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    Börse&Märkte Wochenrückblick KW 18

    Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
     |  04.05.2012, 18:43  |  3635 Aufrufe  |   | 

    Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen schwächer entwickelt. Der DAX verlor im Wochenvergleich rund 3,5 Prozent, während der Dow Jones STOXX 50 einen Rückgang von etwa 2 Prozent aufweist. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Minus von rund 1,5 Prozent abgeschlossen. In den USA musste der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 1,4 Prozent abgeben.

     

    Börse&Märkte: Deutschland

    In Deutschland schloss der DAX am Montag mit 0,6 Prozent im Minus. Der deutsche Einzelhandelsumsatz lag im März 2012 über dem Vormonatsniveau, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Die Einzelhändler verkauften unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, 1,3 Prozent mehr als im Vormonat, nach einem Anstieg von 0,1 Prozent im Februar 2012 und einem Rückgang um 1,1 Prozent im März 2011. Real, d.h. zu konstanten Preisen, zog der Absatz um 0,8 Prozent an. Der deutsche Großhandelsumsatz ist im März 2012 gesunken. Im Vormonatsvergleich fiel der kalender- und saisonbereinigte Großhandelsumsatz nominal um 0,2 Prozent, nach Zuwächsen von 0,1 Prozent im Februar 2012 und 0,2 Prozent im März 2011. Real blieb der Umsatz binnen Monatsfrist unverändert. Die Zahl der offenen Stellen in deutschen Unternehmen ist im April 2012 gesunken. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) - ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland - ist zum Jahresende um 5 auf 171 Punkte gefallen. Der Sportartikelhersteller adidas (+5,3 Prozent) konnte im ersten Quartal 2012 vorläufige Geschäftsergebnisse verzeichnen, die wesentlich über den Markterwartungen liegen. Konzernangaben zufolge wuchs der Konzernumsatz währungsbereinigt um 14 Prozent bzw. in Euro um 17 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 30 Prozent auf 409 Mio. Euro. Der auf Anteilseigner entfallende Gewinn stieg um 38 Prozent auf 289 Mio. Euro. Die Deutsche Telekom (-0,1 Prozent) hat sich im Tarifstreit mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in der Schlichtung auf eine Einigung für die gut 17.000 Beschäftigten der Zentrale der Deutsche Telekom AG verständigt. Demnach wurde am vergangenen Samstag zum 1. Mai unter Einbezug von drei Leermonaten eine Entgelterhöhung um 2,3 Prozent für 2012 vereinbart. Der Technologiekonzern Siemens (-0,9 Prozent) hat nach Aussage des Vorstandschefs Peter Löscher größere Zukäufe im Blick. Nach dem geplanten Börsengang der Lichttochter Osram will Siemens weiterhin mit mindestens 25 Prozent an dem Unternehmen beteiligt bleiben. Schließlich hat sich der Autobauer Daimler (-0,7 Prozent) für den Fall einer eventuellen feindlichen Übernahme gewappnet. Das Unternehmen hat dazu Maßnahmen vorbereitet, die einen Weiterbetrieb des Konzerns erschweren beziehungsweise zu einer Beendigung wichtiger strategischer Kooperationen führen können.

     

    Am Dienstag blieben die Börsen in Deutschland geschlossen. Der Autobauer Volkswagen konnte im April einen weiteren Absatzrekord in den USA verzeichnen. Wie aus einer Pressemitteilung der Tochter Volkswagen of America Inc. hervorgeht, wurden im Berichtsmonat insgesamt 37.525 Modelle abgesetzt, was einem Plus von 31,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Profitiert habe man erneut von dem starken Ergebnis des VW-Modells Passat, das 10.096 mal verkauft wurde. Auch der Konkurrent BMW konnte im April den Fahrzeugabsatz in den USA steigern. Demnach wurden im Berichtsmonat insgesamt 26.793 Modelle abgesetzt, was einem Plus von 6,1 Prozent entspricht. Bei der Kernmarke BMW wurde ein Anstieg von 12,0 Prozent ausgewiesen. Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) konnte im April in den USA ebenfalls mit einem kräftigen Absatzplus aufwarten. So wurden im Berichtsmonat 25.066 Modelle der Marken Mercedes-Benz, smart und Sprinter an Kunden ausgeliefert, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 30,8 Prozent entspricht. In den ersten vier Monaten lag der Absatz in den USA bei 91.972 Fahrzeugen (+22,4 Prozent).

     

    Am Mittwoch meldete der Pharmakonzern Bayer (+0,1 Prozent), dass er bei der US-Gesundheitsbehörde FDA weitere Marktzulassungen für Xarelto (Rivaroxaban) beantragt hat. Den Angaben zufolge soll der Gerinnungshemmer nun auch zur Behandlung venöser Thromboembolien (VTE) sowie zur Sekundärprävention wiederkehrender VTE freigegeben werden. Der Blockbuster-Kandidat ist bereits zur Prophylaxe von venösen Thromboembolien bei erwachsenen Patienten nach geplanten Hüft- oder Kniegelenkersatz-Operationen sowie zum Schutz vor Schlaganfällen zugelassen. Der Energieversorger E.ON stellt für das erste Quartal einen Gewinnanstieg in Aussicht und hat die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. So erwartet das Unternehmen demnach aus heutiger Sicht ein Konzern-EBITDA von rund 3,8 Mrd. Euro. Daneben erwartet E.ON für das Auftaktquartal einen nachhaltigen Konzernüberschuss von rund 1,7 Mrd. Euro. Die Vorzugsaktie von Volkswagen verlor 0,5 Prozent an Wert. Die Tochter AUDI konnte im ersten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten. Der Automobilkonzern Daimler (-1,0 Prozent) konnte im April in den USA mit einem kräftigen Absatzplus aufwarten. So wurden im Berichtsmonat 25.066 Modelle der Marken Mercedes-Benz, smart und Sprinter an Kunden ausgeliefert, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 30,8 Prozent entspricht. Indes konnte BMW (-1,0 Prozent) im April den Fahrzeugabsatz in den USA steigern. Einer Pressemitteilung zufolge wurden im Berichtsmonat insgesamt 26.793 Modelle abgesetzt, was einem Plus von 6,1 Prozent entspricht. Am Abend hat die Deutsche Lufthansa (+0,8 Prozent) die Zahlen für das erste Quartal 2012 bekannt gegeben. Der Konzern hat demnach den Umsatz um 5,6 Prozent auf 6,6 Mrd. Euro gesteigert. Allerdings wurde ein operativer Verlust von 381 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: -169 Mio. Euro). Das auf die Aktionäre entfallende Konzernergebnis betrug -397 Mio. Euro (Vorjahr: -507 Mio. Euro).

     

    Am Donnerstag wurde bekannt, dass der Autobauer BMW (+0,9 Prozent) das beste Auftaktquartal in der Unternehmensgeschichte erzielt hat. Der Konzernüberschuss verbesserte sich um 18,1 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro. Der Nutzfahrzeughersteller MAN (-0,5 Prozent) musste für das erste Quartal 2012 trotz höherer Umsätze einen Gewinneinbruch ausweisen. Für das Gesamtjahr geht die MAN Gruppe insgesamt von einem leicht rückläufigen Umsatz aus, der ein geringeres Ergebnis nach sich ziehen wird. Die Deutsche Lufthansa (-1 Prozent) musste im ersten Quartal einen Verlust ausweisen. Für das Gesamtjahr 2012 geht der Konzern unverändert von einem Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr aus. Der operative Gewinn wird im mittleren dreistelligen Millionen-Euro Bereich erwartet. Der Sportartikelhersteller adidas (-0,9 Prozent) konnte derweil im ersten Quartal 2012 deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn erzielen. Für das Gesamtjahr 2012 erhöht der Konzern seine Prognose und geht nun davon aus, dass der Umsatz währungsbereinigt um annähernd 10 Prozent steigen wird (bisherige Prognose: Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Bereich). Ferner geht der Konzern nun davon aus, dass sich der auf Anteilseigner entfallende Gewinn um 12 bis 17 Prozent erhöhen wird. Der Technologiekonzern Infineon (-3,1 Prozent) hat im zweiten Quartal den Konzernüberschuss deutlich gesteigert. Gegenüber dem im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres erzielten Konzernüberschuss wurde ein Plus von 16 Prozent ausgewiesen. Die Prognose für das laufende Fiskaljahr wurde angehoben. Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (+0,3 Prozent) gab bekannt, dass er im ersten Quartal 2012 erneut Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert hat. Auf Basis des sehr guten Geschäftsverlaufs bestätigt das Unternehmen den Ausblick für das Geschäftsjahr 2012. Schließlich konnte Hannover Rück (+3,8 Prozent) im ersten Quartal 2012 bei Umsatz und Gewinn ein deutliches Wachstum erzielen. Aufgrund der sich bietenden attraktiven Marktchancen in der Schaden- und Personen-Rückversicherung erwartet man ein gutes Geschäftsjahr 2012.

     

    Am Freitag ist einem Medienbericht zu entnehmen, dass BMW (-3,8 Prozent) eine Kooperation mit dem südkoreanischen Autobauer Hyundai sondiert. So sucht BMW offenbar für seine technisch aufwendigen und teuren Motoren nach weiteren Kooperationspartnern, um so die Skaleneffekte zu erhöhen. Der Technologiekonzern Linde (-1,2 Prozent) gab bekannt, dass er im ersten Quartal 2012 seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt und per Ende März bei Konzernumsatz und operativem Konzernergebnis erneut Steigerungsraten erzielt hat. Der kurz- und mittelfristige Konzernausblick wurde bestätigt. Wacker Chemie (-6,1 Prozent) konnte im ersten Quartal 2012 die Werte des Vorjahresquartals nicht erreichen. Das EBITDA des Geschäftsjahres 2012 wird von Unternehmensseite deutlich unter dem Wert des Vorjahres gesehen. Die zum Automobilkonzern Daimler AG (-3,5 Prozent) gehörende Marke Mercedes-Benz konnte im April bei den Verkaufszahlen zulegen. Konzernangaben zufolge ist Mercedes-Benz mit einem Absatzplus von 3,6 Prozent in das zweite Quartal gestartet. Bei der Kernmarke wurden im vergangenen Monat 104.344 Pkw verkauft. Seit Jahresbeginn liegen die Auslieferungen damit auf einem Rekordniveau von 418.246 Einheiten, was einem Plus von 9,7 Prozent entspricht.

     

    Börse&Märkte: Europa

    In Europa wurde am Montag bekannt, dass die Verbraucherpreise im April 2012 mit abgebremstem Tempo angestiegen sind. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mitteilte, verringerte sich die jährliche Inflationsrate auf 2,6 Prozent, während sie im Vormonat noch bei 2,7 Prozent gestanden hatte. Im vierten Quartal 2011 erhöhte sich die Sparquote der privaten Haushalte gegenüber dem dritten Quartal 2011 sowohl im Euroraum (ER17) als auch in der EU27, während die Investitionsquote der Haushalte beinahe stabil blieb. Dagegen fiel die Investitionsquote der Unternehmen sowohl im Euroraum (ER17) als auch in der EU27. Die Investitionsquote der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften sank im vierten Quartal 2011 in der EU27 auf 20,2 Prozent, gegenüber 20,6 Prozent im dritten Quartal 2011. Im Euroraum ging die Investitionsquote von 21,0 auf 20,7 Prozent zurück. Der Schweizer Pharmakonzern Actelion (+13,6 Prozent) hat positive Studiendaten präsentiert. So hat die zulassungsrelevante, auf klinische Ereignisse ausgerichtete Langzeitstudie SERAPHIN mit dem neuartigen dualen Endothelin-Rezeptor-Antagonisten Macitentan, bei der 742 Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) bis zu dreieinhalb Jahre lang behandelt worden waren, ihren primären Endpunkt erreicht. Mit Macitentan konnte bei beiden verwendeten Dosierungen (3mg und 10mg) im Verlauf der Behandlungsdauer das Risiko eines Morbiditäts- oder Mortalitätsereignisses gegenüber Placebo gesenkt werden. Der belgische Bierkonzern Anheuser-Busch InBev (-1,2 Prozent) konnte für das erste Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen. Auch der Umsatz konnte erhöht werden. Unter anderem konnte man im Auftaktquartal von höheren Bierabsätzen, geringeren Zinsaufwendungen und einer geringeren Steuerquote profitieren. Dabei hat man sowohl in Brasilien als auch in China trotz schlechter Witterungsbedingungen beim Bierabsatz zulegen können. Für das zweite Quartal erwartet man in den USA eine Abschwächung beim Bierabsatz, während man in Brasilien angesichts der zuletzt weiter gestiegenen Heimatwährung eine weiterhin positive Absatz- und Umsatzentwicklung erwartet.

     

    Am Dienstag legte der britische Tabakkonzern Imperial Tobacco die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vor. Dabei wurde der bereinigte Gewinn gesteigert. Profitiert habe man vor allem von höheren Absatzpreisen sowie dem nach wie vor starken Zigarettenabsatz in den so genannten Emerging Markets, teilte der Konzern weiter mit. Der britische Ölkonzern BP meldete, dass er im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen musste, was mit einer geringeren Produktion sowie einem schwächeren Raffineriegeschäft zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt.

     

    Am Mittwoch erklärte Eurostat, dass sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im März verschlechtert hat. Im Euroraum (ER17) erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 10,9 Prozent, nach 10,8 Prozent im Vormonat und 9,9 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,2 Prozent, im Vergleich zu 10,2 Prozent im Februar 2012 und 9,4 Prozent im März 2011. Die schweizerische Großbank UBS (+3,7 Prozent) gab bekannt, dass sich ihr Gewinn im ersten Quartal mehr als halbiert hat, nachdem im Investment Banking ein Verlust als Folge einer Sonderbelastung verzeichnet wurde. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch geschlagen. Auch der schweizerische Telefonkonzern Swisscom präsentierte sein Zahlenwerk für das Auftaktquartal und musste dabei einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen. Der Wert konnte 4,4 Prozent zulegen und damit den Tagessieg feiern. Der vor der Übernahme durch den US-Logistikkonzern UPS stehende Konzern TNT Express (unverändert) meldete, dass er im ersten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat. Den Angaben zufolge hatte man im Berichtszeitraum unter einer gedämpften Entwicklung in Europa zu leiden, während sich die Performance in der Asien-Pazifik-Region, vor allem in Australien, sowie in Brasilien verbesserte. Dabei profitierte man in den jeweiligen Regionen auch von Kostensenkungen. Der britische Satellitenfernsehanbieter BSkyB (+1,5 Prozent) erklärte, dass er in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinnanstieg ausweisen konnte, was u.a. mit einem starken Neukundenzuwachs zusammenhängt.

     

    Am Donnerstag beschloss der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank, das Zinsniveau nicht anzutasten. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, verharrt damit bei 1,00 Prozent. Mit der Politik des billigen Geldes soll den angeschlagenen Eurostaaten die nötige Zeit verschafft werden, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet, da sich die Aussichten für die südlichen europäischen Länder etwas eingetrübt haben. Zuletzt hatten die Währungshüter im Dezember 2011 die Zinsen um 25 Basispunkte auf das Rekordtief von 1,00 Prozent gesenkt. Indes haben sich die Erzeugerpreise der europäischen Industrie im März 2012 erhöht. Die französische Bankgesellschaft Société Générale (-4,2 Prozent) meldete, dass ihr Gewinn im ersten Quartal angesichts eines deutlich schwächeren Ergebnisses im Bereich Corporate and Investment Banking zurückgegangen ist. Die Erwartungen des Marktes wurden jedoch geschlagen. Aufschläge von 0,4 Prozent konnten Papiere der France Télécom aufweisen. Europas drittgrößte Telefongesellschaft konnte trotz eines rückläufigen Umsatzes im ersten Quartal die Ergebniserwartungen des Marktes erfüllen.

     

    Am Freitag erklärte Eurostat, dass das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel nach vorläufigen Angaben im März 2012 angewachsen ist. Im Vormonatsvergleich stieg der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,3 Prozent und in der EU27 um 0,7 Prozent. Im Februar war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um 0,2 bzw. 0,5 Prozent geschrumpft. Binnen Jahresfrist sank der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsabsatz in der Eurozone um 0,2 Prozent, nach einem Minus von 2,1 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde 1,0 Prozent mehr verkauft wie im März 2011, während der Absatz im Februar 2012 um 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen hatte. Die Royal Bank of Scotland (-0,3 Prozent) präsentierte die Geschäftszahlen für das erste Quartal. Dabei wurde angesichts von bilanziellen Einmaleffekten bei der Neubewertung ausstehender Verbindlichkeiten ein deutlich höherer Verlust ausgewiesen als in der Vorjahresperiode. Frankreichs größte Bankgesellschaft BNP Paribas (-0,4 Prozent) meldete, dass ihr Gewinn im ersten Quartal gestiegen ist, was mit dem Verkauf einer Beteiligung an dem Immobilienunternehmen Klepierre sowie verbesserten Einnahmen im Bereich Fixed-Income Trading zusammenhängt. Die Erwartungen wurden geschlagen. Indes teilte Air France-KLM (-0,8 Prozent) mit, dass man im ersten Quartal einen größeren operativen Verlust ausweisen musste. Dabei haben hohe Treibstoffkosten und gesunkene Frachtvolumina einen Anstieg der Passagierzahlen überkompensiert. Die Marktschätzungen wurden damit verfehlt. Schließlich verkündete Swiss Re (+1,5 Prozent), dass der Rückversicherer im ersten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft hat und die Erwartungen der Analysten schlagen konnte. Dabei profitierte man von starken versicherungstechnischen Resultaten, einem guten Anlageergebnis sowie einer niedriger als erwarteten Schadenbelastung durch Naturkatastrophen. Alle drei Geschäftseinheiten - Reinsurance, Corporate Solutions und Admin Re - trugen positiv zum Konzernergebnis

     

    Börse&Märkte: USA

    In den USA meldete am Montag das Handelsministerium, dass die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im März erneut angewachsen sind. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von 0,3 Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,3 Prozent an, während sie im Vormonat um 0,9 Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,2 Prozent bei den Einkommen und 0,5 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert. Schließlich ermittelte die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager für April 2012 einen überraschend deutlichen Rückgang beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 56,2 Punkten, nach 62,2 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 60,0 Punkten prognostiziert. Der Mischkonzern Loews (+0,3 Prozent) musste im ersten Quartal 2012 einen leichten Ergebnisrückgang ausweisen. Allerdings wurden die Analystenschätzungen übertroffen. Der Krankenversicherer Humana (-8,2 Prozent) konnte im ersten Quartal den Umsatz prozentual zweistellig steigern. Der Nettogewinn war allerdings rückläufig. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden verfehlt. Für das laufende Fiskaljahr wurde die Prognose beim Gewinn je Aktie allerdings leicht nach oben korrigiert. Der Börsenbetreiber NYSE Euronext (-4,8 Prozent) musste im ersten Quartal einen leichten Gewinnrückgang ausweisen. Auch der Umsatz war rückläufig. Die Schätzungen der Analysten wurden unterboten. Unter anderem haben negative Einmaleffekte in Verbindung mit der gescheiterten Fusion mit der Deutsche Börse AG das Ergebnis beeinträchtigt.

     

    Am Dienstag meldete Pfizer, dass sich sein Gewinn im ersten Quartal verringert hat, was mit Sonderbelastungen und neuer Konkurrenz durch Generikaprodukte beim Cholesterinsenker Lipitor zusammenhängt. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis jedoch geschlagen werden. Indes wurden die Prognosen für 2012 vom größten Pharmahersteller der Welt erneut nach unten korrigiert. Indes gab Office Depot, der zweitgrößte Bürohändler in den USA, die Geschäftszahlen für das erste Quartal bekannt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt. Profitiert habe man unter anderem von der starken Entwicklung in Nordamerika. Nachbörslich verkündete der Rundfunk- und Medienkonzern CBS, dass sein Gewinn im ersten Quartal deutlich gestiegen ist, was mit einem starken Umsatzwachstum zusammenhängt. Dabei profitierte man von höheren Einnahmen aus Content-Lizenzabkommen sowie gestiegenen Werbeerlösen. Die Erwartungen wurden klar geschlagen.

     

    Am Mittwoch meldete der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP, dass sich die US-Beschäftigung im April 2012 erneut erhöht hat. Demnach stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 119.000. Volkswirte hatten im Vorfeld jedoch eine Zunahme um 170.000 prognostiziert. Hierbei wuchs die Zahl um 123.000 im Produzierenden Gewerbe und sank um 4.000 im Dienstleistungsbereich. Für März war insgesamt ein revidierter Anstieg um 201.000 (vorläufig: 209.000) ermittelt worden. Daneben ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 27. April 2012 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 0,1 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Minus von 3,8 Prozent ermittelt worden. Der Auftragseingang für Industriegüter ist im März 2012 geschrumpft. So sank der US-Auftragseingang für Industriegüter um 1,5 Prozent, während Volkswirte ein Minus von 1,8 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier ein Anstieg von revidiert 1,1 Prozent (vorläufig: +1,3 Prozent) ausgewiesen. Der Medienkonzern Time Warner (-1,7 Prozent) teilte mit, dass sich sein Gewinn im ersten Quartal trotz insgesamt erhöhter Umsätze verringert hat, was u.a. auf gesunkene Content-Erlöse beim Pay-TV-Sender HBO zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen geschlagen. Der größte US-Kabelnetzbetreiber Comcast (-0,6 Prozent) verkündete, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 30 Prozent zulegen konnte, was vor allem auf anhaltende Zuwächse im Internet-Geschäft sowie einer stärkeren Entwicklung der Sparte NBC Universal zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Nachbörslich legte Visa (-0,7 Prozent) seine Ergebnisse für das zweite Fiskalquartal 2011/12 vor. Dabei konnte der Kreditkartenanbieter Umsatz und Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen. Indes erklärte Prudential Financial (+0,1 Prozent), dass der zweitgrößte US-Lebensversicherer im ersten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat. Schließlich hat der Versicherungskonzern Allstate (-1,4 Prozent) seinen Gewinn im ersten Quartal deutlich erhöht, was auf geringere Katastrophen-Verluste und höhere Prämieneinnahmen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden klar geschlagen.

     

    Am Donnerstag erklärte das US-Arbeitsministerium, dass sich die US-Produktivität im ersten Quartal 2012 reduziert hat. Demnach schrumpfte die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 0,8 Prozent prognostiziert, nachdem im Schlussquartal 2011 ein Plus von revidiert 1,2 (vorläufig: +0,9) Prozent ermittelt worden war. Wie das US-Arbeitsministerium außerdem mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 28. April 2012 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 27.000 auf 365.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 375.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 388.000 auf 392.000 nach oben korrigiert. Wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im April 2012 im Vergleich zum Vormonat schwächer entwickelt. So schrumpfte der ISM-Service-Index auf 53,5 Zähler, nach 56,0 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 55,5 Punkte prognostiziert. Der Automobilhersteller General Motors (-2,3 Prozent) konnte im ersten Quartal trotz der schwachen Entwicklung in Europa mit einem deutlichen Gewinn aufwarten. Die Markterwartungen wurden dabei übertroffen, allerdings lag das Ergebnis klar unter dem Vorjahreswert, der u.a. von Einmalerträgen aus Asset-Verkäufen profitiert hatte. Der Medienkonzern Viacom (+3,0 Prozent) verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Die Ergebniserwartungen des Marktes wurden damit übertroffen. Der Konzern konnte unter anderem von Kostensenkungen im Filmsegment sowie höheren Umsatzerlösen im Bereich Media Networks profitieren. Nachbörslich meldete der Lebensmittelkonzern Kraft Foods (-0,3 Prozent) seine Ergebnisse für das erste Quartal. Dabei wurde sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn gesteigert. Die Erwartungen wurden knapp geschlagen. Der Versicherungskonzern AIG (-1,2 Prozent) konnte seinen Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppeln und die Marktschätzungen auf bereinigter Ebene klar übertreffen.

     

    Am Freitag teilte das US-Arbeitsministerium mit, dass sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im April gegenüber dem Vormonat um 115.000 erhöht hat. Volkswirte hatten allerdings einen Stellenaufbau um 162.000 Beschäftigte erwartet. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 130.000. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 167.000 gelautet. Ferner sank die Arbeitslosenquote auf 8,1 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 8,2 Prozent gestanden hatte. Das Verlagshaus Washington Post (-3,5 Prozent) meldete, dass sich sein Gewinn im ersten Quartal trotz rückläufiger Umsätze verdoppelt hat, nachdem man im Vorjahr unter einer Sonderbelastung zu leiden hatte. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft ging jedoch zurück. Der Kosmetikkonzern Estee Lauder (-5 Prozent) konnte im dritten Geschäftsquartal dank eines starken US-Geschäfts einen Ergebnisanstieg erzielen. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde angehoben. Der größte US-Kraftwerksbetreiber Exelon (-0,4 Prozent) konnte im ersten Quartal 2012 infolge ungünstiger Markt- und Witterungsbedingungen nicht das Ergebnisniveau des Vorjahreszeitraums erreichen.

     

    Börse&Märkte: Asien

    In Asien hat am Montag das chinesische Internet-Portal Sohu.com seine Zahlen für das erste Quartal präsentiert. Demnach lag der Umsatz mit 226,6 Mio. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 174,4 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter verringerte sich hingegen auf 23,1 Mio. US-Dollar bzw. 53 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 44,8 Mio. US-Dollar bzw. 1,01 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Nach Aussage von CEO Dr. Charles Zhang habe man im Auftaktquartal unter der sich abkühlenden Konjunktur in China zu leiden gehabt. Auch die Werbeumsätze hätten sich angesichts der Feriensaison während des Chinesischen Neujahresfests schwächer entwickelt.

     

    Am Mittwoch gab Kirin (+0,9 Prozent), Japans größter Brauereikonzern, bekannt, dass sich sein Verlust im ersten Quartal trotz eines leichten Umsatzwachstums vergrößert hat. Dabei hatte das Ergebnis unter dem fehlenden Chemiegeschäft (Kyowa Hakko Chemical) sowie erhöhten Werbeausgaben zu leiden. Für das Geschäftsjahr 2012 bestätigt der Konzern seinen Ausblick.

     

    Am Donnerstag blieben die Börsen in Japan feiertagsbedingt (Verfassungsgedenktag) geschlossen. Auch am Freitag ist im Land der aufgehenden Sonne ein Feiertag (Tag des Grünens), so dass der Handel erst in der kommenden Woche wieder aufgenommen wird.

     

    Börse&Märkte: Termine

    In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Avis Budget, Electronic Arts, QSC, Sysco, Tyson Foods, Adecco, Charter Communications, Chiquita Brands, Deutsche Post, DIRECTV, DSM, Fossil, GEA Group, Gildemeister, HOCHTIEF, OfficeMax, Telenor, Tom Tailor, TUI Travel, Walt Disney, Activision Blizzard, AOL, Axel Springer, Brenntag, Cisco Systems, Commerzbank, E.ON, Dean Foods, Fraport, GAGFAH, Henkel, ING Groep, InterContinental Hotels, Sainsbury, K+S, Klöckner & Co, KUKA, LANXESS, Macy`s`, News Corp., Symrise, Telecom Italia, Aegon, ArcelorMittal, Bilfinger Berger, CA, Deutsche Telekom, Deutz, Dürr, Elringklinger, Evotec, Iberdrola, Jenoptik, Jungheinrich, Kohl`s, Magna International, MLP, ProSiebenSat.1, RWE, Singulus, SMA Solar, Solarworld, Sotheby`s, TAG Immobilien, TUI, Wacker Neuson, United Internet, Zurich Insurance Group, Credit Agricole, Deutsche Wohnen, Drillisch, freenet, IAMGOLD, Medigene, IVG Immobilien, NVIDIA, Rheinmetall und Telefonica an.

     

    Börse&Märkte: Konjunktur

    Auf der Konjunkturseite werden nächste Woche in Deutschland der Außenhandel nach Verkehrszweigen 2011, der Auftragseingang der Industrie (März), die Insolvenzen (Februar), die Produktion im Produzierenden Gewerbe (März), der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe (März), der Außenhandel (März), das ifo Wirtschaftsklima im Euroraum (zweites Quartal) und die Verbraucherpreise (April) gemeldet. Ansonsten stehen die US-Verbraucherkredite, die japanischen Frühindikatoren, die MBA Hypothekenanträge, die US-Lagerbestände und -Umsätze im Großhandel, der EIA-Ölmarktbericht, der EZB-Monatsbericht, die amerikanischen Ein- und Ausfuhrpreise, die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die US-Handelsbilanz, der US-Staatshaushalt, der US-Erzeugerpreisindex sowie die US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan zur Veröffentlichung an.

     

    Börse&Märkte: Indizes

    (04.05.2012, 18.20 Uhr) DAX: 6.561,47 TecDAX: 781,53 Dow Jones STOXX 50: 2.370,10 Nikkei 225: 9.380,25 Dow Jones: 13.047,35 Nasdaq Composite: 2.963,35 (04.05.2012/ac/n/m)



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