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Marktüberblick (20. September 2016)
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Marktüberblick (20. September 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
20.09.2016, 08:00  |  417   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt kam es zum Wochenauftakt zu einer breit angelegten Erholung, die jedoch auf dünnen Umsätzen fußte. Anleger wollten sich im Vorfeld der morgen anstehenden Entscheidungen der BoJ und der Fed nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Der DAX konnte um 0,95 Prozent auf 10.374 Punkte zulegen. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,78 beziehungsweise 0,33 Prozent. Unter den im HDAX versammelten größten 110 Titeln gab es 88 Gewinner und 21 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 74 Prozent. Das Handelsvolumen im DAX lag bei lediglich 72,8 Millionen Aktien im Wert von 2,36 Milliarden EUR. Stark gesucht waren vor allem Rohstoffwerte, Versorger und Technologiewerte. Die einzigen beiden Sektoren im Minus waren Banken und Finanzdienstleister. Stärkster DAX-Wert war ohne Nachrichten RWE mit plus 2,92 Prozent. ThyssenKrupp verteuerte sich um 2,66 Prozent und übersprang damit die 50-Tage-Linie. Das Papier profitierte zum einen wie die gesamte Branche von steigenden Metallpreisen. Zum anderen kursierten erneut Gerüchte, wonach sich der Konzern von der brasilianischen Tochter CSA trennen könnte. Schlusslicht im DAX war wie bereits am Freitag die Aktie der Deutschen Bank, die weitere 2,41 Prozent verlor und ein 7-Wochen-Tief markierte. Der Anteilsschein litt weiter unter Aussicht auf eine mögliche Strafe von 14 Milliarden USD seitens des US-Justizministeriums und damit der Sorge vor einer dann erforderlichen Kapitalerhöhung. Vonovia büßte als zweitschwächster Wert 0,87 Prozent ein. Auf der Stimmung lastete eine negative Branchenstudie von Merrill Lynch.

An der Wall Street konnten die Indizes zwischenzeitliche Kursgewinne nicht über den Tag retten, was Händlern zufolge den im Tagesverlauf abbröckelnden Ölpreisen geschuldet war. Der Dow Jones Industrial notierte zur Schlussglocke 0,02 Prozent tiefer bei 18.120 Punkten. Der Nasdaq 100 büßte 0,45 Prozent auf 4.796 Punkte ein. Die Marktbreite gestaltete sich dabei positiv. 66 Prozent der Werte an der NYSE endeten im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen lag bei 59 Prozent des Gesamtvolumens. Stärkste Sektoren waren Versorger, Finanzwerte und Industriewerte. Die Aktien von Hausbauern profitierten daneben von einem auf ein 11-Monats-Hoch gestiegenen NAHB-Hausmarktindex. Schwäche zeigten hingegen der Gesundheitssektor, nicht-zyklische Konsumtitel und Technologiewerte. An der Dow-Spitze rückte 3M um 0,94 Prozent vor. IBM und American Express folgten mit Aufschlägen von 0,66 beziehungsweise 0,62 Prozent. Am anderen Indexende büßte Merck 1,52 Prozent ein. Intel und Verizon notierten 1,35 respektive 1,31 Prozent schwächer.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index fiel um 0,23 Prozent auf 95,83 Punkte. EUR/USD erholte sich ausgehend von der erreichten 200-Tage-Linie um 0,21 Prozent auf 1,1178 USD. Im Tagesverlauf pendelte der Kurs zwischen 1.1150 USD und 1,1197 USD. Mit Blick auf die anderen Majors waren vor allem der Austral-Dollar und der Yen gesucht. Schwach präsentierte sich der Franken. Bei den Nebenwährungen fielen der Rand durch Stärke und der Real durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte gestützt vom schwächelnden US-Dollar um 0,25 Prozent auf 348,95 Punkte zu. Brent-Öl notierte am Abend 0,28 Prozent höher bei 45,90 USD. Vom zwischenzeitlich markierten Tageshoch bei 46,93 USD kam der Kurs damit deutlich zurück. Bereits im asiatischen Handel hatten die Preise von Kommentaren des OPEC-Generalsekretärs und von Seiten Venezuelas profitiert, in denen Optimismus im Hinblick auf ein mögliches Einfrieren der Produktionsniveaus zur Stabilisierung der Ölpreise versprüht wurde. Daneben gab auch die Meldung neuerlicher Kämpfe um die libyschen Ölhäfen Auftrieb. US-Erdgas verbilligte sich um 0,33 Prozent auf 3,01 USD. Kupfer gab an der Comex um 0,16 Prozent auf 2,15 USD nach. Die Edelmetallpreise konnten auf breiter Front zulegen. Gold handelte 0,47 Prozent fester bei 1.316 USD (1.175 EUR). Silber, Platin und Palladium verteuerten sich zwischen 0,55 und 2,08 Prozent.

Am Rentenmarkt hielten sich die Ausschläge in engen Grenzen. Die Umlaufrendite stieg um zwei Basispunkte auf minus 0,13 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um zwei Basispunkte auf 0,02 Prozent. Der Euro-Bund-Future verlor 0,13 Prozent auf 163,72 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 1,70 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute Morgen bei dünnem Handel und geringen Ausschlägen uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,06 Prozent fester bei 138,44 Punkten.

Der Kalender enthält heute nur wenige Einträge. Im Fokus stehen die Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen in den USA. Unternehmensseitig richtet sich der Blick aufgrund einer Analysten- und Investorenkonferenz auf Bayer.

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Themen: Dollar, DAX, USD


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