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Der Nikkei und die Abenomics – Japans Aktien im Aufwind

01.12.2016, 09:33  |  218   |   |   

Da sage noch einer, das Drucken von Geld würde nichts bringen. Seit Beginn der Abenomic stieg der Nikkei-Index von rund 8.500 Punkten auf zeitweise 21.000 Zähler. Dann ging es zwar wieder zurück bis auf 15.000 Punkte, doch inzwischen hat sich der japanische Leitindex für Aktien wieder auf mehr als 18.000 Punkte berappelt. Abenomics leitet sich von Abe dem Ministerpräsidenten Japan und Economics, englisch für Wirtschaft, ab und bedeutet, dass die Bank von Japan alles am Markt an Staatsanleihen aufkauft, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. So könnten diese Papier schon in ein zwei Jahren knapp werden, außer Nippons Regierung entschließt sich die ohnehin schon gewaltige Verschuldung noch weiter zu steigern, etwa um zusätzliche Konjunkturprogramme aufzulegen. Derzeit beträgt die Staatsverschuldung Japans sagenhaften 260 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP). Wobei diese Schulden meist von Inländern finanziert wird – der Japaner steht treu und fest zu seinem Tenno.

80 Billionen Yen (665 Milliarden Euro) beträgt derzeit das jährliche Volumen der Notenbank-Shopping-Tour. Wer sagt denn, dass man diese Summe nicht auf 90 oder gar 100 Billionen Yen ausweiten könnte? Eben. Und muss es bei Käufen von Staatsanleihen bleiben? Nein. Aktien in Form von Indexfonds (ETFs) und Unternehmensanleihen passen auch sehr gut ins Notenbank-Portfolio.

Nikkei-Chart: finanztreff.de

Nikkei-Chart: finanztreff.de

Zudem doktert die Bank von Japan seit einiger Zeit auch an der Zinskurve herum, weil man unangenehmer Weise gesehen hat, dass Banken und Versicherungen unter den Niedrigzinsen leiden. Deshalb hat man die Untergrenze für die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen auf null Prozent festgelegt und kauft im kurzfristigen Bereich. Die Renditen der längerlaufenden Anleihen zogen daraufhin an…

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SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

Bildquellen: Thomas Schumm / dieboersenblogger.de

Wertpapier: Sony

Themen: Aktien, Staat, Japan


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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