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Bei DAX-Dividendenhits nicht nur auf die Dividende achten

Gastautor: Daniel Saurenz
18.11.2016, 15:00  |  786   |   |   

Die Zinsen steigen weltweit deutlich. Daher werden Dividendenhits weniger attraktiv. Dennoch könnten etliche dieser Aktien weiter nach oben tendieren.

Prächtige Zahlen von der Allianz: Der Versicherer hat mit den Ergebnissen für das dritte Quartal die Erwartungen übertroffen und die Gewinnprognose bestätigt. Daher dürfte der Aufwärtstrend bei der Aktie, die mit einer Dividendenrendite von 5,3 Spitzenreiter im DAX ist, weitergehen. Für deutlichen Rückenwind sorgen vor allem die steigenden Zinsen, die es der Allianz ermöglichen, eine bessere Rendite auf das verwaltete Kapital zu erwirtschaften. Dieses Umfeld kommt auch der Münchener Rück zugute, die mit einer Dividendenrendite von 4,8 Prozent den dritten Platz im DAX belegt.
Zu den größten Dividendenhits gehören zudem die Premiumhersteller Daimler und BMW. Während Daimler mit einer Rendite von 5,2 Prozent auf Rang 2 liegt, ranigert BMW mit 4,2 Prozent auf Rang 6. Nach Trumps Wahlsieg waren die Aktien von Daimler und BMW kurzfristig kräftig unter Druck, weil Investoren befürchtet hatten, dass Trump auf Protektionismus, also den Schutz der US-Unternehmen vor ausländischer Konkurrenz, setzen dürfte. Allerdings dürften die Sorgen übertrieben sein, produzieren doch Daimler und BMW eine Menge Fahrzeuge in den USA. Die Konzerne profitieren zudem von der Aussicht, dass der designierte US-Präsident Donald Trump ein großes Konjunkturprogramm auflegen könnte. Von der möglichen Belebung der US-Wirtschaft würden indirekt auch die deutschen Autohersteller profitieren. Diese Aussicht spricht auch für ein Engagement bei BASF. Der weltgrößte Chemiekonzern ist ein Zykliker par excellence und liegt mit einer Rendite von 4,5 Prozent auf Platz vier. Für Rückenwind würde zudem ein steigender Ölpreis sorgen.
Die Rendite der Telekom kann sich mit 4,2 Prozent zwar mehr als sehen lassen. Dennoch könnte die Talfahrt der Aktie wegen der steigenden Zinsen weitergehen, sitzt die Telekom doch auf Nettoschulden von 48,5 Mrd. Euro.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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