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Warum Warren Buffett das Versicherungsgeschäft so liebt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
20.03.2017, 10:00  |  638   |   |   

Warren Buffett kann auf eine lange und erfolgreiche Vorgeschichte im Bereich Versicherungen zurückblicken. Die Versicherungen sind auch einer der Eckpfeiler der Wachstumsstrategie von Berkshire Hathaway (WKN:A1YJQ2). Seit der Übernahme von National Indemnity aus dem Jahr 1967 bezeichnet er in seinem letzten Brief an die Aktionäre die Versicherungsindustrie als “den wichtigsten Sektor”. Im Folgenden möchten wir etwas genauer auf dieses Versicherungsgeschäft eingehen und darauf, warum Buffett die Versicherungen so gut gefallen.

Das Versicherungsgeschäft von Berkshire Hathaway

Berkshire verfügt über ein Versicherungsunternehmen und eine ganze Sammlung kleinerer Unternehmen, die auch in diesem Markt tätig sind.

Tochterunternehmen 2016 Rücklagen 2016 Profit
Berkshire Hathaway Reinsurance 45,1 Milliarden USD 822 Millionen USD
General Re 17,7 Milliarden USD 190 Millionen USD
GEICO 17,1 Milliarden USD 462 Millionen USD
Other 11.7 Milliarden USD 657 Millionen USD

DATENQUELLE: BERKSHIRE HATHAWAY.

Die Berkshire Hathaway Reinsurance Group ist das größte Versicherungsunternehmen von Berkshire und liefert Rückversicherungen für andere Versicherungsunternehmen. Das Unternehmen untersteht Ajit Jain, dem renommiertesten Manager von Berkshire. In seinem letzten Brief an die Aktionäre ging Buffett sogar so weit zu sagen: “Wenn es noch einen zweiten Ajith gebe, dann können Sie mich gerne ersetzen. Also zögern Sie nicht. Tun Sie es!” General Re hat ein ähnliches Geschäftsmodell und lieferte Rückversicherungen für die Lebensversicherer und Gesundheitversicherunger wie auch für Anbieter von Unfall- und Sachversicherungen.

Der Autoversicherer GEICO ist das bekannteste Versicherungsunternehmen von Berkshire. Es wurde 1996 komplett aufgekauft. Seither ist der Marktanteil von 2,5 % auf 12 % gestiegen. Das Unternehmen verfügt darüber hinaus über Kostenvorteile gegenüber den Rivalen, die es dem Unternehmen erlauben, mit geringeren Kosten als seine Rivalen zu arbeiten.

Warum Buffett das Versicherungsgeschäft so sehr gefällt

Alles in allem mag Buffett das Versicherungsgeschäft aufgrund der finanziellen Struktur.

Wir müssen hier mit einer falschen Vorstellung aufräumen. Und die besteht darin, dass das primäre Ziel der Versicherungsunternehmen darin bestünde, mit Versicherungen Geld zu verdienen. Wenn sie das können, dann ist das ein netter Bonus, aber es ist meistens nicht notwendig, profitabel zu arbeiten. Viele Anbieter von Unfall- und Sachversicherungen haben sogar Verluste. Das bedeutet, dass sie mehr Geld auszahlen als sie eigentlich einnehmen.

Versicherungsunternehmen nehmen Geld von ihren Kunden ein, das erst eingezahlt wird, bevor etwas ausbezahlt wird. Dieses Geld können sie in der Zwischenzeit zu ihrem eigenen Vorteil investieren. Die Versicherungskunden von Berkshire geben dem Unternehmen praktisch 100 Milliarden US-Dollar, mit denen das Unternehmen dann investieren kann.

Versicherungspolicen und Schadensfälle kommen und gehen, aber das Geld tendiert dazu, zu bleiben. Wenn das Geschäft eines Versicherungsunternehmen wächst, dann wächst auch das Geld, das zwischen der Einzahlung und der Auszahlung im Unternehmen bleibt. Dieses Sicherheitskissen ist bei Berkshire von nur 39 Millionen US-Dollar im Jahr 1970 auf 91,69 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 gewachsen. Mit diesem Geld zu investieren ist der primären Mechanismus, mit dem Berkshire im Laufe der Jahre für Wachstum gesorgt hat. Damit ist das Unternehmen auch zu dem massiven Konglomerat geworden, das es heute ist. Warren Buffett nennt das Versicherungsgeschäft den “Motor, der unsere Expansion seit 1967 antreibt.”

Ist Berkshire die beste Möglichkeit, um in die Versicherungsindustrie zu investieren?

Berkshire ist keine reine Investition in die Versicherungsindustrie, es gibt aber einige gute Gründe, das Versicherungsgeschäft von Berkshire mehr als das der Konkurrenten zu mögen. Zuerst einmal arbeiten ja die meisten Konkurrenten, wie schon zuvor erwähnt, mit einem Verlust. Berkshire ist profitabel. 2016 verdiente das Unternehmen mehr als 2,1 Milliarden US-Dollar und arbeitet mit seinen Versicherungen seit 14 aufeinanderfolgenden Jahren profitabel. Das zeigt, welche fantastischen Fähigkeiten das Team von Berkshire beim Risikomanagement hat.

Zusätzlich sind die Versicherungsunternehmen von Berkshire finanziell sehr stark und haben von Standard & Poor’s und A. M. Best auch einige der höchsten Ratings in diesem Bereich.

Der beste Wettbewerbsvorteil von Berkshire ist aber der Wille, in andere Vermögenswerte als in Anleihen zu investieren, die die Investmentportfolios der meisten Versicherungsunternehmen dominieren. Das ist auch der Grund, dass du mit Berkshire nicht nur einen Teil von einem Versicherungsgeschäft kaufst. Du bekommst einige der besten Versicherungsunternehmen auf diesem Planeten und ein diversifiziertes Portfolio von dutzenden Tochterunternehmen und Aktien.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway (B).

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 18.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Apple


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