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Private Haftpflicht: Wo Millionen nicht viel kosten

Gastautor: Dieter Fromm
01.12.2016, 14:00  |  199   |   |   

Geiz ist geil. Die Deutschen gelten weltweit als begeisterte Schnäppchenjäger und sind äußerst preisbewusst. Doch bei der privaten Haftpflichtversicherung ist zu starkes Kostendenken gefährlich. Auf keinem Fall macht es Sinn, auf eine angemessen hohe Versicherungssumme zu verzichten, um niedrigere Beiträge zu zahlen. Dieses Vorgehen birgt erhebliche finanzielle Risiken. Denn deutlich deutlich höhere Deckungssummen kosten in der privaten Haftpflichtversicherung oft nur wenige Euro mehr Jahresbeitrag mehr.

geld-sparen-blau.jpg So deckt die Privathaftpflicht die vom Versicherungsnehmer und mitversicherten Familienmitgliedern nicht vorsätzlich verursachten Sach- oder Personenschäden ab, die anderen Menschen zugefügt wurden. Oft geht es nur um kleine Schäden, die sich für ein paar hundert Euro problemlos aus der Welt schaffen lassen. Doch möglich sind auch Extremfälle, die ohne Versicherung in den persönlichen Ruin führen können. Denn jeder haftet bei Schäden grundsätzlich mit seinem ganzen Vermögen.

Klassisches Beispiel ist der elfjährige Sohn, der auf die Straße, weil sein Fußball dorthin gerollt ist. Ein Autofahrer muss bremsen, der Tanklastzug dahinter kracht auf den Pkw, kippt um, der Tank schlägt leck. Zehntausende Liter Öl fließen in die Kanalisation. Die Schadenbeseitigung kostet mehrere Millionen Euro.

Weiteres Beispiel: Der Versicherte verursacht einen Unfall, bei dem eine andere Person körperliche Schäden davonträgt. Diese sind so gravierend, dass eine langwierige medizinische Behandlung und Rehabilitationsmaßnahmen nötig sind. Am Ende stellt sich heraus, dass der Geschädigte nicht mehr arbeiten kann und erwerbsunfähig wird. Alles in allem kostet dies über Jahre und Jahrzehnte verteilt mehrere Millionen Euro.

Zugegeben, beides mag unwahrscheinlich sein und ereignet sich nicht jeden Tag. Aber ausgeschlossen ist es nicht. „Deshalb sollte in der privaten Haftpflichtversicherung die Versicherungssumme möglichst hoch sein“, rät moneymeets.com Geschäftsführer Dieter Fromm. Als Faustregel gilt: Die Deckungssumme bei Sach- und Personenschäden sollte fünf Millionen Euro je Schadensfall nicht unterschreiten. Ein Vielfaches davon wäre sinnvoller, damit der Privathaftpflichtversicherte auch bei einem Super-Gau ausreichend geschützt ist.

Beim Jahresbeitrag macht sich diese Aufstockung der Versicherungs- oder Deckungssumme kaum bemerkbar. Bei guten Privaten Haftpflichtversicherern kostet eine Erweiterung von drei auf 50 Millionen Euro Versicherungssumme nur rund zehn Euro mehr Beitrag im Jahr.


Themen: Euro, Öl, Vermögen


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Dieter Fromm ist Gründer und Geschäftsführer von moneymeets. Vorher war er 29 Jahre als Berater, Private Banker und Gesamtverantwortlicher für das Privatkundengeschäft der drittgrößten Sparkasse Deutschlands tätig. Mit der Gründung von moneymeets im Jahr 2011 hat er sich auf die Transparenz und die digitale Alternative zur klassischen Anlageberatung konzentriert.

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