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Bitcoin fürs Depot

29.11.2016, 16:53  |  1124   |   |   

Was steckt hinter der Bezeichnung Bitcoin? Wie verhält sich die «neue» Anlageklasse gegenüber den traditionellen? Für interessierte, risikoaffine Anleger könnte es sich lohnen, sich näher mit dieser Thematik zu befassen.

Aus einem zunächst kleinen Nischenprojekt unter dem bis heute unaufgedeckten Pseudonym «Satoshi Nakamoto» aus dem Jahr 2008 wurde ein großes globales Phänomen. Bitcoin ist heute in aller Munde. Doch was sind Bitcoins eigentlich? Und warum sind sie so bahnbrechend? Zunächst ist allerdings ein grundsätzliches Verständnis von Bitcoin nötig. Auseinandersetzen müssen sich potenzielle Investoren im Vorfeld insbesondere mit der Funktionsweise des Bitcoin-Systems und seiner Hintergründe, der Preishistorie und den verbundenen Risiken.

Bitcoin: um was es geht

Bitcoin ist eine Rechnungseinheit, vergleichbar mit einer virtuellen Währung beziehungsweise die größte und bekannteste Kryptowährung. Aufgebaut ist es nach sogenannten kryptografischen Prinzipien (Verschlüsselungs- und Informationssicherheit; Quelle: bitcoin-start.de). Die Landschaft der Kryptowährungen ist extrem vielfältig. So existieren gemäß coinmarketcap.com derzeit 705 verschiedene Kryptowährungen mit einer totalen Marktkapitalisierung von insgesamt rund USD 13,8 Milliarden. Den größten Teil davon nimmt dabei Bitcoin mit ca. USD 11,8 Milliarden ein (Quelle: coinmarketcap.com; Stand: 25.11.2016; 10.50 Uhr).

Bitcoin basiert auf einer dezentral gelagerten Datenbank – der sogenannten «Blockchain». Sie enthält alle bisher getätigten Transaktionen in Blöcken. Eine zentrale Überwachungsinstanz für die Herausgabe gibt es nicht. Das ganze System wird über ein großes Netzwerk von Computern verteilt Die Kryptowährung wurde 2008 durch das unter dem Pseudonym «Satoshi Nakamoto» verfasste White Paper «Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System» ins Leben gerufen. Es beschreibt ein rein elektronisches «Peer-to-Peer»-Geldsystem, das Online-Zahlungen zwischen zwei Parteien ohne Einbindung eines Intermediäres (z. B. einer Bank) zulässt. Unter «Peer-to-Peer» versteht man die «Kommunikation unter Gleichen».

Mittels Bitcoin lassen sich folglich Überweisungen über das Internet abwickeln, ohne dass beispielsweise eine traditionelle Bank als Abwicklungsstelle dazwischengeschaltet ist. Dabei werden häufig folgende Vorteile gegenüber herkömmlichen Währungen genannt: die hohe Anonymität, niedrige Transaktionskosten sowie die limitierte Anzahl von Bitcoins. Zwar wächst die Zahl der sich in Umlauf befindenden Bitcoins aktuell wegen des sogenannten «Minings». Jedoch soll die maximale Zahl von 21 Millionen erst ca. im Jahr 2140 erreicht werden (Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class).

Was steckt hinter Bitcoin?

Das «Mining» beziehungsweise dessen Prozess ist ein elementarer Bestandteil der Blockchain-Technologie. Hier eine stark vereinfachte Darstellung dieses Prozesses:

Wird eine Bitcoin-Transaktion (A möchte Geld zu B überweisen) ausgelöst, dann wird sie einem «Block» angefügt. Zur Ausführung der Transaktion muss der «Block» durch einen «Miner» (zu Deutsch: Minenarbeiter) verifiziert werden. Dies geschieht durch den sogenannten «Proof-of-Work», wobei ein oder mehrere Computer ein mathematisches Rätsel lösen müssen. Sobald es geknackt wurde, wird der «Block» der «Chain» (Kette) angefügt. Die «Blockchain», die nun wieder sämtliche Bitcoin-Transaktionen umfasst, wird dem Netzwerk zugestellt. Im Durchschnitt wird alle zehn Minuten ein solcher «Block» der «Chain» angefügt und dies dem Computer-Netzwerk mitgeteilt. Dem «Miner» wird für diese Arbeit eine Vergütung in Form von neuen Bitcoins überwiesen. Durch diese Vergütungen erhöht sich die Anzahl der sich in Umlauf befindenden Bitcoins stetig. Um deren Begrenzung (21 Millionen Bitcoins) sicherzustellen, wird die Vergütung für jeden neuen «Block» im Durchschnitt alle vier Jahre halbiert. Man spricht auch vom sogenannten «Halving».

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

Bildquelle: dieboersenblogger.de



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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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