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Marktkommentar: Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (7. Oktober 2016)
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Marktkommentar Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (7. Oktober 2016)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
07.10.2016, 00:00  |  19   |   |   

Das Zögern der Zentralbanken, die Wahltermine und der Brexit geben den Sorgen der Märkte weiter Nahrung; das Pfund, noch immer im freien Fall, nähert sich der Euro-Parität. Mehr dazu von Igor de Maack in seinem wöchentlichen Kommentar.

Das Zögern der Zentralbanken, die Wahltermine und der Brexit geben den Sorgen der Märkte weiter Nahrung; das Pfund, noch immer im freien Fall, nähert sich der Euro-Parität, und die Zinsen für lange Laufzeiten befinden sich weiterhin unter Druck.

Es lässt jedoch aufhorchen, dass Italien eine 50-jährige Staatsanleihe mit einem Volumen von 5 Mrd. Euro zu einem Zinssatz von gerade mal 2,85 % begeben hat, die ein Ordervolumen von 18,5 Md€ erreicht haben soll! Mit den ersten Notierungen gab der Kurs dieses Ultralangläufers allerdings bereits um drei Punkte nach.

Immerhin zeichnet sich am makroökonomischen Horizont ein Hoffnungsschimmer ab. In den meisten Industrieländern weisen die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe eine Erholung aus. Nach einer Talfahrt (bis auf 50 Punkte) zu Jahresbeginn legte der globale Einkaufsmanagerindex für die Industrie auf nahezu 52 Punkte zu. Möglich wurde dies insbesondere dank des endenden Abbaus der Überkapazitäten in der chinesischen Industrie. In den Industrie- und/oder stark digitalisierten Ländern steuern Dienstleistungen nunmehr den Löwenanteil zum BIP bei. Noch immer zieht die Industrie jedoch bedeutende Mengen an Kapital und Investitionen an sich, wie etwa der Erdölsektor zeigt. Diese Erholung bei der industriellen Komponente könnte somit die Aussichten für das weltweite Wachstum aufhellen und die Angst vor einem allgemeinen Preisverfall bannen. In der Tat beherrschen seit den beiden großen Krisen 2008/2011 die Themen der anhaltenden globalen Deflation und der unaufhaltsamen Vergreisung des Europäischen Wirtschaftsraums die Debatten.

Im Euroraum sind die Inflationszahlen noch immer niedrig (0,4 % im September), befinden sich jedoch auf dem höchsten Stand seit Juli 2014.
In den Vereinigten Staaten ist bereits ein gewisser Lohndruck spürbar, und die Kerninflation nähert sich der Zwei-Prozent-Marke an (1,7 %). Dank gestiegener Ölpreise werden die erdölproduzierenden Länder (Russland, Brasilien und Saudi-Arabien) fortan wieder mehr haushaltspolitischen Spielraum haben. Nachdem sie ihre Investitionsprogramme drastisch zurückgefahren hatten, dürften die großen Ölkonzerne diese nun wieder aufnehmen, um das Versiegen ihrer Reserven auszugleichen. Damit diese Inflationsspirale ihre positive Wirkung entfalten kann, bedarf es selbstverständlich einiger Jahre, in denen es überdies zu keiner ernsten Wirtschaftskrise kommen darf. Denken wir jedoch an die 1980er Jahre zurück: Damals hätte kein Anleger eine Inflation von 0 % nur dreißig Jahre später für möglich gehalten. Heute, im Jahr 2016, scheint vielen Anlegern die Rückkehr der Inflation unvorstellbar.

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