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Marktkommentar Düstere Aussichten für Aktien

28.09.2016, 11:44  |  522   |   |   
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Das wichtigste Argument gegen weiter steigende Aktienkurse sind die Unternehmensgewinne. Die Ergebnisse für das zweite Quartal fielen nur auf den ersten Blick überzeugend aus. Denn die Unternehmensanalysten hatten im Vorfeld ihre Prognosen derart stark reduziert, dass es den meisten Aktiengesellschaften sehr leicht fiel, die Erwartungen zu übertreffen. Tatsächlich sinken die Profite der Firmen in den Vereinigten Staaten bereits seit mehr als einem Jahr. In Deutschland sind sie ebenfalls rückläufig.

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Dennoch sind die Kurse seit dem Einbruch zu Jahresbeginn kräftig gestiegen. Die sinkenden Unternehmensgewinne bei gleichzeitig anziehenden Notierungen haben zu einer sogenannten Bewertungsexpansion geführt: Aktien sind teuer, womöglich zu teuer geworden. Die 500 größten in den USA notierten Aktiengesellschaften, die im S&P 500 zusammengefasst sind, kommen auf ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 17. Das ist spürbar höher als es in den zurückliegenden zehn Jahren war. Auch deutsche Aktien sind gemessen am Dax zurzeit höher bewertet als in der jüngeren Vergangenheit. Von den großen Aktienmärkten ist derzeit nur das krisengeschüttelte Japan halbwegs preiswert.

Schwaches Wirtschaftswachstum

Dass die Unternehmen bei den Gewinnen wieder den Wachstumsmotor anwerfen können, scheint eher unwahrscheinlich. Denn die verschiedenen Frühindikatoren weisen darauf hin, dass das konjunkturelle Umfeld eher schwach bleiben wird. Die Annahme einer starken Konjunktur im zweiten Halbjahr ist damit eher gewagt.

Wenn sich die Frühindikatoren weiter eintrüben sollten, werden vor allem die Branchen leiden, die die jüngste Aufwärtsbewegung bei Aktien getragen haben: Technologie, Industrie und Konsum – also stark konjunkturabhängige Bereiche. Dass die Underperformer der vergangenen Monate, insbesondere Finanz- und Energietitel, dies ausgleichen können, scheint wenig wahrscheinlich. Denn Banken und Versicherer kämpfen mit den Niedrigzinsen, Versorger – zumindest in Deutschland – mit den Folgen der Energiewende.

Bange Blicke auf die Fed

Es gibt weitere Risiken: die noch nicht absehbaren Folgen des Brexit, die schwer einschätzbare Entwicklung der chinesischen Konjunktur und insbesondere die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed. Schon seit Monaten fürchten die Aktienmärkte deren nächsten Zinsschritt. Wenn der weiter auf sich warten lässt, könnte es jedoch ebenfalls gefährlich werden. Denn die Investoren könnten eine weitere Zinspause oder nur ein Trippelschrittchen als Indiz auf eine schwächelnde US-Konjunktur werten.

Die Aktienmärkte könnten also aus verschiedenen Richtungen unter Druck geraten. Diese schwanken bislang noch ausgesprochen wenig, Volatilitätsindizes wie der amerikanische Vix oder der deutsche VDax bewegen sich auf einem ungewöhnlich niedrigen Niveau. Da braucht es nicht viel, dass diese „Angstbarometer“ wieder anspringen. Nach der Sommerrally ziehen jetzt wahrscheinlich Herbststürme auf. Vor diesem Hintergrund macht es durchaus Sinn, auch einmal mit einer etwas geringeren Aktienquote an der Außenlinie auszuharren.

ReinhardPfingstenQuer

Als einer der führenden Köpfe von Hauck & Aufhäusers Privatbankiers und medienpräsenter Geldanlage-Experte, hält Reinhard Pfingsten seit Mai 2016 zudem die Position als Chief Investment Officer (CIO) von easyfolio inne. In seinem Monatskommentar schreibt er, was die Weltwirtschaft derzeit bewegt.

 

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Reinhard Pfingsten verwaltet seit 2012 die Anlagestrategie von privaten und institutionellen Kunden bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers. Als einer der führenden Köpfe von Hauck & Aufhäusers Privatbankiers und medienpräsenter Geldanlage-Experte, hält Reinhard Pfingsten seit Mai 2016 zudem die Position als Chief Investment Officer (CIO) von easyfolio inne.

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