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DAX-Future – Optionskunde für Einsteiger

Gastautor: Daniel Saurenz
12.11.2016, 12:00  |  39   |   |   

Börse_EZB_6Den DAX kennt beinahe jedes Kind. Aber was der DAX-Future ist und was er bedeutet, ist vielen Anlegern unklar. Neu ist die Funktionsweise von Futures allerdings nicht: Unter einem Future versteht man ein börsengehandeltes Termingeschäft. Solche Vereinbarungen zwischen zwei Parteien gibt es schon sehr lange. Am bekanntesten sind die Geschäfte aus der Agrarwirtschaft. Der Landwirt kann seine Ernte im Voraus zu einem bestimmten Preis und einem bestimmten Liefertermin verkaufen. Um diese vertraglichen Vereinbarungen zu standardisieren, wurden Warenterminbörsen gegründet, die ersten Terminbörsen der Welt. In der Finanzbranche heißen standardisierte Geschäfte mit festen Fälligkeitsterminen Financial Futures. Zu dieser Gruppe gehört auch der DAX-Future auf den bekannten Index der 30 großen deutschen Standardwerte.

Einfache Handhabung

Wer einen solchen DAX-Future kauft oder verkauft, ist zur unbedingten Erfüllung des Geschäfts verpflichtet. Von den Verpflichtungen des Vertrags entbindet den Spekulierenden nur die Einnahme der Gegenposition vor dem Verfallstag. Als Käufer geht er dabei eine Long-Position im DAX-Future ein und profitiert von steigenden Kursen im Basiswert.

Diese Position kann durch den Verkauf der DAX-Long-Futures-Position aufgelöst werden. Wenn er den DAX-Future verkauft, ohne eine Long-Position eingegangen zu seine, geht er den Future “short” und profitiert von fallenden Kursen im DAX-Future. Dies wird auch als Leerverkauf bezeichnet. Um diese Position aufzulösen, muss ein DAX-Future gekauft werden. Um Futures zu handeln, müssen ANleger immer eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen. Diese beträgt einen Bruchteil des Kontraktwerts des Futures.

Hohe Sicherheitsleistung

Die Chance oder das Risiko besteht während der Laufzeit des DAX-Future in der Bewegung des Basiswerts, des DAX-Futures. Da ein Punkt im DAX-Future 25 Euro wert ist, beträgt der Kontraktwert das 25fache des aktuellen Future-Werts, derzeit circa 25 mal 8.600 Euro, also 215.000 Euro. Da dieser Kontrakt einen hohen Wert hat, müssen Futures-Anleger auch eine entsprechend hohe Sicherheitsleistung hinterlegen, um den DAX-Future zu handeln.

Fällig werden DAX-Futures jeweils am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember. Zu den Terminen laufen noch weitere Optionsgeschäfte aus, weshalb sie auch dreifacher Hexensabbat heißen.

Häufig haben große Marktteilnehmer das Interesse, den DAX-Future – der sich tendenziell wie der DAX bewegt – zu diesen Zeitpunkten unterhalb oder oberhalb bestimmter Kursmarken zu bringen. Darauf richten sie ihr Geschäft aus. Zum Verfallstermin eines Futures hat der Käufer dann theoretisch Anspruch auf den Basiswert, der Verkäufer Anspruch auf die vereinbarte Summe. Da der DAX-Future nicht wirklich lieferbar ist, werden Gewinne oder Verluste in bar ausgeglichen.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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