DAX+0,57 % EUR/USD-0,48 % Gold-0,95 % Öl (Brent)+0,58 %
Marktüberblick (13. Oktober 2016)
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Marktüberblick (13. Oktober 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
13.10.2016, 08:08  |  441   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich zur Wochenmitte bei geringer Dynamik den zweiten Tag in Folge abwärts. Besser als erwartete Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone konnten die Anlegerstimmung ebenso wenig aufhellen wie ein schwächerer Euro. Der DAX fiel um 0,51 Prozent auf 10.523 Punkte. MDAX und TecDAX büßten 0,32 beziehungsweise 1,35 Prozent ein. Unter den 110 größten Werten gab es 30 Gewinner und 77 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. Im DAX wurden 90,4 Millionen Aktien im Wert von 2,69 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,97) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte, Versicherer und Transportwerte. Schlusslichter in der Sektor-Performance waren Technologiewerte, Telecoms und Softwaretitel. Spitzenreiter im DAX war den zweiten Tag in Folge die Lufthansa-Aktie mit plus 4,28 Prozent. Nachdem am Vortag erfreuliche Verkehrszahlen das Papier der Kranich-Airline beflügelt hatten, trieben am Berichtstag positive Analystenkommentare. Dahinter verbesserten sich Allianz und Commerzbank um 1,20 respektive 0,95 Prozent. Fresenius SE belegte mit minus 1,76 Prozent den letzten Platz im Leitindex. SAP und ProSiebenSat.1 Media verloren 1,57 beziehungsweise 1,52 Prozent. Im TecDAX brach die Aktie von Indexneuling S&T um 11,29 Prozent ein. Das Unternehmen möchte bei Kontron mit 30 Prozent einsteigen und führt hierzu eine Kapitalerhöhung durch.

An der Wall Street lieferte das am Abend veröffentlichte Protokoll der letzten Fed-Sitzung keinen klaren Hinweis auf den Zeitpunkt der nächsten Leitzinsanhebung und wirkte sich damit nicht auf das Kursgeschehen aus. Der Dow Jones Industrial schloss nach einem impulslosen Handel 0,08 Prozent höher bei 18.144 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 endete 0,04 Prozent tiefer bei 4.820 Zählern. 50 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 51 Prozent. 33 neuen 52-Wochen-Hochs standen 31 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Immobilienwerte und Versorger. Auf der anderen Seite verloren Gesundheitswerte und Energiewerte deutlich. Nike belegte mit einem Aufschlag von 1,19 Prozent die Dow-Spitze. Travelers und McDonald’s rückten um 1,18 beziehungsweise 0,90 Prozent vor. Cisco verlor als schwächster Indexwert 2,25 Prozent. Belastet vom schwächeren Ölpreis büßten Chevron und Exxon dahinter 0,86 respektive 0,69 Prozent ein. Nachbörslich stand die Aktie der Großbank Wells Fargo im Fokus und konnte um rund 1,8 Prozent zulegen, nachdem der CEO John Stumpf seinen Rücktritt ankündigte.

Am Devisenmarkt setzte der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs anderen wichtigen Währungen widerspiegelt, seine Rally fort. Er notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,26 Prozent fester auf einem 7-Monats-Hoch bei 97,90 Punkten. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Yen ab. Gegenüber dem US-Dollar verlor die Gemeinschaftswährung den dritten Tag in Folge an Wert, um diesmal 0,36 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 1,1014 USD. Das Britische Pfund zeigte gegenüber allen anderen Majors deutliche Zugewinne. Hintergrund war ein Bloomberg-Bericht, wonach Premierministerin Theresa May das Parlament über die konkreten Bedingungen für den Austritt aus der EU abstimmen lassen möchte. Die Befürchtungen, dass es zu einem “harten Brexit” kommen könnte, wurden damit etwas gemildert. Die schwächste Hauptwährung war der Yen mit deutlichen Einbußen.

Der S&P GSCI Index für 24 Rohstoffpreise gab belastet vom haussierenden US-Dollar den zweiten Tag in Folge um 0,76 Prozent auf 372,75 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich um 0,86 Prozent auf 51,96 USD. Die OPEC meldete für den September einen Anstieg der Ölproduktion innerhalb des Kartells auf den höchsten Stand seit acht Jahren. Nach dem Settlement lasteten zudem die API-Lagerbestandsdaten auf den Kursen. Sie wiesen für die vergangene Woche einen Anstieg der Rohöl-Lagerbestände in den USA um 2,7 Millionen Barrel aus. Experten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um lediglich 650.000 Barrel gerechnet. US-Erdgas handelte mit einem Abschlag von 0,77 Prozent bei 3,21 USD. Comex-Kupfer fiel um 0,37 Prozent auf 2,18 USD. Gold notierte gut behauptet bei 1.257 USD (1.140 EUR). Silber und Palladium verbesserten sich um 0,29 beziehungsweise 0,42 Prozent. Platin verlor hingegen 0,39 Prozent.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,11 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um drei Basispunkte auf 0,06 Prozent. Der Euro-Bund-Future endete 0,15 Prozent tiefer auf einem 4-Wochen-Tief bei 163,45 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um zwei Basispunkte auf ein 4-Monats-Hoch bei 1,79 Prozent zu.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute Morgen überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index gab zuletzt um 0,55 Prozent auf 137,93 Punkte nach. Auf der Stimmung lasteten der feste US-Dollar, fallende Ölpreise und enttäuschende Konjunkturdaten aus China. Die Exporte aus dem Reich der Mitte fielen im September auf USD-Basis im Jahresvergleich um 10,0 Prozent (Konsensschätzung: -3,0). Die Importe gaben um 1,9 Prozent nach (Konsensschätzung: +1,0). Die Handelsbilanz der zweitgrößten Volkswirtschaft wies einen Überschuss von 41,99 Milliarden USD auf. Experten hatten im Schnitt mit 53 Milliarden USD gerechnet. Die Bank of Korea beließ ihren Leitzins bei 1,25 Prozent.

Mit Blick auf die heutigen Konjunkturdaten stehen die deutschen Verbraucherpreise für September und die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe im Fokus. Von der Unternehmensseite veranstalten Merck KGaA und ProSiebenSat.1 Media ihren Kapitalmarkt-Tag. Südzucker präsentiert das ausführliche Ergebnis für das erste Halbjahr. Shop Apotheke Europe gibt sein Börsendebut im Prime Standard.

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Themen: Euro, DAX, USD


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