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Vermögensaufbau 2017 Jeder Trader ist auch Sparer: 7 Kernaussagen für 2017 - so bauen Sie langfristig Vermögen auf!

09.01.2017, 04:00  |  1965   |   |   

Die Trends beim Schwellenländer-Wachstum, bei Öl und Inflation haben gedreht. Vor diesem Hintergrund dürften auch die Anleihenrenditen die Talsohle durchschritten haben. Wir erwarten trotz Richtungsänderung keine starken Trends. 2017 dürfte das Wachstum nur moderat anziehen. Das anhaltende globale Umfeld niedrigen Wachstums bietet nach wie vor keinen Raum für nachhaltige deutliche Trends. Strategisch ziehen wir im Gesamtjahr 2017 Aktien, Unternehmensanleihen und Gold gegenüber Kasse, Staatsanleihen und Öl vor.

Sieben Kernaussagen für 2017

1. Das globale Wachstum dürfte leicht anziehen, da die Schwellenländer und die USA stärker wachsen dürften. Der globale Zyklus schaltet allerdings keinen Gang höher – der lange globale Zyklus niedrigen Wachstums zieht sich weiter in die Länge.

Über die fiskalpolitische Stimulierung wird freilich in fast allen Regionen diskutiert, doch von der Diskussion bis zur Umsetzung ist es ein weiter Weg. Die Schuldenstände dürften das Ausmaß begrenzen, und die letztlichen Wachstumseffekte sind oft ungewiss. Eine nennenswerte Belebung des globalen Wachstums erscheint aus vier Gründen unwahrscheinlich: (1) die Zentralbankpolitik wird allmählich weniger akkommodierend (Fed-Straffung, EZB-Tapering), (2) die nachlassende Globalisierung und der steigende Protektionismus sorgen für negative Wachstumseffekte, (3) die Zunahme der Anti-Establishment-Kräfte birgt politische Risiken und erschwert in zunehmendem Maße die Umsetzung weitreichender Reformen durch die amtierenden Regierungen und (4) eine generelle Beschleunigung des Schwellenländer-Wachstums dürfte ausbleiben.

2. Die divergierenden Notenbankpolitiken dürften sich fortsetzen, insbesondere zum neuen Jahr hin, die Marktauswirkungen könnten sich jedoch abschwächen oder drehen, wenn die Debatte über die Rückführung der EZB-Anleihenkäufe (Tapering) einsetzt.

Im Dezember dürfte die EZB ihre Anleihenkäufe von 80 Milliarden Euro pro Monat verlängern und somit ihre ultralockere Politik vorerst beibehalten, bei der erwarteten Erhöhung der Zielspanne für die Fed Funds Rate dürften die FOMC-Mitglieder ihre Zinsprognosen hingegen unverändert beibehalten. Das wäre eine klare Bestätigung der anhaltenden Divergenz zwischen den Geldpolitiken von Fed und EZB, und dieses Thema dürfte bis in neue Jahr hinein den Ton angeben. Anfang 2017 wird sich der Fokus dann wohl auf die QE-Tapering-Debatte im Euroraum verlagern. Das Zinsgefälle zwischen den Notenbanken sollte in den kommenden Jahren durch die Zinserhöhungen der Fed zunehmen. Die Tapering-Debatte – die letztlich zu geringeren Anleihenkäufen der Notenbanken in der Eurozone führen sollte – dürfte jedoch leiser werden, wenn nicht gar ganz verstummen oder die von den Märkten eingepreiste Notenbankendivergenz vorübergehend umkehren. Das dürfte insbesondere die Performance von Bunds gegenüber Treasurys und den Euro/US-Dollar-Wechselkurs beeinflussen.

3. Vermehrte Ausschläge der Aktienvolatilität erfordern weiter eine konträre taktische Strategie bei Aktien. Die Zins- und Währungsvolatilität dürfte nachhaltiger anziehen.

Da sich der globale Wachstumszyklus weiter in die Länge zieht und angesichts der besseren Gewinnentwicklung für die Unternehmen dürfte ein Trendanstieg bei der Aktienvolatilität nach unserem Dafürhalten begrenzt sein. 2017 dürfte jedoch ein Jahr sein, das durch die Bewertung der Risiken und deren (subjektiver) Wahrscheinlichkeiten geprägt ist, wodurch temporäre Volatilitätsspitzen entstehen. Dieses Umfeld passt gut zu unserer oft geäußerten Überzeugung, dass auf starke Marktreaktionen konträr reagiert werden sollte, weil der Zyklus niedrigen Wachstums keine anhaltend starken Bewegungen zulässt. Aufgrund der geldpolitischen Straffung der Fed und der anziehenden Inflation ist bei den Zins- und Währungsvolatilitäten ein nachhaltiger Anstieg unseres Erachtens wahrscheinlicher.

4. Angesichts höherer Zinsen aufgrund der steigenden US-Kerninflation, der Fed-Straffung, des EZB-Tapering und der weiteren fiskalpolitischen Stimulierung lässt die Jagd nach Rendite nach.

Wir sind fest überzeugt, dass die Zinsmärkte im Spannungsfeld zwischen »länger niedrig« und »Reflation« gefangen bleiben, meinen aber gleichzeitig, dass die Zinsen von sicheren Anlagen schließlich einen Boden gefunden haben. Unsere Zinsstrategen prognostizieren, dass die zehnjährigen US-Treasury-Renditen bis Ende 2017 auf 2,8 Prozent klettern. Zehnjährige Bundesanleihen dürften Ende 2017 bei 0,4 Prozent liegen, allerdings bei erheblicher Volatilität während der Debatte über das QE-Tapering der EZB. Staatsanleihen werden 2017 voraussichtlich negative Renditen verzeichnen. Wir rechnen mit Gesamterträgen zwischen –2 Prozent und 0 Prozent, wobei amerikanische und englische Staatsanleihen am unteren und deutsche sowie japanische Staatsanleihen am oberen Ende angesiedelt sein dürften. Angesichts der schwachen Anleihenperformance und höheren Zinsvolatilität dürften die Anleger vermehrt von Anleihen auf Aktien umsteigen.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
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ETF128 ETF MSCI Emerging Markets Leverage 2x Daily Pauschalgebühr 0,75%
ETF010 ETF Dow Jones Industrial Pauschalgebühr 0,45%
ETF012 ETF S&P 500 Pauschalgebühr 0,12%
ETF014 ETF S&P 500 EUR Daily Hdg (Net TR) Pauschalgebühr 0,30%
ETF901 ETF DAX 30 Pauschalgebühr 0,15%
ETF907 ETF MDAX Price Pauschalgebühr 0,30%
ETF950 ETF EURO STOXX 50 Pauschalgebühr 0,15%
ETF090 ETF Commerzbank Commodity ex-Agriculture EW Index TR Pauschalgebühr 0,30%
ETF099 ETF Commerzbank Commodity ex-Agr Monthly EUR Hedged Pauschalgebühr 0,35%
ETF701 ETF ComStage Vermögensstrategie Pauschalgebühr 0,25%

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Anouch Wilhelms ist Derivate-Experte bei der Commerzbank und in diesem Bereich mehr als 12 Jahre tätig. Er studierte Betriebswirtschaft in Frankfurt und Madrid und startete direkt nach dem Studium bei der Commerzbank in Frankfurt im Bereich Aktien und Rohstoffe. Heute ist er Spezialist für strukturierte Wertpapiere. Anouch Wilhelms ist als Derivate-Experte der Commerzbank regelmäßig Gast im TV (z.B. n-tv Telebörse) und schreibt regelmäßig Gastbeitrage in Tageszeitungen und Fachmagazinen. Außerdem moderiert er die Sendung ideasTV.

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Anouch Wilhelms ist Derivate-Experte bei der Commerzbank und in diesem Bereich mehr als 12 Jahre tätig. Er studierte Betriebswirtschaft in Frankfurt und Madrid und startete direkt nach dem Studium bei der Commerzbank in Frankfurt im Bereich Aktien und Rohstoffe. Heute ist er Spezialist für strukturierte Wertpapiere. Anouch Wilhelms ist als Derivate-Experte der Commerzbank regelmäßig Gast im TV (z.B. n-tv Telebörse) und schreibt regelmäßig Gastbeitrage in Tageszeitungen und Fachmagazinen. Außerdem moderiert er die Sendung ideasTV.

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