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Deutsche Bank gegen Amazon nur noch “peanuts”

Gastautor: Daniel Saurenz
30.09.2016, 12:30  |  827   |   |   

foto-30-09-16-11-32-16Deutsche Bank 14, Commerzbank 7, Soc Gen 25, Banco Bilbao 34, ING 42, Santander 57, Intesa 31, UniCredit 12, Credit Suisse 23, Credit Agricole 22, Barclays 32, Standard Chartered 23 – die Börsenwerte europäischer Großbanken sind erodiert und man glaubt es kaum – das gesamte oben aufgeführte Bankenpaket bekommt man für den Wert von Amazon – 337  Milliarden Euro. Die Deutsche Bank ist nicht einmal mehr ein Zwanzigstel von Amazon wert – peanuts würde man in den Türmen wohl sagen. Man liegt damit beim Börsenwert auf einem Level mit Expedia oder Under Armour. Die Aktie notierte am Morgen erstmals unter 10 Euro. 9,912 Euro kostet die Aktie heute Morgen kurz nach Xetra-Eröffnung. Daraufhin konnte sich der Kurs etwas erholen – hier die Indikation. Wir besuchen am Mittag die Pressekonferenz der Commerzbank unter dem Motto “Commerzbank 4.0″. Am Morgen hatte der Aufsichtsrat den entscheidenden Umbau abgesegnet. Damit segnete man den Abbau von 9600 Arbeitsplätzen ab. “Er ist aber notwendig, um die Bank zukunftsfähig zu machen.” sagte Bankchef Zielke. Wie sich die Bank für die Zukunft aufstellen möchte, erläutert man derzeit in Frankfurt. Die Aktie fällt am Mittag um rund fünf Prozent auf 5,50 Euro – hier die Indikation.

Hier finden Sie die Aufzeichnung der Finanzmarktrunde -  dort haben sich Daniel und Egmond ausführlich mit der Krise der Banken beschäftigt. Der DAX zeigt zum Wochenende erneut Schwäche – hier die Indikation. Am DAX-Ende finden sich die Banken, aber auch die Deutsche Börse, VW und die Allianz schwächeln. Wir haben auf den Dominoeffekt im Bankensektor hingewiesen. UBS, SocGen oder Santander – Aktien, die heute ebenfalls jeweils rund 3 Prozent verlieren. Dementsprechend meidet man an den Börsen derzeit das Risiko.

foto-30-09-16-11-51-43Die hohe Volatilität ( ein nützliches Tool dazu gibts bei der UBS) bietet gerade für Trader eine perfekte Grundlage, um mit Hebelpapieren aktiv zu werden:

Turbo-Bull Turbo-Bear
Deutsche Bank PB5CTP CX6NGS
Commerzbank DL5U9E  VN1ZNH

Anleger, die bei den Banken antizyklisch einen Fuß in die Tür setzen möchten, können sich unsere Discount-Zertifikate mit ordentlicher Seitwärtsrendite ansehen:

Commerzbank Discounter Cap 6 TD55ZF
Deutsche Bank Discount CX2LQC

Unsere Chartanalyse:

Wird der sich bereits abzeichnende Durchbruch unter die nächstgelegene Unterstützung zur Realität, ist mit weiter nachgebenden Kursen zu rechnen.

chart1

Aktuell droht der Deutsche Aktienindex unter den kurzfristigen Haltebereich um 10.250/60 zu fallen. Dort stabilisierten Käufe den Markt in den vergangenen Tagen, und bewahrten ihn dadurch vor einem Test der nächsten stärkeren Unterstützung um 10.000/10.100. Durch den jüngsten Abgabedruck ist nun jedoch ein Ausbruch nach unten zu befürchten. Für eine vorläufige Bodenbildung an der darauf folgenden 10.000er-Marke spricht dann auch der von uns aus vergangenen Schwankungen berechnete Prognose-Korridor (graue Fläche), der dem Markt auf der Unterseite vorerst diesen Spielraum lässt.

chart2

Auf längere Sicht sind aber weitere Verkäufe bis 9800 oder sogar an die Untergrenze des im Tageschart erkennbaren Aufwärtstrends um 9600 (grün punktiert) nicht auszuschließen. Anleger sollten sich daher auf eine kleine bis mittelgroße Verkaufswelle einrichten. Nur wenn sich der Index über 10.260 stabilisiert und anschießend auch noch den Bereich um 10.600 zurück erobert, könnte Entwarnung gegeben werden. Danach sieht es aber vor dem Wochenende sicher nicht mehr aus.

chart3

Auf längere Sicht ist diese Entwicklung aber nicht allzu beunruhigend, da hier der Aufwärtstrend im Tageschart intakt ist. Kleinere Korrekturen sind aus der Vogelperspektive derzeit sogar eher als gute zweite Einstiegschancen zu werten.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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