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US-Konjunkturdaten im Fokus – Wie reagiert der Markt?
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US-Konjunkturdaten im Fokus – Wie reagiert der Markt?

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
22.12.2016, 08:11  |  609   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt kehrte zur Wochenmitte weitgehend vorweihnachtliche Ruhe ein. Der DAX endete 0,03 Prozent höher bei 11.469 Punkten. Zwischenzeitlich konnte das Börsenbarometer ein Jahreshoch bei 11.480 Punkten markieren. Der TecDAX schloss 0,02 Prozent tiefer bei 1.786 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte behielt seine relative Stärke bei und verbesserte sich um weitere 0,50 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 22.066 Punkten. Unter den 110 größten Werten gab es 69 Gewinner und 36 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 56 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei mageren 64,3 Millionen Aktien im Wert von 2,55 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 4,46). Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte, Bauwerte und Immobilienwerte. Am deutlichsten abwärts ging es mit Telekomwerten, Banken und Software-Titeln. Volkswagen belegte mit plus 1,87 Prozent die DAX-Spitze. Die Wolfsburger haben sich mit den US-Behörden auf eine Entschädigung geeinigt. Linde und Vonovia rückten um 1,21 beziehungsweise 0,73 Prozent vor. Am anderen Ende büßte die Aktie der Deutschen Börse 1,43 Prozent ein.

An der Wall Street schloss der Dow 0,16 Prozent tiefer bei 19.942 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 0,09 Prozent auf 4.949 Zähler. 51 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Abgaben. Das Abwärtsvolumen lag bei 61 Prozent. 138 neuen 52-Wochen-Hochs standen 20 neue Tiefs gegenüber. Die einzigen beiden Sektoren im Plus waren Energie und Rohstoffe. Am kräftigsten abwärts ging es mit Immobilienwerten, gefolgt von Healthcare-Werten und Versorgern. Nike setzte sich mit einem Aufschlag von 0,98 Prozent an die Dow-Spitze und profitierte damit von besser als erwarteten Quartalszahlen.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index um 0,21 Prozent auf 103,03 Punkte nach und befindet sich damit im Konsolidierungsmodus unterhalb des am Vortag erreichten 14-Jahres-Hochs. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. EUR/USD stieg um 0,38 Prozent auf 1,0426 USD. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs zwischen 1,0382 USD und 1,0451 USD. Bei den anderen Majors fielen der Franken mit Stärke und der Kanada-Dollar sowie das Pfund Sterling mit Schwäche auf. Außerhalb der Hauptwährungen stand die Schwedenkrone mit kräftigen Zugewinnen im Fokus der Forex-Händler. Die Riksbank hatte zwar verkündet, ihre Wertpapierkäufe um ein halbes Jahr zu verlängern. Doch blieb der Umfang hinter der Markterwartung zurück. Zudem gab es im geldpolitischen Ausschuss der Notenbank Widerspruch zur Fortsetzung der Geldschwemme.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise verlor 0,35 Prozent auf 390,93 Punkte. Die Rohölpreise standen nach einem überraschenden Anstieg der US-Lagerbestände unter Druck. Daneben belastete die Aussage Libyens, dass man erwartet, in den nächsten Monaten die Produktion kräftig steigern zu können. Brent-Öl verbilligte sich um 1,54 Prozent auf 54,50 USD. Der Preis für US-Erdgas haussierte um 8,49 Prozent auf 3,54 USD. Hier beflügelte die Spekulation darauf, dass die heute zur Veröffentlichung anstehenden Lagerbestandsdaten einen deutlichen Rückgang der Vorräte ausweisen werden. Kupfer verlor an der Comex 0,22 Prozent auf 2,50 USD. Gold gab um 0,04 Prozent auf 1.133 USD (1.085 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium handelten mit Abschlägen zwischen 0,75 und 1,97 Prozent.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,03 Prozent nach. Ebenfalls zwei Basispunkte auf 0,25 Prozent verlor die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Der Euro-Bund-Future legte im Gegenzug um 0,20 Prozent auf 163,32 Punkte zu. Für die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes ging es um zwei Basispunkte auf 2,55 Prozent abwärts.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der schwachen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index verlor 0,41 Prozent auf 134,73 Punkte. Besonders deutlich ging es mit dem Hang Seng Index abwärts. Er verlor zuletzt 0,91 Prozent. Gegen den Trend fest zeigte sich der australische ASX mit einem Aufschlag um 0,54 Prozent.

Heute steht eine Vielzahl von US-Konjunkturdaten im Fokus. Für Bewegung an den Finanzmärkten könnten insbesondere die Daten zum BIP, dem Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und den persönlichen Ausgaben und Einkommen sorgen.

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