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DAX30-Index Politische Unsicherheit und gestiegene US-Zinsen belasten

Gastautor: Oliver Bossmann
22.11.2016, 13:21  |  448   |   |   

Der DAX30-Index tritt auf der Stelle. Anders kann die Kursentwicklung der letzten Tage nicht umschrieben werden. Seit gut zwei Wochen bewegt sich der deutsche Index in einer engen Range zwischen den Marken von 10.800 Punkten auf der Oberseite und 10.600 Punkten auf der Unterseite.

Der vor uns liegende Dezember ist historisch gesehen eine gute Börsenzeit und so könnte die Long-Seite kurzfristig favorisiert werden. Die Saisonalität könnte demnach der Grund sein, warum viele Analysten einen Ausbruch nach oben und einen anschließenden Lauf bis in den Bereich um die 11.000-Punkte-Marke erwarten. Mit momentanen Kursen bei 10.750 Punkten wäre der Ausbruch auf der Oberseite nichts Überraschendes und es könnte dann darauf ankommen, ob Anschlusskäufe von Investoren und Anlegern folgen, um den DAX30-Index auf diesen Kursniveaus zu halten.

Die politische Unsicherheit in den kommenden Monaten und die stark gestiegenen US-Anleihenzinsen könnten mittel- bis langfristige Investoren davon abhalten, beherzt zuzugreifen. Somit könnten die entscheidenden Marktkräfte fehlen, die das deutsche Börsenbarometer dauerhaft über der 11.000-Punkte-Marke halten.

Trotz der fundamentalen Irritationen gilt aus charttechnischer Sicht, solange der DAX30-Index oberhalb der Unterstützungslinie bei 10.576 Punkten notiert, solange ist das kurzfristige Long-Szenario intakt. Erst wenn der Kurs diese Marke nach unten durchbricht, dann wäre aus charttechnischer Sicht ein Rücklauf bis in den Bereich um die Marke bei 10.190 Punkten zu erwarten, denn hier liegt die nächste Unterstützungszone.

 

Wertpapier: DAX (Kurs-Index)


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Oliver Bossmann ist bei ETX Capital als Marktanalyst tätig. Er arbeitet seit über zehn Jahren in der Finanzbranche und hat sich auf den Bereich CFD- und FX-Trading spezialisiert. Zuletzt war er bei dem amerikanischen Forex-Broker FXCM als Marktanalyst angestellt und leitete den Unternehmensbereich FXCM Research in Deutschland. Bis 2009 verwaltete er als Head of Trading beim Broker FX Flat private und institutionelle Kundengelder in Form eines Managed Accounts.

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