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Ein Drittel weniger Samsung-Debakel: Brennendes Smartphone lässt auch Gewinnprognose dahinschmelzen

12.10.2016, 11:20  |  1974   |   |   

Nach dem Verkaufsstopp des Galaxy Note 7 hat Samsung nun seine Gewinnprognose für das dritte Quartal kassiert. Anstatt der erhofften 6,3 Milliarden Euro (7,8 Billionen Won) werde das Ergebnis lediglich bei 4,2 Milliarden Euro (5,2 Billionen Won) liegen.

Bei Samsung schmilzt nicht nur das Smartphone-Gehäuse des Galaxy Note 7, sondern auch der Gewinn. Mit der Einstellung der Produktion sah sich der südkoreanische Technologiekonzern nunmehr gezwungen, seine Gewinnaussichten für das dritte Quartal nach unten zu korrigieren - um rund ein Drittel. Laut Informationen des "Manager Magazins" werde das Ergebnis nicht, wie ursprünglich gedacht, bei 6,3 Milliarden Euro (7,8 Billionen Won), sondern nur noch bei 4,2 Milliarden Euro (5,2 Billionen Won) liegen. 

Mit 37 Milliarden Euro werde auch der Umsatz in diesem Zeitraum geringer ausfallen, als erwartet. Vor dem Hintergrund der vorherigen Outperformance dürfte sich der jüngste Kursrutsch von über 10 Prozent für Samsung als besonders bitterer Rückschlag erweisen. Seit Jahresbeginn war das Papier um rund 35 Prozent von 1,26 Millionen Won auf 1,71 Millionen Won geklettert.

Entsprechend nervös zeigen sich die Investoren und fordern zunehmend eine schnelle Aufklärung über die zugrunde liegenden Probleme. „Die Leute machen sich Sorgen, weil sie nicht wissen, was das Problem ist“, sagte Kim Hyun Su, Fondsmanager bei IBK Asset Management, am Mittwoch (Quelle:  "WirtschaftsWoche"). Die Kunden bräuchten die Gewissheit, dass die nächste Handy-Generation nicht auch von den Bränden betroffen sein werde. Bislang hält sich Samsung zu den Ursachen jedoch bedeckt. 

Außerdem wollte der Smartphone-Hersteller mit seinem Vorzeige-Gerät eigentlich dem Hauptkonkurrenten Apple eins auswischen - was letztlich in einem furiosen Eigentor mündete. Das Fiasko mit dem Galaxy Note 7 gab dem Apple-Papier stattdessen sogar noch Auftrieb. Experten vermuten, dass sich ein Teil der bisherigen Samsung-Kunden aufgrund des verloren gegangenen Vertrauens nun der Alternative aus Kalifornien zuwenden wird. Einmal dabei, können sich viele Apple-User dem Hype um das iPhone nicht mehr entziehen, die Loyalitätsrate liegt bei unglaublichen 95 Prozent. 

Analyst CW Chung von Nomura sprach angesichts dieser Entwicklung von einem "worst case" für Samsung. Er hält auch negative Folgen bei den übrigen Modellen für möglich, bleibt aber in Erwartung positiver Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen bei seinem bisherigen Votum mit "Kaufen".

 

 



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