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Statements zur FED – Zinspolitik im Fokus

Gastautor: Daniel Saurenz
22.09.2016, 12:30  |  444   |   |   

Börse_USA_NewYork_4Kaum ein anderes Thema bewegte die Märkte in den vergangenen Tagen so sehr wie die Fed-Sitzung. Rückblickend bleibt festzuhalten, dass alles nur viel Lärm um nichts war. Wie erwartet haben die Notenbanker gestern zum sechsten Mal in Folge keine Zinsänderung vorgenommen. Allerdings haben sich nach Meinung der Fed die Argumente für eine Zinserhöhung verstärkt. Drei Mitglieder stimmten gegen den Beschluss, erneut untätig zu bleiben und für eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Trotzdem reagierte der Dollar kaum, der Markt glaubt der Fed inzwischen nicht mehr.

Eine klare Linie in der Geldpolitik ist nicht zu erkennen und daran wird sich wohl vorerst auch nichts mehr ändern. Die nächste Sitzung Anfang November kommt wegen der zeitlichen Nähe zu den Präsidentschaftswahlen als Termin für eine Erhöhung nicht in Frage. Eine Anhebung im Dezember wäre zwar denkbar. Selbst nach dem gestrigen Fed-Meeting wird die an den Terminmärkten gehandelte Wahrscheinlichkeit aber nur bei 60 Prozent gesehen. Wir schauen uns verschiedene Einschätzungen der Analysten an.

Euro / US-Dollar auf ein Jahr

Euro / US-Dollar auf ein Jahr

Luke Bartholomew, Investment Manager bei Aberdeen Asset Management ist der Meinung, dass es  eigentlich schon eine ausgemachte Sache war, dass es keine Zinserhöhung geben wird. Das Treffen hatte in Wirklichkeit das Ziel, den Boden für eine Zinserhöhung im Dezember und für die darauffolgenden Schritte zu ebnen.

Trading-Produkte:

Die Volatilität könnte in den nächsten Monaten wieder deutlich zunehmen. Daher stellen wir für Bullen und Bären Optionsscheine als Trading-Produkte vor:

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Put Optionsschein auf DAX UT5AVQ
Put Optionsschein auf S&P 500 Index UW2FN9
Call Optionsschein auf S&P 500 Index UW2B9Q

Anleger, die klassische Knock-Outs bevorzugen können beim DAX zur CC74RZ ( Bear) oder zur CD8H9M ( Bull) greifen.

Börse_USA_NewYork_5Für Bartholomew ist eine Erhöhung im Dezember aber keineswegs unausweichlich. “Wir hatten die Situation schon zuvor, dass die Fed feuerbereit war und im letzten Moment noch einmal zurückgezogen hat. Vor dem Dezembertermin liegen selbstverständlich auch noch die US-Wahlen. Diese könnten zu signifikanter Marktvolatilität führen und die Fed abschrecken. Die simple Erwartung eines Zinsschrittes im Dezember könnte sogar ausreichen, um einen Ausverkauf an den Märkten hervorzurufen, was die Fed dazu bewegen könnte, ihre Pläne auf Eis zu legen.” sagt Bartholomew

Die Analysten der VP-Bank verweisen auf die schwachen Konjunkturdaten. “Janet Yellen fand nicht den Mut sich gegen die Markterwartungen zu stemmen und den Leitzins anzuheben. Die zuletzt schwachen US-Konjunkturdaten dürften die fast schon übervorsichtige US-Notenbankchefin verunsichert haben. Die Fed signalisiert aber, dass es vermutlich im Dezember mit den Zinsen weiter nach oben gehen könnte. Doch bis dahin kann sich noch viel tun. Sollte etwa Donald Trump die Wahlen gewinnen und die Finanzmärkte darauf negativ reagieren, wird aus einer Leitzinserhöhung zum Jahresende wieder nichts. Auch die Projektionen der Fed-Offiziellen für den Leitzinspfad werden zurückgenommen. Die US-Notenbanker rudern also von Zinssitzung zu Zinssitzung zurück, was die Glaubwürdigkeit beschädigt.”

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Wie geht es weiter?

DowJones auf ein Jahr

DowJones auf ein Jahr

Bartholomew sieht für die nächsten Jahre eine veränderte Ausgangslage in der Geldpolitik. “Was heute nicht angesprochen wurde, sind die größeren Fragen mit denen die Fed konfrontiert ist. Die Entscheidungsträger erkennen langsam, dass sich die Struktur der Wirtschaft verändert und dies bedeutet, dass die sogenannten unkonventionellen Maßnahmen der vergangenen Jahre zum künftigen Standard im Werkzeugkasten der Zentralbanken geworden sind. Dies hat deutlich weitreichendere Implikationen als das genaue Timing des nächsten Zinsschrittes, da es bedeutet, dass die Bank of Japan, die Fed und ihresgleichen immer einfallsreichere Wege zur Stimulierung der Wirtschaft finden müssen.” sagt Luke Bartholomew, Investment Manager bei Aberdeen Asset Management

Dr. Thomas Gitzel von der VP-Bank verweist auf die fehlende Linie der Notenbanken “Die US-Notenbank muss die Leitzinsen nicht anheben. In Anbetracht einer niedrigen Inflationsrate besteht hierfür nicht zwingender Handlungsbedarf. Dafür hätten die Finanzmärkte Verständnis. Problem ist jedoch die fehlende Linie. Immer nur Zinserhöhungen in Aussicht zu stellen und nicht zu handeln, lässt die Reputation der wichtigsten Notenbank erodieren. Die Terminkontrakte für zukünftige US-Geldmarktsätze reagieren schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf die Äußerungen der US-Notenbank. Das ist schädlich, denn eigentlich sollten die Washingtoner Notenbanker eine Art von Leuchtturm sein. Die Fed muss darauf achten, nicht zum Irrlicht zu werden.”

In Opernturm Live werden wir heute Abend das Zaudern erläutern und die Ableitungen für Sie als Anleger herausfiltern.

Für Christian Hantel von Vontobel Asset Management ist eine Zinserhöhung im Dezember keine ausgemachte Sache: ” Die vielleicht interessanteste Erkenntnis aus Yellens Rede ist, dass die Fed weitere Belege vor einem Zinsschritt braucht, obwohl die Risiken für die US-Wirtschaft ausgeglichener sind und die Wirtschaft auf dem richtigen Weg ist. Die Abhängigkeit von Konjunkturdaten vor einer Entscheidung hält an. Auch wenn ein Zinsschritt für Dezember realistisch erscheint, ist er dennoch nicht vorhersehbar. Die Investoren werden deshalb die Entwicklung in den kommenden Monaten sehr genau verfolgen. “



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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