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Schlüssel zum Aufschwung liegt in Fiskal- und weniger in Geldpolitik

Gastautor: Daniel Saurenz
07.09.2016, 14:00  |  439   |   |   

Pfund_UK_DevisenDie Weltwirtschaft hat sich von der Flaute im ersten Quartal erholt, und das Gros der Wirtschaftsindikatoren lässt auf eine sich weiter beschleunigende Wachstumsdynamik schließen. Ausschlaggebend für die konsumgetriebene Belebung ist die in den meisten Industrieländern solide Tendenz bei Beschäftigung, Verbrauchervertrauen und Reallöhnen. Eine Ausnahme bildet Großbritannien. Dort dürften die durch den Brexit hervorgerufenen Unsicherheiten die Konjunktur auf kurze Sicht dämpfen, was sich in abgeschwächter Form auch im Euroraum bemerkbar machen könnte. Dazu schauen wir uns eine Analyse von Fidelity an.

Nach wie vor uneinheitlich ist die Entwicklung in den Schwellenländern, von denen nur wenige mit starken Fundamentaldaten aufwarten. Die entspannten Kreditkonditionen sollten jedoch dazu beitragen, dass ihr Wirtschaftswachstum weiter Tritt fasst. Aber trotz der günstigen Rahmenbedingungen findet die Weltwirtschaft derzeit keinen Weg aus Mini-Wachstum und Mini-Inflation.

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Langsam aber sicher geht den großen Zentralbanken das Pulver aus. Es wachsen die Zweifel, ob zusätzliche geldpolitische Maßnahmen die Nachfrage ankurbeln werden. Daher ist es künftig an der Fiskalpolitik, die Wirtschaft mit Konjunkturspritzen anzukurbeln. Entsprechende Stimulusmaßnahmen könnte man noch binnen Jahresfrist sehen, spätestens 2017/18. Zusätzlich spricht zudem weiter alles für eine weltweit lockere Geldpolitik.

Eurozone: Kein Brexit-Effekt – noch nicht

Europa_EU_FlaggeIn der Eurozone wächst die Wirtschaft weiter ansehnlich bei gleichzeitig schwachem Preisauftrieb. Spanien und Deutschland ließen Italien und Frankreich hinter sich. Der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor tendiert mit rund 53 Zählern praktisch seit sechs Monaten unverändert. Die Beschäftigung schnellte weiter nach oben auf den Höchststand seit 2011. Deutschland setzte sich mit neuem Jahreshoch an die Spitze, Frankreich liegt weit abgeschlagen am Ende. Seit nunmehr neun Monaten steht das Land an der Schwelle zum Abschwung. Insgesamt jedoch spricht aus den Umfragedaten eine anhaltend gute Konjunkturentwicklung im Euroraum. Ungebrochen ist die starke Binnennachfrage, getragen von einer besseren Beschäftigungslage und steigenden Realeinkommen.

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Die Finanzierungsbedingungen sind nach wie vor sehr entspannt. Und auch die Fiskalpolitik tritt nicht mehr ganz so auf die Bremse. Ihre Zügel könnten sogar weiter gelockert werden. Für die nächste Zeit rechnen die Experten von Fidelity mit einem leichten Inflationsanstieg, geschuldet vor allem Basiseffekten und den höheren Energiepreisen. Der vom Brexit ausgehende Dämpfer für die britische Wirtschaft wird die Stimmung und das Wachstum im Euroraum im zweiten Halbjahr wahrscheinlich etwas trüben – und abhängig von den Fortschritten bei den Brexit-Verhandlungen vermutlich auch darüber hinaus. Da das Vereinigte Königreich mehr als 7 Prozent der Warenexporte des Euroraums ausmacht, werden sich die Erstrundeneffekte direkt über den Handel bemerkbar machen. Zum Jahresende ist daher in der Eurozone mit einer gewissen Wachstumsabkühlung zu rechnen.

Großbritannien: Brexit-Votum hinterlässt erste Spuren bei Wirtschaftsdaten

England_London_3In Großbritannien haben sich die Umfragen nach dem EU-Referendum abgeschwächt. Laut erster Schätzung ist das Bruttoinlandsprodukt im Juli um 0,2 Prozent zum Vormonat geschrumpft. Hinter den Erwartungen zurück blieb im Juli der PMI in der Dienstleistungsbranche, der weit unter die Wachstumsschwelle fiel. Ebenfalls eingebrochen ist der PMI des verarbeitenden Gewerbes. Parallel gab das Verbrauchervertrauen so stark nach wie zuletzt 1989. Der Abschwung am Immobilienmarkt, das langsamere Beschäftigungswachstum und die größere Konsumzurückhaltung werden zunehmend Spuren beim Wachstum hinterlassen. Beschleunigen dürfte sich in nächster Zeit der Preisauftrieb, denn mit dem schwachen Pfund werden Importe teurer. Vor diesem Hintergrund war eine geldpolitische Lockerung der Bank of England gerechtfertigt.

Aber ihr sehr umfangreiches Maßnahmenpaket vom August erscheint übereilt. Schließlich hat der massive Rückgang der Anleiherenditen und des britischen Pfund bereits erheblich zum Abfedern des Brexit-Schocks beigetragen, womit die Märkte der Zentralbank einen Teil ihrer Arbeit abgenommen haben. Zudem ist fraglich, in welchem Maße sich die quantitative Lockerung auf die Realwirtschaft auswirkt. Einiges deutet darauf hin, dass ihre Wirkung mit der Zeit verblasst. Hinzu kommt, dass bislang kaum etwas zu den Brexit-Verhandlungen an die Öffentlichkeit dringt. Das deutet auf einen langwierigen Prozess hin, in dessen Verlauf die Geldpolitik der Wirtschaft wohl unter die Arme greifen muss.

FTSE 100 auf ein Jahr

FTSE 100 auf ein Jahr

Dabei läuft die Bank of England nun Gefahr, dass ihr schon bald die Munition ausgeht. Zusätzlich sind Haushaltsmaßnahmen und Strukturreformen unausweichlich, um die britische Wirtschaft in den nächsten Monaten durch die Brexit-Turbulenzen zu steuern. Fiskalische Stimulusmaßnahmen wie Infrastrukturinvestitionen und Konjunkturprogramme für mehr Konsum und Unternehmensinvestitionen – gegebenenfalls auch über Steuersenkungen – könnten helfen, die Brexit-Folgen zu begrenzen.

Webinarmarathon am Donnerstag

Alle die sich ausführlich mit den Finanzmärkten beschäftigen wollen, oder einen Einstieg in das breite Themenfeld suchen, können sich am Donnerstag den HSBC-Webinarmarathon ansehen. Hier wird von der  Technischen Analyse, über Behavioral Finance, bis hin zum Basiswissen zu Produkten alles abgedeckt. Die Rubrik Behav. Finance ergänzt dann die Finanzmarktrunde bei uns am Mittwoch Abend…

Mittwoch, 07.09, 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde Achtung – die Finanzmarktrunde am Mittwoch dann ganz im Fokus des Gastes Joachim Goldberg. Wir freuen uns schon sehr….Hier gehts zur Anmeldung…

Donnerstag, 08.09, 18.30 Uhr: OpernTurm- September 2016 – harte Zeiten für den DAX?Hier gehts zur Anmeldung…

Morgen, im zweiten Teil der Analyse, werden wir über Europa hinaus schauen und einen Blick auf die Märkte in den USA und Japan werfen…

Quelle: Fidelity



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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Kommentare

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borazon
07.09.16 15:30:24
Interessant.
Neulich bei Apple/Irland noch war der Saurenz gegen Steuerwettbewerb.

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Schlüssel zum Aufschwung liegt in Fiskal- und weniger in Geldpolitik

Die Weltwirtschaft hat sich von der Flaute im ersten Quartal erholt, und das Gros der Wirtschaftsindikatoren lässt auf eine sich weiter beschleunigende Wachstumsdynamik schließen. Ausschlaggebend für die konsumgetriebene Belebung ist die in den …

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