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Wirtschaft Die Zeit ist reif für den nächsten Aufschwung bei Rohstoffen und Minenwerten

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Gastautor: Jörg Schulte
11.10.2016, 05:04  |  2050   |   

Sollte dieses so umgesetzt werden, würde es sich um Amerikas größtes Konjunkturprogramm seit dem Zweiten Weltkrieg handeln...

Laut Medienberichten soll die gigantische Summe von einer Billion USD in Amerikas marode Infrastruktur investiert werden, um diese wieder etwas auf Vordermann zu bringen. Sollte dieses so umgesetzt werden, würde es sich um Amerikas größtes Konjunkturprogramm seit dem Zweiten Weltkrieg handeln, wobei es egal ist ob Clinton oder Trump die kommende Präsidentschaftswahl gewinnt. Wagen wir einen Rückblick. Während der letzten Rohstoff-Hausse zwischen 2005 und 2012 waren die Infrastrukturausgaben der Chinesen die treibende Kraft. Rohstoffpreise und Minentitel konnten sich teilweise vervielfachten. Mit dem Wandel der Chinesen weg von der investitionsgetriebenen hin zur konsumgetriebenen Wirtschaft setzte die Rohstoff-Baisse ein. Aber auch hier scheint Besserung in Sicht. Zuletzt wird aus China wieder eine steigende Rohstoffnachfrage registriert. Wie aus dem reich der Mitte gemeldet wurde hat die Industrieproduktion überraschend kräftig angezogen. Dies deckt sich mit der Aussage des zweitgrößten Minenkonzern der Welt, Rio Tinto. Wie aus dem Konzern zu hören war, registriere man eine steigende Rohstoffnachfrage aus China. Der Konzern gab sich auch für die nächsten Quartale optimistisch. Für uns nachvollziehbar, denn: einige Minen, nicht nur Kupfer und Zink-Minen, wurden in der fünfjährigen Baisse geschlossen und können nicht ohne weiteres wieder in Produktion genommen werden, was die Angebotsseite schon mal ausdünnt. Ebenfalls sanken die Investitionen der Rohstoffunternehmen um rund 10 %. Die dramatisch eingebrochenen Rohstoffpreise zwangen die Unternehmen neben den teilweise eingestellten Explorationsausgaben auch die anderen Kosten zu stutzen, was sich nun auszahlen sollte. Noch nie arbeiteten Minenunternehmen kosteneffizienter wie heute. Das heißt: Steigende Rohstoffpreise münden sofort in überproportionale Gewinnanstiege bei den Produzenten!

Neben den bereits produzierenden Großkonzernen wie Glencore, Rio Tinto etc. könnte sich auch ein Blick auf die kleineren Produzenten, oder kurz vor der Produktion stehenden Unternehmen lohnen. Diese bringen zwar ein höheres Risiko mit, profitieren aber mit einem ‚Hebeleffekt’ überproportional von anziehenden Rohstoffpreisen. Interessant sein könnte da z.B. Altona Mining - https://www.youtube.com/watch?v=wauAHP3vCzo -. Das in Australien beheimatete ‚Conclurry’-Kupfer-Gold-Projekt soll mit keinem geringeren Joint Venture Partner als der chinesische Sichuan Railway Investment Group 2018 in Betrieb genommen werden. Direkt angrenzend an das ‚Conclurry’-Projekt liegt das ebenfalls Unternehmenseigene ‚Roseby South’-Projekt. Hier entdeckte Altona gerade eine hohe Kupfer-Anomalie, die die Ressourcen weiter stark anwachsen lassen sollte. Bereits jetzt besitzt die finanziell gut aufgestellte Gesellschaft Ressourcen in Höhe von 1,65 Millionen Tonnen Kupfer.

Da auch Platin steigende Kurse vorausgesagt werden, sollte sich ein Blick auf Sibanye - https://www.youtube.com/watch?v=SER8KKpOZkE – lohnen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres profitierten Anleger bereits von einem steigenden Platinpreis. Laut dem Platinum Quarterly-Bericht notiert Platin zurzeit zum höchsten jemals verzeichneten Abschlag zum Goldpreis. Absolut ungewöhnlich, so die Experten. Bereits im Jahr 2014 begann der Platinpreis seinen Rutsch unter den Goldpreis. Das vierte mal in den vergangenen 40 Jahren, stellte das ‚World Platinum Investment Council’ fest. Erfahrungsgemäß sei diese Abweichung von der historischen Norm nur vorübergehend. Aber nicht nur vom steigenden Platinreis wird das Unternehmen profitieren. Sibanye profitiert auch von steigenden Uran- und Goldpreisen und sollte somit breit genug aufgestellt sein um von der anstehenden Rohstoff-Hausse überproportional zu profitieren.

Ebenfalls sehr interessant ist Sierra Metals - https://www.youtube.com/watch?v=VbnKA4uhHuM -, ein mittelgroßer Edel- und Basismetallproduzent aus Lateinamerika. Durch ihre 100%-ige Tochter Dia Bras Peru S.A.C. erwarb Sierra Metals im Mai 2011 82 % an der ‚Minera Corona S.A.’. Die 1993 gegründete Corona ist ein Peruanisches Unternehmen und tätig in Exploration, Abbau, Produktion und Verkauf von Konzentraten aus Kupfer, Blei und Zink mit hohen Silber- und Goldanteilen aus der ‚Yauricocha’-Mine in der Provinz Yauyos in Peru. Zusätzlich zur produzierenden Mine beherbergt das Yauricocha Gelände nahe der Mine und in der Region einige Explorationsziele. Sierra Metals hält momentan in Peru 50.000 Ha Land. In Mexiko sind es 142.000 Ha. Die Hauptvorkommen sind die zu 100 % eigenen ‚Bolivar’ und ‚Cusi’-Minen die im Südwesten und zentral im Staat Chihuahua State liegen. Die ‚Bolivar’-Mine produziert zu tiefen Kosten Kupfer, Zink und Silber und ging im November 2011 in die kommerzielle Produktion. Die ‚Cusi’-Mine produziert Silber und Blei und erreichte die kommerzielle Produktion im Januar 2013. Zusätzlich zu den produzierenden Minen plant Sierra Metals etliche der hochprospektiven Explorationsgelände weiter in Richtung Produktion zu entwickeln.

 

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte


 


 

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Jörg Schulte beschäftigt sich seit 1999 nebenberuflich mit Börse und Trading. Seit 2005 richtet er sein Augenmerk auf Explorations- und Bergbauunternehmen und analysiert täglich die Märkte. Seit Januar 2006 ist Jörg Schulte als Community-Mitglied auf wallstreet:online aktiv.

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