrückt: Es trägt nicht zu einer Prognose für den Herbst bei. Dazu benötigen wir einen klaren Ausbruch unter 10.400 oder über 10.800. Die aktuelle Konsolidierung habe ich hierzu als Kreis im Chartbild der letzten 20 Monate eingezeichnet. Erst ein Ausbruch daraus zieht dann das große Kapital nach sich. Er war bisher, bezogen auf den Abwärtstrend, nur verhalten.

 

 

 

Einen solchen Ausbruch wollen wir bestimmt nicht verpassen. Von daher lade ich alle Leser zur Diskussion in die Tages-Trading-Chancen ein.

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Herzlichen Dank für Eure Unterstützung und viel Erfolg im Eigenhandel wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

Wertpapier: DAX


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Hinter Bernecker1977 steht der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

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