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Deutsche Bank Hiobsbotschaft aus den USA

16.09.2016, 10:35  |  803   |   |   

Die Deutsche Bank überrascht heute mit einem massiven Kursabschlag von über 6 Prozent, ausgelöst durch eine Forderung des US-Justizministeriums in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar, wie das Geldhaus am Donnerstagabend in einer Ad Hoc Mitteilung bestätigte - Hintergrund sind dubiose Hypothekengeschäfte.

In der Mitteilung der Deutschen Bank wird der geforderte Betrag als Vergleichsvorschlag bezeichnet, den das Ministerium mit der Bitte um einen Gegenvorschlag unterbreitet habe. Insider erwarten, dass die Bank sich energisch gegen die hohe Summe zur Wehr setzen wird, es sei allerdings unklar wie hoch der Vergleich letztlich ausfallen werde. Es ist aber auch üblich, dass die Behörden mit viel höheren Forderungen einsteigen als sie letztlich beschlossen würden - das könnte der Bank wieder etwas Luft verschaffen. Wie viele Leichen noch im Keller des Geldhauses liegen ist nicht klar, wobei die Negativschlagzeilen in letzter Zeit etwas abgenommen haben.

Das bisherige Chartbild der Deutschen Bank bestätigt aber nur das, was Investoren in den letzten Monaten an Negativschlagzeilen zu hören bekommen mussten. Das aktuelle Kursniveau bewegt sich nur marginal oberhalb der Verlaufstiefs von 11,21 Euro aus Jahresmitte, was nicht unbedingt als glänzende Leistung gewertet werden kann. Selbst ein Ausbruchsversuch über einen mittelfristigen Abwärtstrend scheiterte vor wenigen Tagen, die jetzige Kursreaktion mit einem Abschlag von etwas mehr als 6 Prozent hat die Aktie schwer getroffen und könnte möglicherweise auf frische Tiefs abwärts führen.

 

stoppkurs

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Der Scherbenhaufen wird größer

Die anhaltend hohen Abschreibungen auf Strafzahlungen und Gerichtskosten dürften weiter auf den Aktienkurs der Deutschen Bank drücken und womöglich zu einem frischen Abverkauf führen. Eine erste potentielle Anlaufstelle für das Wertpapier des Geldauses sind die Augustzwischentiefs bei 11,83 Euro, darunter sollte es weiter auf die Jahrestiefs bei 11,21 Euro abwärts gehen können. Hierauf können nun spekulativ veranlagte Investoren über ein Investment in das Unlimited Turbo Short Zertifikat (WKN: SE634X) setzen und bei Erreichen der Jahrestiefs eine Rendite von bis zu 60 Prozent erzielen. Allerdings sollte auch die extrem hohe Volatilität beachtet werden, die es erlaubt einen Stopp erst oberhalb von 12,90 Euro anzusetzen. Für ein nachhaltiges Kaufsignal müsste mindestens die Marke von 13,85 Euro nachhaltig geknackt werden - erst dann kann es zu den Julihochs bei 15,75 Euro weiter rauf gehen, möglicherweise wird im Zuge dessen sogar noch der gleitenden Durchschnitt EMA 200 (fallend) bei aktuell 15,97 Euro getestet.

 

Deutsche Bank (Tageschart in Euro):

Abwärtstrend Aktie  
 Deutsche Boerse fallende Kurse Verkaufssignal abwaerts kurzfristig Unterstützung Boerse Daily

Unterstützungen: 12,02; 11,97; 11,83; 11,40; 11,21; 11,15 Euro

Widerstände: 12,36; 12,50; 12,80; 12,90; 13,00; 13,17 Euro

 

Strategie: Nur kleine Handelspositionen handeln

Aufgrund der hohen Volatilität bei dem Basiswert Deutsche Bank lassen sich die nächsten Schritte des Kursverlauf seit nur schwer erahnen, allerdings bieten Negativschlagzeilen immer wieder Raum für eine Spekulation auf einen kurzfristigen Kursverfall der Aktie. In diesem Fall können spekulative Anleger über ein Investment in das Unlimited Turbo Short Zertifikat (WKN: SE634X) auf einen weiteren Rückfall auf die Jahrestiefs setzen und hierbei eine maximale Rendite von bis zu 60 Prozent erzielen. Einen Zwischenstopp sollten Anleger jedoch an den Zwischentiefs von 11,83 Euro einkalkulieren. Der Stopp sollte sich aber noch in etwa am gleitenden Durchschnitt EMA 50 bei aktuell 12,90 Euro orientieren.

 

Fallende Kurse fallende aktien
Kennzahlen  
 
  WKN: SE634X
  Akt. Kurs: 1,69 - 1,71 Euro
  Basispreis:
13,88 Euro
  KO-Schwelle: 13,88 Euro
  Laufzeit: Open End
 
 
  Typ: Unlimited Turbo Short
  Emittent: Societe Generale
  Basiswert Deutsche Bank
  Kursziel: 11,21 Euro
  Kurschance: 60 %
 
Order über Euwax / Börse Stuttgart
 
 

 

Interessenkonflikt

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Wertpapier: Deutsche Bank


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Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

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