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Greif die Liane... Dollar überbewertet & Gold unterbewertet

15.02.2017, 11:15  |  3574   |   |   

Die Bank of America Merrill Lynch legte am 14. Februar 2017 die Ergebnisse einer Studie vor. 210 Fondsmanager, die 632 Milliarden Dollar verwalten, gaben ihre Einschätzung zur Marktlage ab. Sie halten den Dollar für überbewertet und folgen der Gold-Religion.

In der Langzeitbetrachtung glauben 41 Prozent der 210 befragten Fondsmanager, dass der Dollar zu teuer gehandelt wird ("MarketsInsider"). 28 Prozent der Befragten sehen den Dollar im Februar 2017 als überbewertet - der höchste Prozentsatz seit 2006. Trozdem rechnen die Experten mit einer Forsetzung der Dollar-Rally 2017, weil die Regierung mehr investieren will und sich die Handelspolitik voraussichtlich ändern wird.

Auf Platz 2 der überbewerteten Asset-Klassen landeten kurze Staatsanleihen (14 Prozent), gefolgt von langfristig kombinierten USA/EU Unternehmensanleihen (13 Prozent).

Der europäische Markt wird als attraktiver empfunden als der US-amerikanische, denn die US-Aktien seien größtenteils überbewertet ("Reuters"). Nach wie vor rechnen Anleger mit Aktiengewinnen. Für Amerika prognostizierten die Experten eine Kehrtwende bei den Anlegern von der Lust auf Spekulation zur Risikoaversion. Aber auch die Aussichten für Europa verdunkeln sich - obwohl der Anteil europäischer Aktien in den Portfolios auf ein achtmonatiges Hoch stieg. Immerhin glauben 15 Prozent der Experten, dass der Euro unterbewertet sei. 

Auch die Stimmung in Bezug auf französischen Aktien flaut ab. Die bevorstehenden Wahlergebnisse stellen für die Fondsmanager die größten Risikofaktoren für die Aktienmärkte dar. Ein Handelskrieg oder ein Crash am Anleihenmarkt stellen mögliche Szenarien für 2017 dar.

Laut der Studienteilnehmer galt Gold im Januar 2017 als unterbewertet ("Marketnews"). So sehen es 15 Prozent der 210 befragten Experten, vor allen Dingen die Eigenschaft als sicherer Hafen lassen Gold weiterhin als schützendes Investment gelten.

In den vergangenen vier Wochen bewegte sich der Preis je Feinunze Gold zwischen 1.184 Euro und 1.244 Euro. Auf Jahressicht lag das Goldhoch bei 1.366 Euro je Feinunze. Am 14. Februar kostete die Feinunze 1.228 Euro (Schlusskurs).  

 

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