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Deutsche Bank - Boni Deutsche Bank - Mehr als 30 Millionen Euro Vorstandsboni einbehalten (vorerst)

28.11.2016, 15:24  |  1620   |   |   

Vor knapp zwei Wochen schrieb auch wallstreet:online: „Deutsche Bank fordert Millionen-Boni von Ex-Vorständen zurück“. Auf dem Spiel sollen sowohl fällige als auch ausgezahlte Boni in Millionenhöhe an Ex-Vorstandschef Anshu Jain, Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und weiteren Topmanagern stehen.

Wie die „Welt am Sonntag“ aktuell berichtet, soll das größte deutsche Geldhaus in den letzten drei Jahren mehr als 30 Millionen Euro an Boni für ihre ehemaligen Führungskräfte einbehalten haben. Demnach sollen allein die ehemaligen Vorstände Josef Ackermann und dessen Nachfolger Anshu Jain 12 Millionen Euro nicht ausgezahlt bekommen haben. Vor dem Hintergrund der schlechten Entwicklung hoffe das Management der Deutschen Bank, zumindest einen Teil dieser offenen Gewinnvergütung auch auf Dauer nicht auszahlen zu müssen. 

Für den früheren Leiter und späteren Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain (von 2012-2015), könnte es noch dicker kommen. Dem Bericht zufolge musste Jain bei seinem Abgang auch auf einen Großteil seiner Abfindung verzichten. Summa summarum insgesamt von 25 Millionen Euro. Lediglich eine im Verhältnis kleine Zahlung von 2,2 Millionen Euro plus 1,5 Millionen Euro sollen für die Altersvorsorge bei ihm angefallen sein. 

Doch für die Deutsche Bank wird es schwierig, die Boni aller Vorstände dauerhaft einzubehalten, heißt es weiter. Gemäß einer derzeit gültigen internen Regelung muss die Bank die Gewinnbeteiligung spätestens drei Jahre nach Fälligkeit auszahlen. Ausnahme: Ein Manager hat sich derart schwerwiegender Verfehlungen schuldig gemacht, dass er entlassen wurde. Das war jedoch nicht der Fall. Die Bank wird daher einen Kompromiss mit ihren früheren Vorständen suchen müssen. Sprich: Es läuft wohl auf einen Vergleich hinaus.

Wertpapier: Deutsche Bank


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Kommentare

Mit Neid hat das nicht das geringste zu tun.

Manager (Vorstände, Aufsichtsräte, ja selbst die Gesellschafter einer GmbH) haften für ihre Verfehlungen sowohl im Innen- als auch im Außenverhältnis mit ihrem Privatvermögen > "directors and Officer liability" (Manager-Haftung).

Diese Verfehlungen müssen dabei nicht einmal nachgewiesen werden, sondern der Betreffende muss nachweisen, dass er an dem Verstoß keine Schuld trägt (Beweislastumkehr).

Was für die Politik keine Gültigheit hat, trifft auf die Privatwirtschaft aber zu 100% zu, zumindest auf dem Papier (wo kein Kläger, da kein Richter).

Soll doch jeder seine Kohle bekommen, wenn er Verantwortung übernimmt, diese auch trägt und (auf redliche Weise) Leistungen erbringt, die die meißten Menschen so eben nicht erbingen können.
Hier ist dies aber m. E. nicht der Fall.

Beispiel gefällig?

https://de.wikipedia.org/wiki/Anshu_Jain#Vorw.C3.BCrfe
Wie lautet ihr Vorstands-Vertrag? Nur danach richtet sich die Vergütung. Sozialneid ist ein schlechter Wegweiser.
Unglaublich!

Sie bauen Mist ohne Ende, ruinieren etliche Menschen/Familien und gehen dann mit einem Salär nachhause, welches der Normalbürger in seinem ganzen Leben nicht erwirtschaften kann.

Gibt es für Banker den keine "directors and Officer liability" (Manager-Haftung)?

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