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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
11.10.2016, 16:29  |  396   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Alcoa gibt Startschuss für US-Bilanzsaison

Euro wegen US-Zinsspekulationen schwächer - Anleger greifen bei LVMH zu

Aktienanleger haben sich auch heute kaum aus der Reserve locken lassen. Der DAX notierte am Nachmittag mit 10.652 Punkten nur wenig verändert.

Vor allem der schwächelnde Euro, der die Exportchancen der Unternehmen auf dem Weltmarkt verbessert, und gute deutsche Konjunkturdaten sorgten aber vereinzelt für Kauflaune. Die Umsätze sind aber nicht sehr hoch.

Der Start der US-Bilanzsaison sieht wenig vielversprechend aus: Die Aktien des Aluminiumherstellers Alcoa fielen im deutschen Handel nach der Vorlage von Zahlen um mehr als fünf Prozent. Die Geschäftszahlen des Unternehmens gelten als Indikator für die gesamte US-Konjunktur.

Für die Wall Street signalisierten die US-Futures ebenfalls eher leichtere Kurse zur Eröffnung. Die weltgrößte Volkswirtschaft läuft nach Einschätzung vieler Börsianer gut genug, um im Dezember - nach den Wahlen - eine Zinserhöhung zu verkraften. Dies und die Einschätzung, dass Hillary Clinton einen Sieg davontragen und die Politik ihres

Parteifreundes Barack Obama fortsetzen werde, gab dem Dollar gegen fast alle Währungen Auftrieb.

Sowohl das Pfund Sterling als auch der Euro ließen Federn. Die Gemeinschaftswährung verlor rund einen halben US-Cent auf 1,1075 Dollar.

Unterstützung kam auch vom ZEW-Index: Die Börsenprofis blicken dem Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zufolge zuversichtlicher als gedacht in die Zukunft.

Im DAX flogen nach der Vorlage von Passagierzahlen für September Lufthansa vorne weg. Die Aktien stiegen um fast drei Prozent. ProSiebenSat1 setzten ihren Aufwärtstrend im Schlepptau positiver Analystenkommentare vom Vortag fort und stiegen ebenfalls um knapp drei Prozent.

Im europäischen Handel kamen Werte von Luxusgüterkonzernen in Schwung, nachdem der französische “Louis Vuitton”-Produzent LVMH dank kauffreudiger Chinesen und Amerikaner den

Umsatz im vergangenen Quartal überraschend deutlich gesteigert hatte. LVMH sprangen um 5,7 Prozent auf 166 Euro und notierte damit so hoch wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Hugo Boss stiegen in ihrem Windschatten um zwei Prozent und zählten im MDAX damit zu den größten Gewinnern. Die Papiere von Christian Dior in Paris, Richemont in der Schweiz und Burberry in London gewannen bis zu fünf Prozent.

Die Finanzwerte waren eher unauffällig. Weiterhin warte man auf die Einigung der Deutschen Bank mit dem US-Justizministerium über Tricksereien auf dem amerikanischen

Immobilienmarkt, sagte ein Händler. Die Titel notierten kaum verändert bei 12,44 Euro, womit sie den kräftigen Vortagesgewinn knapp behaupteten.

Größter Gewinner im MDAX waren Fraport mit plus drei Prozent. Die Beilegung eines jahrelangen Rechtsstreits auf den Philippinen mit der Zahlung einer Entschädigung ließ die

Anleger zugreifen.

Börse Stuttgart TV

Der Goldpreis ist zuletzt massiv unter Abgabedruck geraten. Noch etwas schlimmer erwischte es viele Goldminenaktien. Ist die kurze Gold-Hausse schon wieder vorüber? Was sind die Gründe für den jüngsten Absturz? Rohstoffanalyst Thorsten Proettel von der LBBW sprach darüber bei Börse Stuttgart TV.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=13452

Euwax Sentiment Index

Der Euwax-Sentiment-Index lag am frühen Nachmittag bei plus zwanzig Punkten. Nur eine leichte Mehrheit der kurzfristig orientierten Anleger setzte in dieser Phase mit Hebelprodukten auf steigende Kurse des DAX.

Trends im Handel

Nach dem jüngsten Höhenflug der Ölpreise nahmen Anleger heute Gewinne bei Knock-out-Calls auf die Sorte WTI mit.

Dafür waren Knock-out-Calls auf SAP gefragt.

Nach der Empfehlung eines Börsenbriefes sind seit gestern auch Call-Optionsscheine auf Mastercard verstärkt gesucht.

Eine Reihe von Anlegern investierte heute auch in Calls auf Alphabet, Amazon, Priceline und Netflix.

Im Zuge der Katastrophe um den Produktionsstopp des “Galaxy Note 7” von Samsung greifen Anleger derzeit verstärkt zu Call-Optionsscheinen des Konkurrenten Apple.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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