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Wahlkampfthema - Megatrend moneymeets - "Echte Innovationen gedeihen in der Nische"

Gastautor: Dieter Fromm
13.01.2017, 09:47  |  529   |   |   

Herr Berros, Sie managen für mittlere und kleinere Unternehmen. Inwieweit spielt die Digitalisierung eine Rolle in Ihrer Arbeit?

Digitalisierung verändert unser Leben. Egal, ob es um den Ticketkauf, den täglichen Einkauf, Bankgeschäfte, den Umgang mit Energie oder das Auto angeht, der Wandel erfasst alle Branchen. Bestehende Unternehmen müssen sich fragen, wie sie der digitale Wandel trifft. Wenn sie darauf keine Antwort haben, ist das für mich ein schlechtes Zeichen. Sie müssen sich für die Zukunft rüsten und ihr Geschäftsmodell entsprechend anpassen. Die Frage ist, wie sie die Digitalisierung selbst nutzen können und mit welchen Angeboten sie sich positionieren wollen. Unternehmen benötigen eine Vision, wo sie hinwollen.

 

Mit der Digitalisierung entstehen neue Dienstleistungen und Produkte. Inwiefern können davon vor allem auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren?

Viele Innovationen im digitalen Bereich stammen gerade von jungen Unternehmen, die neue Technologien entwickeln oder sie für spezielle Zwecke einsetzen. Ein Beispiel dafür ist Criteo, mit deren Hilfe Unternehmen ihre Werbung durch digitale Methoden neu ausrichten können. Criteo wertet Verkaufsdaten aus und analysiert das Nutzungsverhalten von Kunden im Internet. Damit können Händler ihre Kunden zielgerechnet ansprechen. Die Dienstleistungen zielen vor allem auf E-Commerce-Händler. Ein wichtiger Aspekt ist die Vorhersage des Kaufverhaltens durch anonyme geräteübergreifende Analyse des Nutzungsverhaltens. Damit lassen sich Kampagnen maßgeschneidert ausrichten.

Wie sieht es mit dem Finanzsektor aus. Viele Banken werden von Fintechs attackiert. Gibt es da Unternehmen, die spezielle Dienstleistungen entwickeln?

Die Digitalisierung führt zu einer Transformation der Dienstleistungen. Immer stärker rückt das Online-Banking in den Blickpunkt. Banken müssen dazu neue Business-Modelle entwickeln. Die Reply AG begleitet Banken in diesem Prozess. Das Unternehmen unterstützt Banken dabei, wie sie Big Data, Cloud Computing, digitale Medien und das Internet der Dinge für neue Strategien nutzen können. Genau solche innovativen Firmen interessieren uns. Denn mehr und mehr Industrien richten sich digital aus und brauchen dabei Hilfe von außen.

Sie interessieren sich also für solche Unternehmen, die sozusagen die Infrastruktur und damit die Basis für die Digitalisierung legen?

Genau so könnte man das formulieren. Ganz wichtig ist das Thema IT-Sicherheit. Auch hier sehen wir einen stark wachsenden Markt. So zum Beispiel das deutsche Unternehmen Just. Es bietet ein breites Angebot von Dienstleistungen, die die IT-Sicherheit verbessern helfen. Gerade auch die Cyberkriminalität wird an Bedeutung gewinnen. Hier müssen Unternehmen gezielt vorbeugen. Ein weiteres Beispiel für einen erfolgreichen digitalen Dienstleister ist Com Hem. Das schwedische Unternehmen bieten schnelle Kabelleitungen und Dienstleistungen, die die Nutzung von modernen Mediendiensten ermöglichen.

Wie ist es denn mit traditionellen Geschäftsmodellen. Kommen die als Investment überhaupt infrage?

Für reife Märkte und Industrien interessieren wir uns nicht. Dort finden wir kein Wachstum oder bahnbrechende Ideen. Wir erleben gerade die Disruption von etablierten Geschäftsmodellen. Wir suchen daher nach neuen Ideen. Und die können wir gerade im Sektor der kleinen und mittleren Unternehmen am ehesten finden. Kurz gesagt: Echte Innovationen gedeihen am besten in der Nische.

Müssen Anleger dafür nicht sehr hohe Risiken und Schwankungen in Kauf nehmen?

Natürlich kann es vorkommen, dass viel versprechende Unternehmen scheitern. Aber seit der Finanzkrise von 2008 sind die Schwankungen im Bereich der Blue-Chips deutlich größer als bei Nebenwerten in der Nische. Das mag auf den ersten Blick verwundern, hat aber naheliegende Gründe. So sind gerade im Bereich der großen Unternehmen viele Day-Trader oder Hedge-Fonds unterwegs, die die Kurse stark beeinflussen. Und klar ist auch, dass sich der stark wachsende Markt für börsengehandelte Indexfonds hauptsächlich auf die großen Werte konzentriert. Das hat in den vergangenen Jahren die Schwankungen auf diesen vermeintlich stabilen Märkten verstärkt. Die vermeintlich in Stein gemeißelte Sicherheit, wonach Nebenwerte immer volatiler als die großen Aktien sind, stimmt mit Blick auf die vergangenen acht Jahre also nicht mehr - im Gegenteil.


Der Fonds Echiquier Entrepreneur wird von Ratingagenturen mit Höchstnoten bewertet. Seine Manager erzielten 2016 rund 13,8 Prozent Performance und über drei Jahre 15,8 Prozent per annum. Das ist deutlich mehr als der Vergleichsindex. Nur 30 Prozent des Vermögens ist in den zehn größten Positionen investiert. Anleger zahlen maximal ein Prozent Ausgabeaufschlag, aber jährlich 3,23 Prozent an laufenden Gebühren. Beim Kauf über mehreren Onlinebanken können sich Investoren den Ausgabeaufschlag ersparen. Moneymeets erstattet zudem bis zu 66 Prozent der jährlichen Vertriebsvergütungen in Höhe von 0,89 Prozentpunkte per annum.


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Auf moneymeets finden Investoren zu allen genannten Fonds günstige Online-Anbieter, bei denen sie sich Ausgabeaufschläge sparen können. Privatanleger können sich zudem bis zu 66 Prozent der Kickbacks erstatten lassen, die sich bei vielen Fondsprodukten in den laufenden Jahresgebühren verstecken. Bei den teuersten Mischfonds beträgt diese Innnenprovision mehr als einen Prozentpunkt.



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Dieter Fromm ist Gründer und Geschäftsführer von moneymeets. Vorher war er 29 Jahre als Berater, Private Banker und Gesamtverantwortlicher für das Privatkundengeschäft der drittgrößten Sparkasse Deutschlands tätig. Mit der Gründung von moneymeets im Jahr 2011 hat er sich auf die Transparenz und die digitale Alternative zur klassischen Anlageberatung konzentriert.

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