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Warnung eines Sicherheitsexperten "2017 könnten Hacker das Internet komplett lahmlegen. Und damit einen Kollaps auslösen"

22.12.2016, 10:39  |  7246   |   |   

In diesem Jahr verging kaum eine Woche ohne die Meldung einer neuen, breit angelegten Cyberattacke. Der Vizechef der weltweit größten Security-Intelligence-Firma, James Carder, glaubt, dass das nur die Vorbereitungen auf das waren, was im nächsten Jahr auf uns zukommen könnte. 

Gestohlene Bitcoins, gehackte Internetprovider, blockierte Webdienste: 2016 dürfte das Ausmaß der weltweiten Cyberkriminalität definitiv einen neuen Höchststand erreicht haben. Und es deutet vieles darauf hin, dass die Attacken auch im nächsten Jahr an Qualität und Umfang weiter zunehmen werden. Die daraus resultierende Gefahr sollte keineswegs unterschätzt werden.

Tatsächlich glaubt der IT-Sicherheitschef und Vizepräsident der Security-Intelligence-Firma LogRhythm, James Carder, dass es demnächst zu einem von Hackern initiierten längerfristigen Ausfall des World Wide Web kommen könnte (Quelle: "Business Insider").

"Wenn es dir gelingt, große Webseiten und einen massiven Teil des US-amerikanischen Internets für ein paar Stunden lahmzulegen, dann scheint doch ein 24-stündiger Ausfall auch ziemlich leicht, oder?"

Mit seinen Worten spielte Carder auf den schweren Denial-of-Service-Angriff vom Oktober dieses Jahres an. Betroffen war der Internetdienstleister DynDNS, zu dessen Kunden prominente Webdienste, wie Twitter, Amazon oder Spotify gehören. Durch eine von sogenannten Botnetzen ausgelöste DDoS-Attacke werden die Zielsysteme meist mittels gewaltiger Datenfluten dermaßen überlastet, dass diese bald nicht mehr erreichbar sind. In der Folge kam es bei den besagten Kunden zu längerfristigen Störungen. 

"Die Kriminellen feuern ihre Waffen jetzt schonmal testweise ab", mutmaßt Carder. Vor der Attacke auf DynDNS wurde auch der Blog des Internet-Security-Journalisten Brian Krebs zerschossen - ein DDoS-Angriff, den es laut Fachexperten in diesem Umfang bis dato noch nicht gegeben hatte. Mit seinen Recherchen hatte sich Krebs nicht selten Feinde unter den Cyberkriminellen gemacht.

"Das waren alles wirklich nur Tests", betonte Carder noch einmal. "2017 wird es irgendwann, irgendwo knallen. Wenn das Internet dann zusammenbricht, werden die Finanzmärkte kollabieren." 

 

 

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