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Borussia Dortmund Zeit für eine Abkühlung?

14.10.2016, 08:43  |  661   |   |   

Sowohl Fans als auch Anleger, deren Zuneigung Borussia Dortmund (WKN: 549309 / ISIN: DE0005493092) gilt, hatten zuletzt Grund zur Freude. Während vieles dafür spricht, dass die Mannschaft in sportlicher Hinsicht auch in dieser Saison einiges erreichen sollte, stellt sich nach den jüngsten Kurssprüngen die Frage nach dem weiteren Kurspotenzial der BVB-Aktie.

Die Analysten bei GSC Research sind in Bezug auf den einzigen börsennotierten Fußballverein Deutschlands positiv eingestellt. Es wird beispielsweise auf den neuen TV-Vertrag verwiesen, der dem BVB in den kommenden Jahren deutlich höhere Einnahmen in die Kassen spülen sollte. Außerdem könnten aus Analystensicht, ähnlich wie im Sommer 2016, weiterhin hohe Transfererlöse erzielt werden. Sie verweisen dazu auf die Internetseite www.transfermarkt.de und den derzeitigen Wert des BVB-Kaders von über 350 Mio. Euro.

Ein Problem bleibt dann doch. Aus Analystensicht ist zumindest das kurzfristige Kurspotenzial der BVB-Aktie angesichts des jüngsten Höhenflugs ausgeschöpft. Dafür wurde zwar das Kursziel der BVB-Aktie von 4,80 auf 5,40 angehoben, das Rating aber von „Kaufen“ auf „Halten“ gesenkt. Zumal sich aus dem Kursziel von 5,40 Euro derzeit gerade einmal ein Kurspotenzial von etwas über 5 Prozent ergibt.

BVB-Chart: finanztreff.de

BVB-Chart: finanztreff.de

Es gibt einige Anzeichen dafür, dass die BVB-Aktie im Zuge ihrer jüngsten Kursrallye etwas heiß gelaufen ist. Schließlich notiert das SDAX-Papier etwas mehr als 25 Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie. Angesichts der aus fundamentaler Sicht sehr guten Aussichten sollte die Kursrallye jedoch, wenn auch möglicherweise mit einer kurzfristigen Abkühlung, weitergehen.

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Bildquelle: Pressefoto Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Wertpapier: Borussia Dortmund


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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Kommentare

Ich hatte das schon bei Börsenblogger selbst kommentiert:


Die Analysten von GSC Research haben sich bis jetzt in ihren Umsatzschätzungen immer geirrt, sehr häufig richtig deutlich, das sind die Fakten der letzten Jahre. Sie haben sich sogar bei sportlich durchwachsenen Leistungen geirrt, so zum Beispiel für 2014/15
Für das laufende Geschäftsjahr schätzen sie 355 Mio Umsatz, das ist klar zu wenig. Oddo Seydler schätzt hier 376 Mio, dies bei mäßigem sportlichen Erfolg, also Bundesliga Platz 4, CL Achtelfinale und Pokalviertelfinale und keinen weiteren Transfereinnahmen.
In den letzten Jahren war Seydler stets wesentlich realistischer. Dennoch wurden auch deren Prognosen immer übertroffen.

Das, was sie für 2017/18 prognostizieren ist völlig jenseits, sie schätzen ein Umsatzzuwachs von lediglich 6,7 Prozent auf 379,3 Mio. Euro. Das geht gar nicht, in diesem Jahr schätzt Seydler 60 Mio Mehreinnahmen nur allein durch den neuen TV Vertrag inkl. TV Auslandsvermarktung.

Seydler schätzt also für 2017/18 einen Umsatz von 414 Mio.

Das Ganze bei beiden Analysten unter der Bedingung, daß keine weiteren Transfereinnahmen stattfinden werden. Die Wahrscheinlichkeit für keine Transfereinnahmen liegt ungefähr bei NULL. Allermindestens 10 Mio Transfereinnahmen sollte man jedes Jahr einkalkulieren, da kleinere Wechsel sowieso stattfinden werden würden.

Der Analyst verliert kein einziges Wort darüber, wie er überhaupt auf sein Kursziel kommt, das halte ich für zweifelhaft. Seydler begründet mehrmals in zahlreichen Updates die faire Bewertung der Aktie, diesen Begründungen kann man mühelos folgen. Seydler hat die faire Bewertung von 9,80 auf 9,91 angehoben und nennt ein Kursziel von 6 Euro.

Ich würde es gut finden, wenn die Journalisten so wie bei jeder anderen Aktie auch, sich nicht einen einzelnen Analysten rauspicken, die Seydler Analyse ist vom 12.10.2016 und damit brandaktuell, sondern wenigstens die Konsenserwartungen aller Analysten nennen. Und ggf. darüber berichten, was aus den vergangenen Prognosen geworden ist und warum.

Bankhaus Lampe hatte sich in den letzten 6 Jahren um insgesamt 400 Mio Umsatz verschätzt, das ist eine absolut unglaubliche Fehleinschätzung und hat sehr wenig mit sportlichen Erfolgen oder Transfereinnahmen zu tun. Wenn sie demnächst die Schätzungen anpassen, dann müssten sie für die Dreijahresschätzung 2015/16, 2016/17 und 2017/18 die Umsatzprognosen um unglaubliche 350 Millionen nach oben anpassen wenn sie nicht ständig weiterhin auf dem falschen Fuss erwischt werden wollen:

http://bvbaktie.blogspot.de/2016/06/die-analysen-von-bankhaus-lampe.html

Dann mal was zum derzeitigen Kursverlauf:

In der Saison 2010/11 nannte Bankhaus Lampe ein Kursziel von 1,05. Ein absurde Fehleinschätzung, nachdem die Aktie 1,40 erreichte, hatte Bankhaus Lampe das Kursziel nach oben angepasst und zwar auf 1,40. Ein paar Wochen später stand der Aktienkurs aber bei 3,69

Ich glaube nicht, daß der „Markt“ wie es so schön heisst, nicht irgendwann mal begreift, daß sämtliche Prognosen von Borussia Dortmund selbst und von den Analysten ständig klar geschlagen werden. Hier kam es in den vergangenen 6 Jahren öfter zu sehr großen Schüben, diese fanden immer im gleichen Zeitfenster statt, nämlich zwischen Sommerpause und Jahreshauptversammlung Ende November.

Daher ist es fatal, 6 Wochen vor der Jahreshauptversammlung anzunehmen, daß das Kurspotential bereits ausgereizt wäre. Mit der Bildung eines 14 Jahreshochs hat die BVB Aktie rein charttechnisch ein sehr starkes Kaufsignal gebildet. Die nächsten Spiele sind beileibe nicht so interessant, wie die nächsten Quartalszahlen, Seydler erwartet für das erste Quartal einen Nettogewinn von 26,5 Millionen, es werden die mit Abstand besten Zahlen für ein erstes Quartal aller Zeiten.

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