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Allianz, Innogy & Co. – Im Fokus der Quartalszahlen!
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Allianz, Innogy & Co. – Im Fokus der Quartalszahlen!

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
11.11.2016, 09:03  |  651   |   |   

Am Donnerstag setzten am deutschen Aktienmarkt nach anfänglicher Stärke Gewinnmitnahmen ein. Im Fokus stand eine Flut an Quartalszahlen – vor allem aus der zweiten und dritten Reihe. Der DAX schloss 0,14 Prozent tiefer bei 10.630 Punkten. MDAX und TecDAX fielen um 0,90 beziehungsweise 2,02 Prozent. Unter den 110 im HDAX versammelten Aktien gab es 38 Gewinner und 72 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. Das Gesamtvolumen blieb auch einen Tag nach der Entscheidung der Wahl zum US-Präsidenten auffällig hoch. Im DAX wurden 191,3 Millionen Aktien im Wert von 6,22 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 3,61) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Banken, Industriewerte und Versicherer. Deutlich abwärts ging es hingegen mit Werten aus dem Versorgersektor, dem Konsumsektor sowie dem Pharma + Healthcare-Sektor. Deutsche Bank setzte sich mit plus 5,57 Prozent an die DAX-Spitze. Deutsche Börse legte um 4,93 Prozent zu. Siemens belegte nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen den dritten Rang mit einem Aufschlag von 4,59 Prozent. Die rote Laterne hielt Vonovia mit einem Kursrutsch um 6,09 Prozent. RWE und adidas büßten 5,89 respektive 5,72 Prozent ein. Im MDAX rangierten Hannover Rück, Bilfinger und Dürr nach der Vorlage ihrer Bilanzen auf den vordersten drei Plätzen mit Zugewinnen zwischen 4,01 und 4,87 Prozent. Norma brach nach enttäuschenden Zahlen um 10,39 Prozent ein. Zalando verlor – ebenfalls nach dem Quartalsbericht – 7,01 Prozent. Im TecDAX haussierte GFT nach Zahlen mit einem Sprung um 9,30 Prozent an die Indexspitze. Nordex verlor nach Zahlen 8,41 Prozent.

An der Wall Street verbesserte sich der Dow Jones Industrial um 1,17 Prozent auf 18.808 Punkte. Der Weltleitindex überwand das August-Hoch und markierte damit ein neues Rekordhoch. Anders hingegen der technologielastige Nasdaq 100, der 1,61 Prozent auf 4.747 Punkte verlor. Die international ausgerichteten großen Techwerte gelten als potenzielle Verlierer einer protektionistischen Politik Trumps. An der NYSE verbuchten nur 46 Prozent der Werte Kursgewinne und 53 Prozent Verluste. Das Aufwärtsvolumen betrug 59 Prozent. 286 neue 52-Wochen-Hochs standen 181 neuen Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Finanzwerte, Industriewerte und Rohstoffwerte. JPMorgan und Goldman Sachs belegten mit Aufschlägen von 4,64 beziehungsweise 4,27 Prozent die vordersten Ränge im Dow. Pfizer verbesserte sich dahinter um 4,26 Prozent. Procter & Gamble verlor am anderen Indexende 3,45 Prozent. Coca-Cola und Apple handelte 3,14 respektive 2,78 Prozent schwächer. Walt Disney stand nachbörslich mit schwächer als erwarteten Quartalszahlen im Fokus. Dank eines optimistischen längerfristigen Ausblicks von CEO Bob Iger drehte die Notierung im nachbörslichen Handel dann jedoch von rund minus 2,5 Prozent auf plus 2,5 Prozent.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Pfund Sterling auf. Der Dollar-Index stieg den vierten Tag in Folge um 0,20 Prozent auf 98,81 Punkte. Mit dem Tageshoch bei 99,08 Punkten näherte er sich dem im Oktober markierten 8-Monats-Hoch bis auf 0,02 Punkte an. EUR/USD fiel um 0,14 Prozent auf 1,0893 USD. Intraday schwankte der Kurs zwischen einem 2-Wochen-Tief bei 1,0864 USD und einem Hoch bei 1,0953 USD. Die nächste wichtige technische Unterstützung ist das im Oktober gesehene Tief bei 1,0851 USD. Widerstand befindet sich als nächstes bei 1,0953-1,0974 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen war das Pfund Sterling weiter stark gesucht, während der Yen deutlich an Wert verlor. Rohstoffwährungen standen teilweise extrem unter Druck. Ebenso Emerging-Markets-Währungen. Sie litten unter der Erwartung, die Fed könnte die Leitzinsen unter dem zukünftigen Präsidenten Donald Trump deutlicher anheben. Rand und Real verloren gegenüber dem US-Dollar und dem Euro jeweils rund 5 Prozent. Im heutigen asiatischen Handel sackte die indonesische Rupiah gegenüber dem Greenback zwischenzeitlich um 4 Prozent ein.

Der S&P GSCI Spot-Index für 24 Rohstoffpreise endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines Wochenhochs 0,09 Prozent tiefer bei 356,23 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 1,68 Prozent auf 45,58 USD. Die US-Sorte fiel um 2,19 Prozent auf 44,28 USD. US-Erdgas gab nach Lagerbestandsdaten um 1,38 Prozent auf 2,65 USD nach. Gold verlor 1,13 Prozent auf 1.259 USD (1.156 EUR). Platin sackte um 2,70 Prozent auf 976,20 USD ab. Silber und Palladium konnten hingegen um 1,07 beziehungsweise 1,28 Prozent zulegen.

Am Rentenmarkt setzte sich der rasante Anstieg der Zinsen weiter fort. Die Umlaufrendite sprang um 7 Basispunkte auf 0,05 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um acht Basispunkte auf 0,29 Prozent zu und erreichte damit ein 8-Monats-Hoch. Der Euro-Bund-Future gab um 0,30 Prozent auf 160,45 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um acht Basispunkte auf ein 10-Monats-Hoch bei 2,15 Prozent an.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,50 Prozent auf 135,95 Punkte. Gegen den Trend präsentierten sich der Nikkei 225 und der Shanghai Composite von der freundlichen Seite.

Von der Makroseite sind heute die deutschen Verbraucherpreise für Oktober sowie der US-Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan für November relevant. Quartalszahlen gibt es unter anderem von Allianz, Innogy, Bechtle, TLG Immobilien, Zeal Network und Wüstenrot & Württembergische.

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